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München (ots) - Umfangreiche Baumaßnahmen bereiteten das Münchner BMW-Stammwerk
auf die Elektromobilität vor. Begleitet hat diesen Prozess das auf Bau,
Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer
SE. Mit einem interdisziplinären Team aus Projektsteuerung, Bau- und
BIM-Management unterstützte das Unternehmen die Koordination des Projekts und
setzte dabei gemeinsam mit der BMW Group und der PORR AG auf eine kooperative,
klar strukturierte Projektabwicklung.
"Industrieprojekte wie dieses erfordern eine präzise Abstimmung aller
Beteiligten unter hohem Zeitdruck", sagt Simon Rogalski, Associate Partner bei
Drees & Sommer. Im eng getakteten Zeitplan zählte jede Woche: "Im April 2023
haben wir die Abbrucharbeiten gestartet. Weniger als dreieinhalb Jahre später
rollen die ersten Fahrzeuge vom Band", so der Experte.
Partnering als Erfolgsfaktor
Grundlage des Projekterfolgs und der termingerechten Umsetzung war eine
frühzeitige, strukturierte und eng abgestimmte Zusammenarbeit aller
Projektbeteiligten. So wurde zeitnah nach Projektbeginn bereits ein
'Generalübernehmer im Partnering' gesucht und beauftragt. Die BMW Group, das
österreichische Bauunternehmen PORR AG und die Drees & Sommer SE arbeiteten
dabei von Beginn an mit klaren Rollen, abgestimmten Prozessen und einem
gemeinsamen Verständnis für die Projektziele zusammen. "Wer Verantwortung
übernimmt, kommuniziert anders", bringt es Maximilian Lammel, Senior Teamleiter
bei Drees & Sommer, auf den Punkt. Durch die enge Abstimmung konnten
Schnittstellen reduziert, Entscheidungswege unterstützt und Informationen
transparent gehalten werden. Dass ein Umbau dieser Größenordnung im laufenden
Betrieb termingerecht umgesetzt werden konnte, ist für Maximilian Lammel daher
Ausdruck einer kooperativen und professionellen Projektarbeit: "Die enge
Zusammenarbeit der Beteiligten schuf eine transparente und lösungsorientierte
Arbeitsumgebung, die das gegenseitige Verständnis und die gemeinsame Ausrichtung
auf den Projekterfolg gefördert hat."
Effizient zum Ziel mit Lean-Prinzipien
Flankiert wurde die Zusammenarbeit durch die Prinzipien des Lean Managements -
eine Methode, die aus der Automobilbranche stammt. In der Fahrzeugfertigung
greift jeder Handgriff präzise in den nächsten und es ist auf die Sekunde
festgelegt, welches Fahrzeug in welcher Konfiguration wann das Band verlässt.
Stockt der präzise getaktete Ablauf, greifen die Verantwortlichen umgehend ein,
suchen die Ursache und beheben sie. Auf gewöhnlichen Baustellen verhält es sich
anders; hier fallen Fehler oft erst spät auf und führen im Notfall dazu, dass
der gesamte Betrieb ins Stocken gerät. "Mit der von uns entwickelten Methode des
Lean Construction Managements übertragen wir das Prinzip aus der
Automobilindustrie auf die Baustelle", sagt Maximilian Lammel. Gerade weil Drees
& Sommer die baulichen Maßnahmen im Bestand begleitete, war es zwingend
notwendig, dass Planungs- und Ausführungsprozesse so effizient und detailliert
wie möglich aufgesetzt waren: Genau festgelegt war beispielsweise, welche
Beschäftigten, Maschinen und Materialien zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort
gebraucht wurden. Jeder einzelne Schritt war so abgestimmt, dass die laufende
Produktion ununterbrochen weiterlaufen konnte, Gewerke sich dabei nicht
gegenseitig behinderten und es zu keinen Leerläufen kommen konnte.
Der Bau beginnt im Modell
Doch ein so enger Zeitrahmen lässt sich nicht allein über eine saubere
Bauausführung halten; mindestens ebenso wichtig ist das digitale Modell
dahinter. "Wir wollen auf der Baustelle keine bösen Überraschungen erleben,
deshalb planen wir vorab virtuell", sagt Simon Rogalski. Konkret heißt das:
Bevor der erste Spatenstich erfolgt, entsteht von jedem Gebäude ein digitaler
Zwilling, in dem alle relevanten Daten an einer Stelle gebündelt sind. "In
diesem Modell hinterlegen unsere Planerinnen und Planer beispielsweise die
Geometrie der neuen Hallen, welche Materialien verbaut werden, was sie kosten
und welche Eigenschaften sie beim Schall- und Brandschutz mitbringen", erläutert
Rogalski. Anfangs verlangt eine derart tiefe Ausarbeitung mehr Vorarbeit; über
die gesamte Projektdauer rechnet sie sich jedoch. Da sämtliche Planungs- und
Baubeteiligten auf dieselbe digitale Grundlage zugreifen, liegen die einzelnen
Informationen ohne Umwege vor. Geraten einzelne Entwürfe in Konflikt, zeigt sich
das direkt im digitalen Modell, statt erst auf der Baustelle, wo solche
Kollisionen teure Verzögerungen verursachen würden.
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OTS: Drees & Sommer SE
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