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Führende SPD-Politiker in NRW mahnen neues Erscheinungsbild der Sozialdemokraten an

11.08.2026 03:05 Uhr Kölner Stadt-Anzeiger

Berlin (ots) - NRW-Spitzenkandidat Ott empfiehlt SPD britische Labour-Partei als Vorbild - "Menschen müssen wissen, wofür die SPD in der Regierung steht" Kölns Oberbürgermeister Burmester: "Ich erwarte, dass wir uns zusammenrappeln in der SPD"

Nach Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) hat auch der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in NRW, Jochen Ott, Korrekturen am Erscheinungsbild der Sozialdemokraten angemahnt. Für die schwarz-rote Bundesregierung "brauchen wir eine Erzählung", sagte Ott dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). Die SPD habe an vielen Stellen ein Stoppschild gesetzt - "diese Rolle ist wichtig, aber sie reicht als politische Erzählung und Vision nicht aus". Die Menschen müssten wissen, "wofür die SPD in der Regierung steht". Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion empfahl seiner Partei, sich an der britischen Labour-Partei unter dem neuen Premierminister Andy Burnham zu orientieren. "Großbritannien zeigt gerade, wie es gehen kann", sagte Ott. Berufstätige und ihre Familien müssten spürbar in ihrem Alltag entlastet werden. Sie müssten erleben, dass Politik ihr Leben verbessere.

Burmester hatte ebenfalls eine Kurskorrektur angemahnt, dabei aber etwas andere Akzente gesetzt. Es frustriere die Menschen nur, wenn sich die SPD als "Stoppzeichen der Bundesregierung" darstelle, die Schlimmeres verhindere, sagte er dieser Zeitung. "Ich erwarte, dass wir uns zusammenrappeln in der SPD und gemeinsam mit der Union eine Erzählung für diese Bundesregierung schaffen." Konkret schlug Burmester eine neue Erzählung für die soziale Marktwirtschaft vor. "Auf der einen Seite brauchen wir Freiheit für die Wirtschaft. Auf der anderen Seite muss sich der Staat verpflichten, die Menschen zu unterstützen, die temporär in Not geraten", sagte er. Vorausgesetzt, es gebe eine Erwerbsabsicht und einen Leistungsgedanken.

Das autorisierte Ott-Statement (E-Tag Dienstag, 11.8.)

"Wir brauchen eine neue Erzählung für die Sozialdemokratie. Das haben wir aus NRW immer wieder deutlich gemacht. Großbritannien zeigt gerade, wie es gehen kann: Berufstätige und ihre Familien müssen spürbar in ihrem Alltag entlastet werden. Sie sind der Mittelpunkt unserer Politik. Der Staat muss schlicht funktionieren, und ihr Leben muss bezahlbar bleiben. Sie müssen erleben, dass Politik ihr Leben verbessert. Auch für die derzeitige Bundesregierung brauchen wir eine Erzählung. Wir haben als SPD an vielen Stellen ein wichtiges Stoppschild gesetzt - diese Rolle ist wichtig, aber sie reicht als politische Erzählung und Vision nicht aus. Die Menschen müssen wissen, wofür die SPD in der Regierung steht."

Pressekontakt:

Kölner Stadt-Anzeiger Newsdesk Telefon: 0221 224 2080

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/66749/6330846 OTS: Kölner Stadt-Anzeiger


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kölner Stadt-Anzeiger
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