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Kiefersfelden / Rosenheim (ots) - Die Bundespolizei hat am Samstag (7. März)
einen Somalier ins Gefängnis nach Bernau eingeliefert. Der alkoholisierte
32-Jährige war in der Nacht des vorausgegangenen Tags in einem Regionalzug von
Kufstein in Richtung Rosenheim unterwegs. Am Bahnhof in Kiefersfelden nahmen ihn
die Beamten fest, nachdem er während der Fahrt eine Zugbegleiterin offenbar
aggressiv angegangen war. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er mit
gleich zwei Haftbefehlen gesucht wurde.
Bei der Fahrscheinkontrolle im Zug stellte sich heraus, dass der Mann über keine
Fahrkarte verfügte. Nach ersten Erkenntnissen beleidigte der offenkundig
Betrunkene die Zugbegleiterin und spuckte sie mehrfach an. Am Kiefersfeldener
Bahnhof nahmen die verständigten Bundespolizisten den somalischen
Staatsangehörigen in Empfang. Die Kontrolle ergab, dass der Afrikaner keine
Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland hatte. Mithilfe
seiner Angaben, die später mit Fingerabdrücken bestätigt werden konnten, stellte
sich heraus, dass die Amtsgerichte in Rosenheim und Stuttgart gegen ihn
Strafbefehle wegen Leistungserschleichung beziehungsweise Urkundenfälschung
erlassen hatten. Demnach hätte er Geldstrafen in Höhe von zusammengerechnet
knapp 1.300 Euro zahlen müssen. Da er seine Justizschulden nicht begleichen
konnte, musste er ersatzweise für die Dauer von rund 130 Tagen in Haft.
Bevor er in die Justizanstalt Bernau überstellt wurde, brachten die Beamten den
in Österreich registrierten Somalier in die Bundespolizei-Dienststelle nach
Rosenheim. Dort wurde er wegen Leistungserschleichung, Beleidigung,
Körperverletzung und illegaler Einreise angezeigt. Während der Festgenommene auf
seinen Transport in die Bernauer Haftanstalt wartete, zog er es vor in seine
Gewahrsamszelle zu urinieren, statt die Toilette zu benutzen. Für die notwendig
gewordene Sonderreinigung wird der Mann voraussichtlich noch zur Kasse gebeten
werden.
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Dr. Rainer Scharf
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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6232163
OTS: Bundespolizeidirektion München
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