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Leinfelden-Echterdingen (ots) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erstmals
seit fast drei Jahren die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent
angehoben. Für Immobilienkäufer hat dieser Zinsschritt laut Remax Germany kaum
Auswirkungen, weil die Bauzinsen diese Entwicklung bereits seit Beginn des
Iran-Krieges vorweggenommen haben. "Höhere Zinsen haben Finanzierungen
verteuert. Aber der Kauf von Wohneigentum ist mit der richtigen Strategie weiter
möglich", sagt Loredana Scirè, Pressesprecherin des Immobilienmakler-Netzwerks
Remax Germany.
Kostete ein Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung im Juni 2025 im
Schnitt noch rund 3,5 Prozent effektiv, sind es nun knapp 4 Prozent. Was das
konkret bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel von Remax Germany: Bei einem Darlehen
über 300.000 Euro und zwei Prozent anfänglicher Tilgung lag die Monatsrate vor
einem Jahr bei rund 1.375 Euro. Heute sind es rund 1.500 Euro - etwa 125 Euro
mehr im Monat als im Juni 2025 oder 1.500 Euro im Jahr. Über die Dauer der
Zinsbindung gerechnet schlagen 15.000 Euro mehr zu Buche. Scirè: "Bei höheren
Kreditsummen fällt der Zinsanstieg natürlich stärker ins Gewicht und kann
darüber entscheiden, ob sich ein Interessent eine Immobilie leisten kann."
Fünf Tipps, wie der Schritt in die eigenen vier Wände trotz Zinswende gelingt.
Tipp 1: Eine Nummer kleiner planen - die Lebensabschnittsimmobilie
Höhere Zinsen schlagen vor allem bei großen Kreditsummen zu Buche. Wer die
Darlehenssumme reduziert, dämpft den Zinseffekt deutlich. "In vielen Ländern ist
es selbstverständlich, schon in jungen Jahren mit einem Apartment oder einer
kleinen 1-Zimmer-Eigentumswohnung in den Immobilienmarkt einzusteigen und sich
Schritt für Schritt zu vergrößern", sagt Scirè. Ist die erste Immobilie
abbezahlt oder im Wert gestiegen, dient sie als Sprungbrett für die
nächstgrößere.
Tipp 2: Tilgung klug wählen statt minimal kalkulieren
Eine Anfangstilgung von nur einem Prozent streckt die Rückzahlung auf
Jahrzehnte. Besser sind 1,5 oder gar 2 Prozent. Zugleich gilt: Die extrem hohen
Anfangstilgungen von drei oder vier Prozent aus der Niedrigzinsphase können
heute nur Kreditnehmer mit sehr hohen Einkommen realisieren. Das ist in diesem
Maß laut Scirè auch gar nicht nötig. Denn bei einem Annuitätendarlehen steigt
der Tilgungsanteil innerhalb der gleichbleibenden Rate automatisch: je höher der
Kreditzins, desto schneller wächst dieser Effekt. "Der höhere Tilgungsanteil
durch aktuell höhere Zinsen ist zwar teuer erkauft, beschleunigt aber dennoch
die Abzahlgeschwindigkeit", sagt sie.
Tipp 3: Lagen vergleichen - der Markt ist in Bewegung
Aktuell beobachtet Remax Germany Bewegung auf dem deutschen Immobilienmarkt.
Wirtschaftsstrukturelle Veränderungen, etwa in der Automobilindustrie, verändern
Lebensentwürfe: Menschen orientieren sich beruflich neu, wechseln Branche und
Region. "Dadurch kommen in vielen Märkten Immobilien auf den Markt, die es vor
wenigen Jahren nicht gegeben hätte. Wer bei der Lage links und rechts schaut,
findet attraktive Alternativen zum überhitzten Wunschviertel", so Scirè. Die
Expertin rät Käufern außerdem, hart zu verhandeln. Käufer müssen ihre
Preisvorstellungen an das Zinsniveau anpassen. Wer verkaufen muss, ist zu
Zugeständnissen beim Kaufpreis bereit. Maklerinnen und Makler unterstützen
Verkäufer und Käufer bei der marktgerechten Preisfindung.
Tipp 4: Eigenkapital stärken - das beste Mittel gegen hohe Zinsen
Je weniger Fremdkapital benötigt wird, desto weniger fallen hohe Zinsen ins
Gewicht. Zudem senkt Eigenkapital den Beleihungsauslauf: Finanziert die Bank
weniger als 80 oder gar 60 Prozent des Kaufpreises, gewährt sie spürbar bessere
Konditionen. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig und systematisch anzusparen.
Scirè: "Selbst wer aktuell nicht kaufen will, sollte die jüngste Zinsentwicklung
zum Anlass nehmen, endlich systematisch Kapital anzusparen."
Tipp 5: Puffer bewahren und Angebote vergleichen
So wichtig Eigenkapital ist: Nicht das gesamte Ersparte sollte in die
Finanzierung fließen. Eine Reserve von mindestens drei Netto-Monatsgehältern
federt unerwartete Ausgaben ab. Und weil sich die Konditionen der Banken aktuell
stark unterscheiden, gilt mehr denn je: mehrere Angebote einholen und auf
Sondertilgungsrechte achten. Maklerinnen und Makler können den Kontakt zu Banken
oder Finanzierungsvermittlern herstellen und dadurch die Finanzierungsabwicklung
erleichtern.
Über Remax Germany
Mit den meisten Transaktionen pro Makler ist Remax, gegründet 1973 in den USA,
das erfolgreichste Immobilienmakler-Netzwerk der Welt. Seine Wachstumskraft
beruht zum einen auf der angebotenen Dienstleistung, zum anderen auf der
Organisation als Franchisesystem. In den USA und Kanada hatte Remax erheblichen
Anteil am Wandel des Immobilienmarktes vom Privatverkauf zur allgemeinen
Akzeptanz des Immobilienmaklers als professioneller Dienstleister. Remax Germany
sitzt in Leinfelden-Echterdingen. Strategisch wird Remax Germany maßgeblich von
Adrian Burry geprägt, der auf über 30 Jahre internationale Remax Erfahrung
zurückblickt. Die Geschäftsführung verantwortet Gesellschafter Mischa Kunz. In
über 150 Immobilienbüros vermitteln über 800 Maklerinnen und Makler Immobilien
in Deutschland. Weltweit arbeiten bei Remax derzeit etwa 145.000
Immobilienmakler in ca. 9.000 Büros in mehr als 110 Ländern. Mehr Informationen
unter: http://www.remax.de
Pressekontakt:
SCRIVO Communications
Kai Oppel
Tel: +49 178 6150154
E-Mail: mailto:kai.oppel@scrivo.de
Web: http://www.scrivo.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/144121/6294522
OTS: RE/MAX Germany
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