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Frankfurt am Main (ots) -
- 39 Prozent der Unternehmen benötigen heute länger zur Besetzung offener
Stellen als noch vor einem Jahr
- Fehlende Kompetenzen (46 Prozent) und mangelnde Verfügbarkeit qualifizierter
Kandidaten (45 Prozent) sind die wichtigsten Ursachen für längere Vakanzzeiten
- Aber: Der Recruiting-Flaschenhals liegt nicht immer im Bewerbermarkt. Bei
knappen Talenten entscheidet immer stärker, wie handlungsfähig ein Unternehmen
intern ist.
Der Arbeitsmarkt ist für alle Unternehmen derselbe. Die Recruiting-Ergebnisse
sind es nicht. Das zeigt die aktuelle Zusatzbefragung der ManpowerGroup zum
Arbeitsmarktbarometer für das vierte Quartal 2026. Offene Stellen zu füllen,
wird demnach für viele Arbeitgeber zunehmend schwieriger. Gleichzeitig gelingt
es anderen, Positionen trotz derselben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
weiterhin schnell zu besetzen. Die Ergebnisse machen deutlich: Der Arbeitsmarkt
allein erklärt den Recruiting-Erfolg nicht. Neben dem Fachkräftemangel spielen
interne Prozesse, Zusammenarbeit und Geschwindigkeit die entscheidende Rolle.
Fast vier von zehn Unternehmen benötigen heute länger für die Stellenbesetzung
39 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Besetzung offener Stellen heute
länger dauert als noch vor einem Jahr. Nur 17 Prozent berichten von kürzeren
Besetzungszeiten, während 43 Prozent keine wesentliche Veränderung feststellen.
Die größten Hürden liegen dabei aus Sicht der Arbeitgeber weiterhin auf dem
Arbeitsmarkt selbst. Unternehmen, die heute länger für die Besetzung offener
Positionen benötigen, nennen als Hauptgründe fehlende Kompetenzen bei
Bewerberinnen und Bewerbern (46 Prozent) sowie einen Mangel an qualifizierten
Kandidatinnen und Kandidaten im lokalen Arbeitsmarkt (45 Prozent). Ebenfalls
häufig genannt werden unterschiedliche Erwartungen von Unternehmen und
Bewerbenden (26 Prozent) sowie Kontaktabbrüche seitens der Bewerbenden während
des Bewerbungsprozesses (19 Prozent). 18 Prozent der Unternehmen berichten, dass
sie seltener geeignete Kandidatinnen und Kandidaten über Empfehlungen oder
berufliche Netzwerke finden.
"Über Fachkräftemangel sprechen wir seit Jahren. Die spannendere Frage ist
deshalb: Warum schaffen es manche Unternehmen trotzdem, ihre Stellen schnell zu
besetzen? Unsere Daten zeigen, dass der Unterschied nicht nur im Arbeitsmarkt
liegt, denn der ist ja für alle gleich. Recruiting-Erfolg hängt mehr denn je
davon ab, wie schnell Unternehmen entscheiden, wie gut ihre Bereiche intern und
mit Partnern zusammenarbeiten und wie konsequent sie Kandidatinnen und
Kandidaten ansprechen", ordnet Faris Becirovc , Country Manager und Vorsitzender
der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland , die Umfrageergebnisse ein.
Erfolgreiche Arbeitgeber setzen auf Geschwindigkeit, Zusammenarbeit und
Flexibilität
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Unternehmen, die offene Stellen
heute genauso schnell oder sogar schneller besetzen als vor einem Jahr. Diese
Arbeitgeber nennen häufig Faktoren, die innerhalb des eigenen Unternehmens
liegen und somit von ihnen selbst beeinflusst werden können.
An erster Stelle steht die bessere Zusammenarbeit zwischen HR und Fachbereichen
(28 Prozent). Es folgen schnellere interne Freigaben und Entscheidungen (22
Prozent), eine gezieltere Ansprache potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten,
flexible beziehungsweise hybride Arbeitsmodelle sowie wirksamere (KI-gestützte)
Verfahren zur Vorauswahl von Bewerbungen (jeweils 21 Prozent). Die Ergebnisse
legen nahe, dass Recruiting-Erfolg nicht allein von der Verfügbarkeit geeigneter
Bewerber abhängt. Ebenso entscheidend ist, wie effizient Unternehmen ihre
Personalgewinnung organisieren.
"Unsere Befragung zeigt zwei Realitäten am Arbeitsmarkt: Während einige
Unternehmen vor allem fehlende Kompetenzen beklagen, gelingt es anderen, unter
denselben Bedingungen erfolgreich zu rekrutieren. Die erfolgreichsten
Arbeitgeber steuern Personalbedarf, Recruiting, interne Prozesse und externe
Workforce-Lösungen als Gesamtpaket. Ein modernes Workforce Management schafft
genau diese Verbindung und hilft, schneller auf veränderte Bedarfe zu
reagieren", so Becirovic.
Unternehmen können ihren Recruiting-Erfolg aktiv beeinflussen
Die Zusatzbefragung zeigt damit nicht nur die Herausforderungen am Arbeitsmarkt,
sondern auch konkrete Ansatzpunkte für Unternehmen. Wer Recruiting als
strategische Aufgabe versteht, Prozesse vereinfacht und die Zusammenarbeit
zwischen Personalabteilung, Fachbereichen und Partnern für das Workforce
Management verbessert, kann seine Chancen auf eine erfolgreiche Besetzung
offener Stellen deutlich erhöhen.
Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download. (https://www.manp
owergroup.de/de/insights/studien-und-research/studien/2026/09/30/13/04/arbeitsma
rktbarometer-meos-q4-2026-zusatzbefragung)
Über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer
Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey
(MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im
Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur
Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die Studie ist die
umfassendste zukunftsorientierte Beschäftigungsumfrage ihrer Art und misst
repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage
ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils vorausliegende Quartal. Die
Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit
bei Ökonom*innen, Arbeitsmarktexpert*innen und Finanzanalyst*innen Beachtung.
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Mit rund 6.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten
Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe
agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie
spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und
hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das
Unternehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerberinnen und Unternehmen am
Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt
Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden
Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln
und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In
Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der
amerikanischen ManpowerGroup(TM).
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