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Stralsund (ots) - Am Dienstag, dem 10. März 2026 stellte der Innenminister
Christian Pegel die vorläufigen Zahlen der Verkehrsunfallstatistik für
Mecklenburg-Vorpommern für das Berichtsjahr 2025 vor.
Ergänzend veröffentlicht die Polizeiinspektion Stralsund im Folgenden die
Verkehrsunfallbilanz des vergangenen Jahres für ihren Zuständigkeitsbereich: Im
Landkreis Vorpommern-Rügen ereigneten sich im Jahr 2025 insgesamt 8.194
Verkehrsunfälle, die durch die Polizei aufgenommen wurden (Im Vergleich das
Vorjahr 2024: 8.406). Damit nahm die Zahl im Zuständigkeitsbereich der
Polizeiinspektion Stralsund leicht ab. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl
landesweit im Jahr 2025 um 0,3 Prozent an.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg gegenüber dem Vorjahr
zwar geringfügig an, die Anzahl der verunglückten Personen (leicht, schwer und
tödlich verletzte Menschen) reduzierte sich allerdings. Im vergangenen Jahr
ereigneten sich 734 Unfälle mit Personenschaden. Im Vorjahreszeitraum waren dies
noch 729 Verkehrsunfälle. Bei diesen Unfällen wurden 173 Personen schwer (2024:
191) und 772 Personen leicht verletzt. (2024: 785).
Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer sank im Jahr 2025 um 13 Getötete.
Während 2024 noch 20 Menschen in Folge eines Verkehrsunfalls im Landkreis
Vorpommern-Rügen verstarben, lag die Zahl im Jahr 2025 bei sieben. Bei den
verstorbenen Verkehrsteilnehmern handelte es sich drei Mal um PKW-Fahrer, in
zwei Fällen um Fußgänger, und jeweils einmal um LKW- beziehungsweise um
Motorradfahrer. Beim Alter der Getöteten war eine Person unter 25 Jahren, zwei
zwischen 25 und 60 Jahren und vier Personen über 60 Jahren alt. So sind im Jahr
2025 keine Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall im Zuständigkeitsbereich der
Polizeiinspektion Stralsund tödlich verunglückt.
Allerdings ereigneten sich im Jahr 2025 immerhin 311 Unfälle mit beteiligten
Radfahrern (2024: 283). Dabei wurden 58 Personen schwer (2024: 47) und 226
leichtverletzt (2024: 193). Die hohe Anzahlt der Verletzten im Vergleich zu den
Unfällen mit Fahrradbeteiligung verdeutlicht, wie ungeschützt und mit welchen
großen Risiko Zweiradfahrer unterwegs sind. Ein Helm kann schwere
Kopfverletzungen verhindern oder zumindest abmindern. Auch aus diesem Grund hat
das Polizeipräsidium Neubrandenburg im Jahr 2025 die Kampagne "Denk smart - Helm
auf!" ins Leben gerufen. Um auf das Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr
zu schärfen und die Bedeutung eines Fahrradhelms hinzuweisen.
Die Ursachenanalyse aller Unfälle zeigt, dass im Jahr 2025 die Unfallursache
Vorfahrt auf Platz eins der registrierten Verkehrsunfälle mit Personenschäden im
Landkreis Vorpommern-Rügen war. Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle mit dieser
Hauptunfallursache steig im Vergleich zum Vorjahr deutlich an auf 213 (2024:
118). Die zweithäufigste Unfallursache im Landkreis Vorpommern-Rügen stellt
Geschwindigkeit dar (2025:138, 2024: 121). An dritter Stelle stehen die Ursachen
Abstand (2025: 89, 2024: 118) gefolgt von Verstößen gegen das Rechtsfahrgebot
mit 62 Unfällen und Verkehrsunfällen unter Alkohol- bez. Drogeneinfluss mit 46.
Betrachtet man hingegen alle im Landkreis Vorpommern-Rügen registrierten Unfälle
ist die Hauptursache Wild. Zusammenstöße mit Wild (2689) stellen mit rund einem
Drittel einen erheblichen Anteil dar.
Die Verkehrssicherheitsarbeit hat fortdauernd einen hohen Stellenwert in der
Polizeiinspektion Stralsund. Ziel ist es, die Zahlen der Verkehrsunfälle mit
Personen- und schweren Sachschäden durch zielgerichtete Maßnahmen der
Verkehrssicherheitsarbeit und Verkehrsprävention zu verringern. Im Bereich der
Prävention sind die Mitarbeiterinnen der PI Stralsund bei rund 320
Präventionsveranstaltungen im Jahr 2025 im Einsatz gewesen - überwiegend bei
Vor- und Grundschulkindern (für den sicheren Schulweg), aber auch bei (jungen)
Fahranfängern (Alkohol, Drogen, Ablenkung) bis hin zu Senioren.
Bei den Verkehrskontrollen im vergangenen Jahr wurden fast 42.000
Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und geahndet. Etwas mehr als 7.000
Verkehrsteilnehmer wurden direkt nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung in
einer Anhaltekontrolle mit ihrem Fehlverhalten der Nichteinhaltung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit konfrontiert. Die Polizistinnen und Polizisten
ahndeten zudem fast 2.200 Handyverstöße und stellten über 1.000 Alkohol- und
Drogenverstößen im Straßenverkehr fest.
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