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POL-DO: Perfide Masche nach Todesanzeigen: Senioren im Visier von Betrügern |
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| 16.04.2026 10:41 Uhr |
Polizei Dortmund |
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Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 0313
Betrugsfälle durch Schockanrufe bei älteren Menschen verunsichern die
Gesellschaft und insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörige.
Die Polizei gibt dazu Präventionshinweise.
Das Fachkommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Dortmund
möchte in diesem Zusammenhang auf eine besonders perfide Betrugsmasche am
Telefon hinweisen. Sie betrifft vorwiegend ältere Menschen, welche sich nach dem
schmerzlichen Verlust eines Angehörigen in der Trauerphase befinden.
Durch die Veröffentlichung von Vornamen, Familiennamen und
Verwandtschaftsverhältnissen in Traueranzeigen gelangen auch Betrüger an die
sensiblen Daten.
Die Täter nutzen diese Daten in Verbindung mit Einträgen in Telefonbüchern sowie
aus dem Internet für sogenannte "Schockanrufe" bei den Hinterbliebenen.
Mit der Legende einer angeblichen Tochter oder Enkelin sowie falscher
Polizeibeamter oder Staatsanwälte melden sich die Täter bei den Hinterbliebenen,
sprechen diese am Telefon mit den Namen aus der Traueranzeige an und täuschen
einen Notfall vor.
Ziel dieser Anrufe ist es, die bereits psychisch belasteten Senioren zur
Übergabe oder Überweisung einer hohen Kaution zur Abwendung einer Haft zu
bewegen. Die persönliche Ansprache und Kenntnisse über die
Verwandtschaftsverhältnisse aus der Traueranzeige ermöglichen es den Tätern das
Vertrauen beim Opfer zu erlangen.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:
- Sensibilisieren Sie die Angehörigen für dieses Thema und
empfehlen Sie nach Möglichkeit keine persönlichen Familiendaten
in der Zeitung zu veröffentlichen
- Verweisen Sie bitte auf die Möglichkeit, die genauen
Informationen zur Bestattung, wie Datum und Uhrzeit, über das
Bestattungsunternehmen zu erhalten. Es hat schon Fälle gegeben,
in denen die Täter die Abwesenheit für einen Einbruch genutzt
haben.
- Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen hohe
Geldforderungen gestellt werden, insbesondere, wenn die Anrufer
Druck ausüben oder eine emotionale Notlage ausnutzen.
- Beenden Sie das Telefonat, indem Sie den Hörer auflegen oder die
entsprechende Taste am Telefon drücken. Informieren Sie
anschließend sofort die Polizei unter der Nummer 110.
- Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um
die Angaben zu überprüfen. Geben Sie unbekannten Personen keine
Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible
Daten.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte
Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei,
Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
- Vermeiden Sie es, in der Traueranzeige Ihre eigene Anschrift
oder die des Verstorbenen anzugeben. Nennen Sie stattdessen die
Kontaktdaten des Bestattungshauses. So finden eventuelle
Kondolenzbriefe trotzdem den Weg zu den Angehörigen und Sie
vermeiden ungebetene Gäste in den eigenen vier Wänden.
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Dortmund
Diana Krömer
Telefon: 0231/132-1022
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/4971/6256333
OTS: Polizei Dortmund
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Dortmund
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