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Giessen (ots) - Marburg-Biedenkopf: Kriminalpolizei warnt vor falschen
Bankmitarbeitern
Die Kriminalpolizei in Marburg registrierte am Donnerstagnachmittag (19.03.2026)
mehrere Fälle, in denen sich Betrüger am Telefon als Bankmitarbeiter ausgaben,
um so an die Bankkarten und Geheimzahlen ihrer Opfer zu gelangen. Erhalten sie
die Karten, werden diese bereits kurze Zeit später zum Geldabheben an Automaten
oder bei Bezahlvorgängen eingesetzt. In mindestens einem Fall hatten die
Betrüger am Donnerstagnachmittag im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dieser
Masche auch Erfolg. Es ist nicht auszuschließen, dass die Telefonganoven ihr
Glück mit weiteren Anrufen im Landkreis versuchen. Die Kripo warnt daher vor den
betrügerischen Anrufen.
Die Gauner gehen dabei wie folgt vor: sie melden sich telefonisch bei ihren
Opfern und geben vor, Mitarbeiter der Hausbank zu sein. Anschließend tischen sie
den angerufenen Personen eine Geschichte auf, zum Beispiel, dass mit deren Daten
eine größere Bestellung in Auftrag gegeben worden sei. Die Bankkarte müsse daher
zuvor von Betrügern ausgelesen worden sein. Um zu prüfen, ob es sich bei der
Karte, die sich im Besitz der Angerufenen befindet, um eine Fälschung handelt,
sei bereits ein Bankmitarbeiter auf dem Weg. Die Opfer werden dabei angewiesen,
das Telefonat nicht zu beenden und keine weiteren Anrufe entgegenzunehmen. Kurz
darauf erscheint ein angeblicher Bankangestellter und holt die Karte ab. Er gibt
zudem vor, die PIN zu benötigen, um prüfen zu können, ob es sich tatsächlich um
eine Fälschung handelt. Mit der Karte und der PIN heben die Täter anschließend
Geld an einem Automaten ab.
In Rauschenberg erhielt ein Senior am Donnerstagnachmittag einen solchen Anruf.
Hierbei ging der Anrufer sogar noch einen Schritt weiter. Er forderte den
Rentner auf, sein Bargeld im Haus zusammenzusuchen. Der Bankmitarbeiter, der auf
dem Weg zu dem Rauschenberger sei, müsse dieses zählen. Kurze Zeit später
klingelte der angekündigte angebliche Mitarbeiter der Bank an der Tür des
Seniors. Er ließ sich das Geld sowie die Bankkarte zeigen. Während der Anrufer
den Rentner am Telefon weiter ablenkte, verließ der Abholer das Haus mit 6.000
EUR Bargeld und der Bankkarte.
Die Polizei empfiehlt, am Telefon keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu
erteilen. Durch die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder Banken werden
telefonisch keine Fragen zu möglichen Geldzahlungen gestellt oder gefordert,
Bankkarten samt PIN an einen Abholer zu übergeben. Ihre Geheimzahl bleibt geheim
und geht niemanden etwas an! Übergeben Sie kein Geld und keine Wertgegenstände
an Fremde! Sollte Ihre Bankkarte abhandengekommen sein, veranlassen Sie
unverzüglich die Sperrung über Ihre Bank oder den bundesweiten Sperrnotruf 116
116. Sensibilisieren und informieren Sie Ihre Angehörigen über solche
Betrugsmaschen.
Tobias Schwarz, Pressesprecher
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