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ZOLL-H: Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt / ZOLL veröffentlicht neue Erkenntnisse / Vier Festnahmen im Einsatzverlauf, umfangreiche Beweissicherung (FOTO)

9.02.2026 14:56 Uhr Zollfahndungsamt Hannover

Hannover (ots) - Hannover/Kalbe (Milde) - Im Zuge der Einsatzmaßnahmen, die im Zusammenhang mit der aufgedeckten illegalen Zigarettenherstellungs-fabrik im Altmarkkreis Salzwedel stehen, wurden bis zum Freitagabend insgesamt vier Tatverdächtige festgenommen. Unterdessen gehen die Beweissicherung vor Ort und der Abtransport der illegalen Zigarettenfabrik weiter.

Bei den vier festgenommenen Personen, allesamt bulgarische Staatsangehörige, handelt es sich um drei Männer im Alter zwischen 39 und 56 Jahren und eine 31-jährige Frau. Sie wurden noch am Samstag dem Haftrichter vorgeführt, der für alle vier die Untersuchungshaft anordnete. Sie werden verdächtigt, innerhalb der Gruppierung, die die Zigarettenproduktion betrieben hat, für die Transportlogistik zuständig gewesen zu sein. In der Halle selbst trafen die Einsatzkräfte zum Zeitpunkt des Zugriffs am Freitag niemanden an.

Die für die illegale Zigarettenherstellung genutzten Räumlichkeiten wurden durch die Täter aufwendig ausgebaut und eingerichtet. Um das Entdeckungsrisiko durch Anwohner und Behörden möglichst gering zu halten, haben die Täter unter anderem durch professionelle Geräuschdämmung und abgeklebte Fenster das kriminelle Geschehen im Inneren nach außen abgeschirmt. Auch eine Videoüberwachungsanlage wurde installiert.

Die dort eingesetzten Arbeiter, mutmaßlich bis zu zwölf Personen, waren den bisherigen Erkenntnissen nach über einen längeren Zeitraum hinweg unter fragwürdigen Lebensbedingungen in den Räumlichkeiten eingeschlossen, um im Umfeld und in der Nachbarschaft der Produktionsanlage keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Neben den Produktions- und Verpackungsmaschinen und den rund 30 Millionen fertig produzierten Zigaretten stellten die Zollfahnder in der Halle mindestens 40 Tonnen Tabakfeinschnitt und große Mengen Vormaterialien für die Zigarettenproduktion sicher, darunter Filter, Hülsen, bedruckte Kartonzuschnitte für Zigarettenschachteln, Folien, sowie Betriebsstoffe für die Maschinen. Für die Wartung und Instandhaltung der Herstellungsanlage war als Teil der sehr umfangreichen Logistik eine Werkstatt eingerichtet.

Über das ganze Wochenende hinweg setzten die Einsatzkräfte ihre Arbeit fort. Beim Abbau und Abtransport der Beweismittel wurde der ZOLL vor Ort intensiv durch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Salzwedel, Haldensleben, Magdeburg, Burg und Brandenburg/Havel unterstützt.

"Allein der industrielle Maßstab der durch uns aufgedeckten illegalen Zigarettenproduktion in Kalbe zeigt, dass wir es hier mit Organisierter Kriminalität zu tun haben" erklärt Monika Dennhardt, Leiterin des Zollfahndungsamtes Hannover. Dennhardt ergänzt: "Der entstandene Steuerschaden in Millionenhöhe trifft am Ende die Allgemeinheit, da die Einnahmen für zentrale Aufgaben wie Infrastruktur, Bildung und Sicherheit fehlen. Aber auch vor den gesundheitlichen Folgen des Konsums von Tabakwaren aus illegaler Produktion kann nur mit Nachdruck gewarnt werden. Auch in diesem Fall stießen unsere Einsatzkräfte auf hygienisch unhaltbare Produktionsbedingungen."

Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hannover im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld (hier: Schwerpunktabteilung für besonders umfangreiche Wirtschaftsstrafsachen und Verfahren der organisierten Kriminalität) dauern weiterhin an.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Hannover Guido Mäke Telefon: 0511 / 8990 1004 E-Mail: mailto:guido.maeke@zfah.bund.de http://www.zoll.de


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Zollfahndungsamt Hannover
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