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Bremen (ots) -
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Ort: Bremen-Borgfeld
Zeit: 21.03.26 - 22.03.26
Ein ungewöhnlicher Fall von "Kunst im öffentlichen Raum" beschäftigte die
Polizei Bremen am Samstagabend: Ein 20 Jahre alter Mann besprühte in Borgfeld
einen mobilen Geschwindigkeitsmessanhänger - und setzte diesen damit
vorübergehend außer Betrieb.
Ein aufmerksamer Passant meldete den Vorfall über den Notruf. Beim Eintreffen
der Einsatzkräfte war der Täter jedoch bereits verschwunden. Der Anhänger war zu
diesem Zeitpunkt großflächig mit oranger Farbe besprüht und nicht mehr
einsatzfähig.
Was der Künstler offenbar nicht bedacht hatte: Seine Aktion fand später per
Video den Weg in die sozialen Netzwerke. Der 20-jährige Verursacher zeigte sich
daraufhin überraschend schnell einsichtig, suchte eigenständig eine Polizeiwache
auf und legte ein Geständnis ab. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er
entlassen. Die Funktionsfähigkeit des Blitzanhängers konnte inzwischen
wiederhergestellt werden.
Die Geschichte war damit allerdings noch nicht ganz zu Ende: In der gleichen
Nacht kam es zu einer weiteren Sachbeschädigung, diesmal mit grauer Farbe.
Wir weisen darauf hin: Solche Aktionen sind kein Kavaliersdelikt. Die Polizei
Bremen ermittelt unter anderem wegen der Störung öffentlicher Betriebe sowie der
Beschädigung wichtiger Arbeitsmittel. Hierfür sieht das Gesetz Geldstrafen oder
Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor. Zudem wird geprüft, ob entstandene
Kosten oder mögliche Einnahmeausfälle geltend gemacht werden können.
Kurz gesagt: Diese "Kunstversuche" dürften teuer werden.
Rückfragen bitte an:
Pressestelle Polizei Bremen
Pressestelle
Nils Matthiesen
Telefon: 0421 361-12114
http://www.polizei.bremen.de
http://www.polizei-beratung.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/35235/6240737
OTS: Polizei Bremen
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