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Braunschweig (ots) - Vor etwa drei Wochen durchsuchte die Kontrolleinheit
Verkehrswege (KEV) Göttingen des Hauptzollamts (HZA) Braunschweig im Flecken
Bovenden bei Göttingen ein Wohnhaus und stellte dort eine illegale Tankstelle
fest.
Zuvor ging beim ZOLL ein anonymer Hinweis ein, dass sich im Keller des Hauses
eine selbst hergestellte illegale Betankungseinrichtung befinden soll. Illegal
deshalb, da Heizöl (gekennzeichnetes Gasöl) als Kraftstoff für Fahrzeuge
bereitgehalten und verwendet worden sei.
Heizöl unterliegt nach dem Energiesteuergesetz einem günstigeren Steuersatz,
wird zur Unterscheidung mit einem besonderen Farbstoff gekennzeichnet und darf
nicht als Kraftstoff genutzt werden. Andernfalls handelt es sich um
Steuerhinterziehung, die auch "Heizölverdieselung" genannt wird.
Bei der Durchsuchung stellten die Zöllnerinnen und Zöllner vier Tanks mit einem
Fassungsvermögen von insgesamt 3.200 Litern fest, die noch zur Hälfte mit Heizöl
gefüllt waren. Eine Ölheizung war jedoch nicht an die Tanks angeschlossen.
Die Proben der Tankinhalte der zum Haushalt gehörende Fahrzeuge bestätigte, dass
diese kein Diesel, sondern das gekennzeichnete Gasöl enthielten.
Noch vor Ort leitete der ZOLL Steuerstrafverfahren ein, in welchen nun ermittelt
wird, wie viel Heizöl in der Vergangenheit bezogen wurde und ob möglicherweise
auch eine Abgabe an Dritte erfolgt ist. Der Steuerschaden, der bereits während
der Durchsuchung festgestellt werden konnte beläuft sich bereits auf über 1.600
Euro.
Die Ermittlungen werden von der Strafsachen- und Bußgeldstelle des Hauptzollamts
Braunschweig geführt und dauern an. Den Beschuldigten drohen Geldstrafen oder
Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Braunschweig
Stv. Pressesprecherin
Nadine Laufer
Telefon: 0531/1291-8506
E-Mail: Presse.HZA-Braunschweig@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121224/6233111
OTS: Hauptzollamt Braunschweig
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