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POL-REK: 260630-1: Falsche Bankmitarbeiter erbeuten Bankkarte mit PIN - Zeugensuche

30.06.2026 12:55 Uhr Polizei Rhein-Erft-Kreis

Frechen, Wesseling (ots) - Ein weiterer Anruf scheiterte

Die Polizei Rhein-Erft-Kreis fahndet nach einem etwa 25 bis 30 Jahre alten Mann mit schwarzen Haaren und schwarzem Vollbart. Der Unbekannte, zur Tatzeit mit dunklem Oberteil und blauer Jeans bekleidet, soll Montagvormittag (29. Juni) nach einem betrügerischen Anruf bei einer Frechenerin eine Bankkarte abgeholt haben. Wenig später wurde an einem Automaten Bargeld abgehoben.

Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen aufgenommen und suchen Zeugen. Hinweise nehmen sie telefonisch unter 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

Laut ersten Informationen habe die Seniorin gegen 10.30 Uhr einen Anruf eines angeblichen Mitarbeiters einer Bank erhalten. Der falsche Bankmitarbeiter sprach von einer notwendigen Kartenüberprüfung, weil aktuell Betrüger aktiv seien. Der Mann baute derart viel Druck auf, dass die Geschädigte am Telefon die PIN-Nummer ihrer Bankkarte verriet. Wenig später, gegen 10.45 Uhr, sei der oben genannte Unbekannte an ihrer Wohnanschrift im Bereich der Dürerstraße erschienen und habe die Bankkarte abgeholt. Er habe angegeben, kurz eine Überprüfung durchführen zu müssen. Als er nach einigen Minuten nicht zurückkam, wurde die Geschädigte misstrauisch. Sie suchte eine Bank an der Aachener Straße Ecke Paulistraße auf. Dort habe man ihr mitgeteilt, dass gegen 11 Uhr Bargeld am dortigen Automaten abgehoben wurde.

In Wesseling scheiterte ein Schockanruf. Am Montag gegen 16 Uhr meldete sich ein unbekannter Mann bei einem Senior. Er habe von einem Unfall berichtet, in den die Tochter des Angerufenen involviert gewesen sein soll. Zusätzlich habe sich eine Frau am Telefon gemeldet, die sich als seine Tochter ausgegeben habe. Der Senior habe aufgelegt und selbst seine Tochter angerufen. Diese war wohlauf und in keinen Unfall verwickelt. Der Geschädigte konnte den betrügerischen Anruf so schnell aufdecken und informierte die Polizei.

In beiden Fällen fertigten Polizeikräfte Strafanzeigen.

Die Polizei rät:

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. - Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint. - Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. - Übergeben oder Überweisen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. - Geben Sie am Telefon niemals eine PIN preis! Kein Bankmitarbeiter wird das je von Ihnen verlangen. Händigen Sie niemals einem Abholer Ihre Debitkarte aus! Bankmitarbeiter kommen nicht vorbei, um Bankkarten abzuholen. - Geben Sie keine TAN preis, ansonsten kann in diesem Moment bereits eine Überweisung autorisiert werden. - Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf. - Falls Sie einen dubiosen Anruf Ihrer Hausbank erhalten haben, zögern Sie nicht, legen Sie auf. Und rufen Sie dann Ihre Bank selbst an unter der Ihnen aus den Bankunterlagen bekannten Nummer. - Wenn sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an.

Wenn Sie bereits Opfer geworden sind:

- Erstatten Sie immer eine Strafanzeige. Nur so erhält die Polizei Kenntnis von der Straftat und kann die Täterinnen oder Täter verfolgen. - Außerdem erhält Sie dadurch Informationen zum Ausmaß dieses Deliktsfelds, kann Zusammenhänge herstellen und ggf. Tatserien erkennen. Eine Strafanzeige können Sie persönlich auf der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online unter Internetwache Polizei NRW erstatten. - Informieren Sie umgehend Ihr kontoführendes Geldinstitut, um eventuell ggf. getätigte Geldflüsse noch anzuhalten oder rückgängig zu machen. (rs)

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 02271 81-3305 Fax: 02271 81-3309 Mail: pressestelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/10374/6305110 OTS: Polizei Rhein-Erft-Kreis


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Rhein-Erft-Kreis
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