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Teltow (ots) - Subway gehört zu den bekanntesten Franchise-Systemen der Welt und
wirbt mit einem etablierten Konzept und einer starken Marke. Doch der Einstieg
in ein Franchise bedeutet weit mehr als die Eröffnung eines Restaurants.
Investitionskosten, laufende Gebühren, Standortwahl und wirtschaftliche
Kalkulation entscheiden darüber, ob sich das Geschäftsmodell langfristig
rechnet. Wer sich ausschließlich vom Markennamen leiten lässt, kann schnell eine
kostspielige Fehlentscheidung treffen.
Ein starkes Franchise-System kann den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern -
eine Erfolgsgarantie ist es aber nicht. Entscheidend sind die Wirtschaftlichkeit
des Standorts, realistische Kalkulationen und die Frage, ob das Konzept wirklich
zur eigenen unternehmerischen Situation passt. Hier erfahren Sie, worauf Gründer
vor dem Einstieg bei Franchise-Systemen wie Subway besonders achten sollten,
welche Kosten häufig unterschätzt werden und welche Fragen sich Interessenten
stellen sollten, bevor sie einen Franchisevertrag unterschreiben.
Ein bekanntes Konzept nimmt Arbeit ab - aber nicht die Verantwortung
Mit rund 35.000 bis 40.000 Standorten weltweit zählt Subway zu den größten
Franchise-Systemen überhaupt. Das Unternehmen ist vor allem mit einem
vergleichsweise einfachen Konzept gewachsen: kleine Verkaufsflächen,
standardisierte Abläufe und eine klar definierte Produktpalette. Für Gründer
bietet das einen entscheidenden Vorteil: Viele Prozesse wurden bereits
entwickelt und über Jahre erprobt. Lieferanten, Arbeitsabläufe und
Qualitätsstandards stehen fest, sodass nicht jedes Detail selbst aufgebaut
werden muss.
Gerade für Menschen, die erstmals ein Unternehmen führen, kann dieser
strukturierte Rahmen den Einstieg erleichtern. Gleichzeitig bedeutet er aber
auch, dass Franchisenehmer nur begrenzten Spielraum für eigene Ideen haben.
Produkte, Prozesse und Qualitätsvorgaben werden weitgehend zentral festgelegt.
Wer sich für ein Franchise entscheidet, übernimmt deshalb nicht nur ein
Geschäftsmodell, sondern verpflichtet sich auch, dieses konsequent umzusetzen.
Der Kapitalbedarf wird häufig unterschätzt
Die Investitionskosten für einen Subway-Standort liegen je nach Objekt und
Ausstattung zwischen etwa 150.000 und 300.000 Euro. Enthalten sind unter anderem
Ladenbau, Einrichtung, Küchentechnik, Erstausstattung und die Kosten für die
Eröffnung.
Damit ist der Finanzbedarf jedoch längst nicht abgeschlossen. Neue Standorte
benötigen häufig mehrere Monate, bis sie stabile Gewinne erwirtschaften. In
dieser Zeit fallen Miete, Personalkosten, Wareneinsatz und weitere laufende
Ausgaben bereits an. Wer den Kapitalbedarf realistisch kalkulieren möchte,
sollte deshalb ausreichend Liquiditätsreserven für die Anlaufphase einplanen und
nicht ausschließlich auf die eigentliche Investitionssumme schauen.
Hinzu kommen laufende Franchise- und Marketinggebühren, die zusammen rund zwölf
bis 13 Prozent des Umsatzes betragen können. Dafür erhalten Franchisenehmer
unter anderem Schulungen, Unterstützung beim Betriebsaufbau, etablierte
Lieferantenstrukturen und eine laufende Betreuung.
Die Marke bringt Kunden - der Standort entscheidet über den Erfolg
Eine bekannte Marke kann den Einstieg erleichtern, ersetzt aber keine
sorgfältige Standortanalyse. Gerade bei einem Konzept wie Subway hängt die
Wirtschaftlichkeit maßgeblich davon ab, wie viele potenzielle Kunden täglich
erreicht werden. Gleichzeitig sind stark frequentierte Lagen häufig mit höheren
Mietkosten verbunden, sodass beide Faktoren gemeinsam betrachtet werden müssen.
Vor einer Vertragsunterzeichnung sollten Interessenten deshalb nicht nur die
Investitionskosten kennen, sondern auch die wirtschaftlichen Kennzahlen
vergleichbarer Standorte hinterfragen. Dazu gehören unter anderem die
durchschnittliche Kundenfrequenz, der Bon pro Kunde, die Personal- und
Mietkosten sowie der Wareneinsatz. Erst aus dem Zusammenspiel dieser Werte lässt
sich abschätzen, welche Gewinnmargen tatsächlich erreichbar sind.
Zwar werden für Subway häufig Jahresumsätze zwischen 400.000 und 800.000 Euro
sowie Margen von etwa acht bis 15 Prozent genannt. Solche Durchschnittswerte
können jedoch lediglich eine Orientierung bieten. Ob ein einzelner Standort
erfolgreich wirtschaftet, hängt immer von den konkreten Rahmenbedingungen vor
Ort ab.
Franchise ist keine passive Geldanlage
Ein häufiger Irrtum besteht darin, ein Franchise als weitgehend selbstlaufendes
Geschäftsmodell zu betrachten. Tatsächlich übernehmen Gründer gerade in der
Anfangsphase zahlreiche Aufgaben gleichzeitig. Neben dem Tagesgeschäft gehören
Personalplanung, Schichtorganisation, Qualitätssicherung, Warenbestellung sowie
betriebswirtschaftliche und organisatorische Aufgaben zum Arbeitsalltag.
Arbeitswochen mit deutlich mehr als 40 Stunden sind deshalb insbesondere in den
ersten Monaten keine Seltenheit.
Erst wenn sich die Abläufe etabliert haben oder mehrere Standorte betrieben
werden, lassen sich operative Aufgaben schrittweise an Mitarbeitende oder
Standortleiter übertragen. Viele erfolgreiche Franchisenehmer entwickeln sich
genau auf diesem Weg vom Betreiber eines einzelnen Standorts zum Unternehmer mit
mehreren Filialen.
Ein Franchise-System kann den Weg in die Selbstständigkeit deutlich erleichtern,
weil es auf bewährten Strukturen aufbaut und typische Anfangshürden reduziert.
Den wirtschaftlichen Erfolg garantiert es jedoch nicht. Wer sich für Subway oder
ein anderes Franchise entscheidet, sollte deshalb nicht in erster Linie auf den
Markennamen vertrauen, sondern das Konzept genauso kritisch prüfen wie jede
andere Unternehmensgründung. Eine realistische Finanzplanung, belastbare
Standortdaten und die Bereitschaft, selbst unternehmerische Verantwortung zu
übernehmen, bleiben die entscheidenden Voraussetzungen für einen erfolgreichen
Start.
Über Jana Jabs:
Jana Jabs ist Franchise-Expertin und begleitet Unternehmen bereits seit mehr als
zehn Jahren beim Aufbau einer digitalen Wissenssammlung. Als Franchise-Beraterin
unterstützt sie Unternehmer dabei, ein nachhaltiges Franchise-System aufzubauen
und ihr Business-Wissen digital als Handbuch abzubilden und allen Mitarbeitern
zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen dazu unter:
https://www.franchisemacher.de/
Pressekontakt:
Die FranchiseMacher GmbH
Vertreten durch: Jana Jabs und Eugen Marquard
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