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Giessen (ots) - Gestern beobachteten zivile Polizeibeamte in
Linden-Großen-Linden einen Trickdiebstahl. Beim folgenden Versuch, die Täter
festzunehmen, rasten diese in einem Auto davon. Nach kurzer Verfolgung und einem
Unfall nahmen die Einsatzkräfte die Tatverdächtigen fest. Dabei erlitt ein
Tatverdächtiger leichte Verletzungen.
Zivile Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main nahmen gegen 12.30
Uhr wahr, wie Personen aus einem schwarzen Audi heraus in der
Friedrich-Ebert-Straße eine Passantin ansprachen. Durch Ablenkung gelang es den
Kriminellen schließlich, die am Hals getragene Kette der 74-Jährigen zu klauen.
Sie fuhren im Audi davon. Ihr Opfer blieb unverletzt. Die Zivilkräfte
entschlossen sich daraufhin in der Bahnhofstraße, die Fahrzeuginsassen
festzunehmen. Dazu blockierten die den Audi mit mehreren Zivilfahrzeugen. Als
sich die Beamten dem Audi näherten, gab der dessen Fahrer Gas, um sich der
Festnahme zu entziehen. Er raste in Richtung Autobahn davon. Dabei stieß er
gegen ein blockierendes Einsatzfahrzeug und beschädigte dieses. Ein in der Nähe
stehender Polizist musste dem flüchtenden Audi ausweichen. Der Beamte blieb
unverletzt.
Die Zivilstreifen nahmen die Verfolgung auf. Der Audi-Fahrer fuhr durch Linden
und auf die Autobahn 485 in Richtung Marburg. Auf der Autobahn überholte er
Fahrzeuge auf dem Standstreifen und gefährdete durch seine Fahrweise vermutlich
mehrere, bislang unbekannte Verkehrsteilnehmer. Der Audi krachte ohne
Fremdbeteiligung vor der Anschlussstelle Gießen-Bergwerkswald in die Leitplanke
auf dem Seitenstreifen. Durch den Aufprall schleuderte das Fahrzeug gegen ein
auf dem rechten Fahrstreifen fahrendes Taxi. Dessen Fahrer blieb unverletzt.
Der Audi-Fahrer setzte seine Fahrt auch nach dem Unfall fort, kam unfallbedingt
aber kurz vor der Anschlussstelle auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Dort
erfolgte sofort die Festnahme. Die gestohlene Kette der 74-Jährigen stellten die
Beamten bei den Festgenommenen sicher.
Eine der drei festgenommenen Fahrzeuginsassen gab später an, verletzt zu sein.
Nach einer ärztlichen Untersuchung musste er, ebenso wie beiden Komplizen, mit
zur Dienststelle. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Gießen wurden die drei
dringend Tatverdächtigen heute einem Haftrichter am Amtsgericht Gießen
vorgeführt. Dieser erließ gegen alle drei Wohnsitzlosen einen
Untersuchungshaftbefehl. Die 43- und 45-jährigen Männer sowie die 43-jährige
Frau sitzen nun in Justizvollzugsanstalten ein.
Die Kriminalpolizei sucht Zeugen. Die Ermittler fragen: Wer hat den Vorfall
beobachtet? Gibt es weitere, bislang nicht bekannte Geschädigte? Wer wurde durch
die Fahrweise des flüchtenden Audis in Linden oder auf der A 485 gefährdet?
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Pierre Gath, Pressesprecher
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