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Rosenheim / A93 (ots) - Die Rosenheimer Bundespolizei hat zwischen Sonntag und
Montag (22./23. Februar) einen rumänischen, einen italienischen und einen
serbischen Staatsangehörigen ins Gefängnis gebracht. Die von der Justiz
gesuchten Männer waren zuvor über die deutsch-österreichische Grenze eingereist.
Deren Reiseabsichten machten die Beamten auf der Inntalautobahn beziehungsweise
am Bahnhof in Rosenheim zunichte.
Im Rahmen der Grenzkontrollen trafen die Bundespolizisten an der A93 nahe
Kiefersfelden auf einen Rumänen, der mit einem slowakischen Reisebus in Richtung
Rosenheim unterwegs war. Wie sich bei der Überprüfung seiner Personalien
herausstellte, war der Businsasse im Jahr 2021 vom Landgericht Siegen wegen
Vergewaltigung zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Laut
Haftbefehl hat er, nachdem er sich offenbar der Strafvollstreckung entzogen
hatte, noch 191 Tage in Haft zu verbüßen. Der 43-Jährige wurde am
Montagvormittag in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert.
Am Rosenheimer Bahnhof nahmen die Beamten einen 36-jährigen Mann fest. Dieser
gab zunächst vor, seine Papiere verloren zu haben und nur noch über ein
Handy-Foto von seinem slowenischen Ausweis zu verfügen. Die Bundespolizisten
erkannten schon anhand des vorgezeigten Bilds, dass es sich bei dem
fotografierten Dokument um eine Fälschung handelt. Bei der anschließenden
Durchsuchung des Gepäcks fanden die Beamten die Fälschung. Mithilfe der
Fingerabdrücke konnten die Bundespolizisten die tatsächliche Identität des
mutmaßlichen Urkundenfälschers herausfinden. Dabei wurde auch klar, weshalb der
Mann wohl kein Interesse hatte, sich mit seinen richtigen Personalien
auszuweisen. Gegen den Serben lag wegen des Vorwurfs der illegalen Einreise ein
Untersuchungshaftbefehl der Traunsteiner Staatsanwaltschaft vor. Außerdem hatte
die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth angeordnet, dass ihm ein Haftbefehl zu
eröffnen sei. Demnach muss er wegen Urkundenfälschung eine Geldstrafe in Höhe
von rund 1.300 Euro einschließlich Verfahrenskosten zahlen. Auch die
Staatsanwaltschaft in Leipzig hat wegen eines laufenden Ermittlungsverfahrens
wegen Betrugs Interesse an der Erreichbarkeit des Serben. Dessen Aufenthalt
dürfte für die nächste Zeit geklärt sein. Nachdem er von der Rosenheimer
Bundespolizei wegen des offenkundigen Urkundendelikts angezeigt worden war,
wurde der Mann auf richterliche Anordnung in die Traunsteiner Haftanstalt
eingeliefert.
Ins Gefängnis nach Bernau brachten die Bundespolizisten einen Italiener, der von
Österreich kommend mit dem Zug in Richtung München unterwegs war. Bei der
Überprüfung seiner Personalien kam mithilfe des Polizeicomputers ans Licht, dass
er Justizschulden in Höhe von 6.000 Euro hat. Diesen Betrag hatte das
Amtsgericht Sonthofen gegen ihn als Geldstrafe wegen Beleidigung festgesetzt.
Mangels finanzieller Möglichkeiten kam die ersatzweise angeordnete
Freiheitsstrafe von 50 Tagen zum Tragen. Die Bundespolizei beendete die Zugreise
des 44-Jährigen am Rosenheimer Bahnhof.
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Dr. Rainer Scharf
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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6222387
OTS: Bundespolizeidirektion München
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