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Mainz (ots) - Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Jahres 2025 für
Rheinland-Pfalz zeigt eine positive Entwicklung: Die Zahl der registrierten
Straftaten ist erneut rückläufig, während die Aufklärungsquote auf einem hohen
Niveau bleibt. Innenminister Michael Ebling hat die Polizeiliche
Kriminalstatistik gemeinsam mit dem Präsidenten des Landeskriminalamtes, Mario
Germano, in Mainz vorgestellt.
"Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass sich in Rheinland-Pfalz der
langfristige Trend eines sicheren Bundeslandes fortsetzt. Die konsequente
Polizeiarbeit, umfassende präventive Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit mit
anderen Behörden tragen dazu bei, dass die Zahl der Straftaten weiter sinkt und
die Sicherheitslage im Land insgesamt stabil bleibt", sagte Innenminister
Michael Ebling. Auszuklammern seien hierbei weiterhin die Jahre während der
Coronapandemie mit ihren besonderen Bedingungen, so der Minister.
Im Jahr 2025 hat die Polizei insgesamt 224.126 Straftaten registriert. 2024
waren es noch 239.388 Straftaten. Dies entspricht einem Rückgang um 15.262 Fälle
(-6,4 Prozent). Ohne ausländerrechtliche Verstöße umfasst die PKS 2025 insgesamt
216.383 Straftaten. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 12.069 Fällen
und damit 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Die rückläufigen Zahlen
erstrecken sich in diesem Jahr auf alle Straftatenobergruppen. Dies ist eine
insgesamt positive Entwicklung, die zeigt, dass unsere Maßnahmen zur
Kriminalitätsbekämpfung Wirkung zeigen", so Ebling.
Ebenfalls positiv ist in diesem Jahr die Aufklärungsquote von 64,8 Prozent. Sie
liegt damit leicht über dem Wert des Vorjahres (64,3 Prozent) und bleibt
weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der
erfassten Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner, liegt mit 5.427 deutlich unter
dem Vorjahreswert (5.803). "Die Häufigkeitszahl ist ein wichtiger Gradmesser für
die objektive Sicherheitslage. Mit Ausnahme des Pandemiejahres 2021 weist die
diesjährige PKS die niedrigste Zahl seit fast 40 Jahren aus", so Minister
Ebling.
Leicht rückläufig ist auch die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle
Selbstbestimmung. 2025 wurden 6.177 Fälle registriert, 0,9 Prozent weniger als
im Vorjahr. Die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit
gingen leicht um 0,4 Prozent auf 47.052 Fälle zurück. Die darin enthaltene Zahl
der Körperverletzungsdelikte sank um 749 Fälle auf 28.911.
Bei Fällen der häuslichen Gewalt ist mit 13.504 Fällen erneut ein leichter
Anstieg zu verzeichnen. "Die Entwicklung zeigt, dass wir diesem Deliktsfeld
weiterhin besondere Aufmerksamkeit widmen müssen. Gleichzeitig kann eine
steigende Anzeigebereitschaft auch Ausdruck einer zunehmenden Sensibilisierung
und eines ausgebauten Hilfesystems sein", so Ebling.
Positiv hervorzuheben ist der Rückgang bei den Diebstahlsdelikten um 3,1 Prozent
auf 59.508 Fälle. Besonders deutlich sanken unter anderem die Zahlen beim
Ladendiebstahl, beim Diebstahl an und aus Kraftfahrzeugen sowie beim
Fahrraddiebstahl. Eine Zunahme ist hingegen beim Wohnungseinbruchdiebstahl zu
verzeichnen. Mit 2.936 Fällen gab es landesweit einen Anstieg um 310 Fälle.
"Auch wenn wir hier einen Anstieg sehen, liegt die Zahl der Wohnungseinbrüche
weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Vor zehn Jahren wurden in
Rheinland-Pfalz noch mehr als doppelt so viele Fälle registriert", sagte Ebling.
Auch die Zahl der Geldautomatensprengungen ging erneut deutlich zurück. "In der
PKS sind hierzu keine expliziten Fallzahlen aufgeführt. Vielmehr wertet das
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz die Delikte in einem eigenen Lagebild aus. Aus
diesem Lagebild geht hervor, dass nach 23 Taten im Jahr 2024 im vergangenen Jahr
nur noch 12 Geldautomatensprengungen registriert wurden", sagte LKA-Präsident
Mario Germano.
"Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet eine verlässliche Grundlage, um die
Kriminalitätslage sachlich und über längere Zeiträume hinweg einzuordnen. Sie
macht Entwicklungen transparent und ermöglicht gezielte Maßnahmen zur
Kriminalitätsbekämpfung", so Ebling. Dabei werde sie kontinuierlich in
Abstimmung mit Bund und Ländern weiterentwickelt. Gleichzeitig erfordere die PKS
stets eine sachgerechte Interpretation, da statistische Daten auch selektiv
genutzt werden könnten, um bestimmte Narrative zu stützen. Deshalb sei es
entscheidend, Fall-, Opfer- und Tatverdächtigenzahlen im richtigen Verhältnis
und in einem objektiven Kontext darzustellen. Als sogenannte Ausgangsstatistik
erfasst die PKS nur Fälle, die nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen an
die Staatsanwaltschaft übermittelt wurden.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle
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