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Frechen, Wesseling (ots) - Ein weiterer Anruf scheiterte
Die Polizei Rhein-Erft-Kreis fahndet nach einem etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann
mit schwarzen Haaren und schwarzem Vollbart. Der Unbekannte, zur Tatzeit mit
dunklem Oberteil und blauer Jeans bekleidet, soll Montagvormittag (29. Juni)
nach einem betrügerischen Anruf bei einer Frechenerin eine Bankkarte abgeholt
haben. Wenig später wurde an einem Automaten Bargeld abgehoben.
Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen
aufgenommen und suchen Zeugen. Hinweise nehmen sie telefonisch unter 02271 81-0
oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Laut ersten Informationen habe die Seniorin gegen 10.30 Uhr einen Anruf eines
angeblichen Mitarbeiters einer Bank erhalten. Der falsche Bankmitarbeiter sprach
von einer notwendigen Kartenüberprüfung, weil aktuell Betrüger aktiv seien. Der
Mann baute derart viel Druck auf, dass die Geschädigte am Telefon die PIN-Nummer
ihrer Bankkarte verriet. Wenig später, gegen 10.45 Uhr, sei der oben genannte
Unbekannte an ihrer Wohnanschrift im Bereich der Dürerstraße erschienen und habe
die Bankkarte abgeholt. Er habe angegeben, kurz eine Überprüfung durchführen zu
müssen. Als er nach einigen Minuten nicht zurückkam, wurde die Geschädigte
misstrauisch. Sie suchte eine Bank an der Aachener Straße Ecke Paulistraße auf.
Dort habe man ihr mitgeteilt, dass gegen 11 Uhr Bargeld am dortigen Automaten
abgehoben wurde.
In Wesseling scheiterte ein Schockanruf. Am Montag gegen 16 Uhr meldete sich ein
unbekannter Mann bei einem Senior. Er habe von einem Unfall berichtet, in den
die Tochter des Angerufenen involviert gewesen sein soll. Zusätzlich habe sich
eine Frau am Telefon gemeldet, die sich als seine Tochter ausgegeben habe. Der
Senior habe aufgelegt und selbst seine Tochter angerufen. Diese war wohlauf und
in keinen Unfall verwickelt. Der Geschädigte konnte den betrügerischen Anruf so
schnell aufdecken und informierte die Polizei.
In beiden Fällen fertigten Polizeikräfte Strafanzeigen.
Die Polizei rät:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
- Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben oder Überweisen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände
an unbekannte Personen.
- Geben Sie am Telefon niemals eine PIN preis! Kein
Bankmitarbeiter wird das je von Ihnen verlangen. Händigen Sie
niemals einem Abholer Ihre Debitkarte aus! Bankmitarbeiter
kommen nicht vorbei, um Bankkarten abzuholen.
- Geben Sie keine TAN preis, ansonsten kann in diesem Moment
bereits eine Überweisung autorisiert werden.
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den
Anruf.
- Falls Sie einen dubiosen Anruf Ihrer Hausbank erhalten haben,
zögern Sie nicht, legen Sie auf. Und rufen Sie dann Ihre Bank
selbst an unter der Ihnen aus den Bankunterlagen bekannten
Nummer.
- Wenn sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110
(ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an.
Wenn Sie bereits Opfer geworden sind:
- Erstatten Sie immer eine Strafanzeige. Nur so erhält die Polizei
Kenntnis von der Straftat und kann die Täterinnen oder Täter
verfolgen.
- Außerdem erhält Sie dadurch Informationen zum Ausmaß dieses
Deliktsfelds, kann Zusammenhänge herstellen und ggf. Tatserien
erkennen. Eine Strafanzeige können Sie persönlich auf der
nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online unter
Internetwache Polizei NRW erstatten.
- Informieren Sie umgehend Ihr kontoführendes Geldinstitut, um
eventuell ggf. getätigte Geldflüsse noch anzuhalten oder
rückgängig zu machen. (rs)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 02271 81-3305
Fax: 02271 81-3309
Mail: pressestelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/10374/6305110
OTS: Polizei Rhein-Erft-Kreis
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