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Bernau / Rosenheim (ots) - Ein offenkundiger gefährlicher Eingriff in den
Bahnverkehr hat am Mittwochabend (25. Februar) den Zugverkehr zwischen Rosenheim
und Salzburg durcheinandergebracht. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen oder
mehrere bislang unbekannte Täter, die in Bernau Steine auf die Schienen
aufgelegt und damit das mögliche Eintreten eines größeren Sach- oder
Personenschadens in Kauf genommen haben.
Die Notfallleitstelle der Bahn informierte die Bundespolizei über einen
Güterzug, der im Bereich des Bernauer Bahnhofs über einen Gegenstand gefahren
sei. Der Zug kam, nachdem der Lokführer sofort gebremst hatte, etwa 500 Meter
nach dem Bahnhof zum Stehen. An der Lok stellten die Bundespolizisten
Anhaftungen fest, die mit großer Wahrscheinlichkeit von zermahlen Steinen
stammen. Entsprechende Mahlspuren waren auch auf den Schienen im Bereich des
Bahnhofs Bernau erkennbar. Die Absuche des näheren Umfelds durch die Beamten
brachte keine weiteren Erkenntnisse.
Der Notfallmanager der Bahn, der ebenfalls vor Ort war, gab die ab etwa 18:50
Uhr gesperrten Gleise der Strecke Rosenheim Salzburg gegen 19:30 Uhr wieder für
den Zugverkehr frei. Der betroffene Güterzug konnte seine Fahrt in Richtung
Freilassing fortsetzen. Die Gleissperrung hatte unmittelbare Auswirkungen auf 18
Züge und zog eine Verspätungsdauer von insgesamt rund 740 Minuten nach sich.
Die Rosenheimer Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor
sich im Gleisbereich aufzuhalten beziehungsweise das Auflegen von Gegenständen
auf die Schienen als harmlosen Streich abzutun. Züge sind mit hohen
Geschwindigkeiten unterwegs, haben lange Bremswege und sind nicht in der Lage
auszuweichen. Sie können in der Regel erst sehr spät wahrgenommen werden. Auf
Schienen aufgelegte Steine oder Gegenstände, die den Zügen als Hindernisse
entgegenstehen, werden durch einen Zusammenprall zu unberechenbaren,
lebensgefährlichen Geschossen. Im Extremfall kommt zudem auch die Entgleisung
eines Zuges in Betracht.
Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Vorfall vom Mittwochabend am Bahnhof Bernau
Hinweise auf mögliche Täter geben können, werden gebeten, sich an die
Bundespolizeiinspektion Rosenheim (Tel.: 0 80 31 / 80 26 21 02) zu wenden.
Rückfragen bitte an:
Dr. Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200
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E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
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Internet: www.bundespolizei.de | X: bpol_by
Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6225491
OTS: Bundespolizeidirektion München
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