Freilassing
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Freilassing, Stadt
Fläche: 14,79 km²
Einwohner: 15.550
PLZ: 83395
Bundespolizeidirektion München: "Nach wie vor stark gefordert und ausgelastet"- Jahresbilanz der Bundespolizeiinspektion Freilassing (FOTO) |
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Freilassing/Mühldorf am Inn (ots) - Die Bundespolizeiinspektion Freilassing, zu
der neben der Dienststelle in Freilassing auch das Bundespolizeirevier in
Mühldorf am Inn gehört, blickt wieder auf ein arbeitsintensives Vorjahr zurück.
Im Jahr 2025 wurden im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion
Freilassing, also in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf
am Inn und Altötting, insgesamt 3.561 unerlaubte Einreisen festgestellt. Damit
liegt die Zahl unter dem Vorjahreswert von 2024 (5.018 Personen), was dem
allgemeinen Trend der zurückgehenden unerlaubten Einreisen ins Bundesgebiet
entspricht. Die ohnehin schon auf hohem Niveau liegenden Kontroll- und
Fahndungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr durch die Intensivierung der
Grenzkontrollen nochmals erhöht. Mit Blick auf die unerlaubten Einreisen war der
Monat August mit insgesamt 400 Feststellungen besonders einsatzintensiv, gefolgt
von April und September mit jeweils 332 Personen. Allerdings stellten im
Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr syrische Staatsangehörige den größten
Anteil der unerlaubt eingereisten Personen. Im Jahr 2025 waren afghanische
Staatsangehörige mit 486 Feststellungen auf Platz 1, dahinter folgen syrische
(436) und ukrainische Staatsangehörige (425). Wie bereits im Vorjahr erfolgten
die meisten unerlaubten Einreisen im Bereich des Straßenverkehrs (1.829). 894
Personen davon nutzten Busse zur versuchten unerlaubten Einreise, 717 Personen
Pkw. 88 Personen wurden zu Fuß festgestellt und 4 Personen mit dem Fahrrad. Im
Bereich des Schienenverkehrs wurden 1.717 Personen festgestellt. Davon mit
grenzüberschreitenden Fernverkehrszügen 974. In grenzüberschreitenden Regional-
und Nahverkehrszügen registrierte die Bundespolizeiinspektion Freilassing 725
unerlaubt eingereiste Personen. Bei den unerlaubten Einreisen, die auf der
Straße festgestellt wurden, wurde die Masse der Aufgriffe an der Kontrollstelle
an der BAB 8 getätigt. Die ab Mai 2025 intensivierten Kontrollen haben
Auswirkungen an der Freilassinger Saalbrücke und anderen sogenannten
Nebenübergängen gehabt und sich in den Feststellungszahlen bemerkbar gemacht.
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing vollzog im Jahr 2025 2.941
Zurückweisungen. Der größte Anteil ging nach Österreich, aber auch - zum Teil
mit einem Aufenthalt in einer Haftanstalt - ins Heimatland oder in einen
sicheren Herkunftsstaat, der zur Übernahme der Personen verpflichtet war. Im
Jahr 2025 stellte die Bundespolizeiinspektion Freilassing insgesamt 230
Schleuser fest. Gegenüber dem Vorjahr (331) ist dies ein Rückgang. Die meisten
Tatverdächtigen besaßen die ukrainische (39 Personen), syrische (38) oder
türkische Staatsangehörigkeit (28). In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben,
dass die Bundespolizeiinspektion Freilassing in enger Zusammenarbeit mit der
Staatsanwaltschaft Traunstein im Jahr 2025 mit Ermittlungen in umfangreichen
Schleusungsverfahren betraut war, bei denen auch zahlreiche Exekutivmaßnahmen in
Form von Wohnungsdurchsuchungen und der Vollstreckung von Haftbefehlen im In-
und Ausland erfolgt sind. Mit der Erhöhung der Kontrollintensität im Mai 2025
stieg auch die Zahl der Fahndungstreffer an und lag deutlich über dem
Vorjahreswert. 2024 wurden 5.628 Fahndungstreffer erzielt, im Jahr 2025 waren es
6.723. Dabei handelte es sich unter anderem um 874 Haftbefehle, was rund 13
Prozent aller Treffer entspricht und ebenfalls über dem Vorjahreswert (855)
liegt. Mit 3.610 Fällen stellten Ausschreibungen von Personen zur
Aufenthaltsermittlung den größten Anteil der Fahndungstreffer. Insgesamt wurden
im Jahr 2025 durch die bei der Bundespolizei Freilassing eingesetzten Beamtinnen
und Beamten 8.624 Straftaten zur Anzeige gebracht. Neben den Anzeigen bezüglich
unerlaubter Einreisen oder im Zusammenhang mit Schleusungshandlungen wurden
unter anderem 624 Betäubungsmitteldelikte, 259 Urkundenfälschungen und 652
Straßenverkehrsdelikte registriert. Hinzu kamen 253 Verstöße gegen das
Waffengesetz sowie 797 Betrugs- und Untreuedelikte. Die hohe Anzahl der
Betäubungsmitteldelikte ist auch darin begründet, dass nach wie vor die Einfuhr
von Betäubungsmitteln, ungeachtet der Menge und Substanz, also auch bei
Cannabisprodukten, eine Straftat darstellt. Im Bereich der Rohheitsdelikte
wurden 54 Körperverletzungen sowie 87 Fälle von Widerstandshandlungen und
tätlichen Angriffen gegen Vollstreckungsbeamte erfasst. Bei den
Widerstandshandlungen und Angriffen wurde zum Glück kein Angehöriger der
Dienststelle ernsthaft verletzt. Der Inspektionsleiter der
Bundespolizeiinspektion Freilassing, Leitender Polizeidirektor Ludger Otto zieht
folgende Bilanz für das zurückliegende 2025: "Auch wenn die Feststellungen im
Bereich der unerlaubten Einreisen rückläufig sind und wir gegenüber dem Jahr
2024 knappe 30 % weniger haben, stellen wir in unserem Zuständigkeitsbereich
täglich durchschnittlich rund 10 Personen fest, die unerlaubt einreisen wollen
oder dies in wenigen Fällen bereits vollendet haben. Nach meiner Auffassung kann
man nach wie vor von einer hohen Zahl sprechen. Auch die Intensivierung der
Grenzkontrollen im Mai letzten Jahres hat hierzu einen Beitrag geleistet, wenn
ich mir die Feststellungen an der Saalbrücke in Freilassing sowie an anderen
"kleineren" Grenzübergängen anschaue. Die nicht wesentlich zurückgegangenen
Schleusungsverfahren, die Zurückweisungen an der Grenze, die deutlich gestiegene
Anzahl von Fahndungstreffern und die nicht unerhebliche Anzahl an sonstigen
Straftaten belegen, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach wie vor
stark gefordert und ausgelastet sind. Und natürlich haben sich auch die
intensiveren Kontrollen an der Grenze bemerkbar gemacht und uns viel abverlangt.
Ohne die fortwährende Unterstützung durch Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei,
der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit sowie Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus anderen Dienststellen der Bundespolizei wäre dies so nicht
möglich gewesen. Mit Blick auf die Bürgerinnen und Bürger in unserem
Zuständigkeitsbereich, die mittlerweile seit mehr als 10 Jahren mit den
Grenzkontrollen leben und hier im vergangenen Jahr nochmals intensiviert wurden,
hoffe ich, dass die Bilanz und Erfolge der Bundespolizeiinspektion Freilassing
für Transparenz sorgen, dass die Kontrollen durchaus wertvoll und wichtig sind.
Und, dass damit auch das Verständnis einhergeht, dass es zu der einen oder
anderen Beeinträchtigung des Verkehrs kommen kann." Die Bundespolizeiinspektion
Freilassing weist ergänzend darauf hin, dass bei Grenzübertritten bestimmte
Dokumente bereitzuhalten sind, um eine zügige und reibungslose Kontrolle zu
gewährleisten. Dazu gehören ein gültiger Reisepass oder Personalausweis sowie,
falls erforderlich, ein Aufenthaltstitel oder Visum. Im Falle einer
Fahrzeugkontrolle sind zusätzlich die Fahrzeugpapiere und der Führerschein
vorzuzeigen. Die genannten Daten entstammen der polizeilichen Eingangsstatistik
der Bundespolizei (PES). Die statistischen Daten der PES können sich aufgrund
von Nacherfassungen oder notwendigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung auch
zukünftig geringfügig ändern. |
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| Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung |
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