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Friedland (ots) - Viel Zeit und Aufwand haben Betrüger investiert, um einem
älteren Ehepaar aus einem Dorf bei Friedland am Ende ein paar Euros zu stehlen.
Los ging es bereits vor ein paar Wochen, als der Senior einen Anruf einer
angeblichen Firma aus Frankfurt/Main erhielt und sich jemand bei ihm nach seinen
wertvollen Büchern erkundigte. Wenig später tauchte ein Mann auf, der sich an
der Haustür nach der Büchersammlung des Mannes erkundigte. Danach waren vor
knapp zwei Wochen zwei Personen in seinem Haus, die mit ihm über den Wert seiner
Büchersammlung sprechen wollten. Einer von beiden habe zur Toilette gemusst und
konnte dadurch einige Zeit allein in einem Teil des Hauses sein.
Dem nun Geschädigten kamen die beiden Männer unseriös vor und er hatte das
Gefühl, dass sie überhaupt keine Fachexpertise hatten. Das Gespräch wurde daher
ohne nennenswerte weitere Ereignisse beendet, die Männer verließen das Haus.
Ende vergangener Woche war das Ehepaar draußen auf seinem Grundstück
beschäftigt, als die Frau einen Mann bemerkte, der aus ihrem Haus herauskam. Als
er ihren Blick bemerkte, winkte er ihr zu, wenig später sahen die Eheleute dann
einen Wagen abfahren.
Nach diesem Vorfall stellten die Eheleute fest, dass das Portemonnaie samt ein
paar Scheinen Bargeld fehlte. Sie verständigten daraufhin am Wochenende die
Polizei.
Dieses Beispiel eines so genannten Einschleichdiebstahls zeigt, wie viel Zeit
Betrüger bereit sind, dafür zu investieren. Vermutlich haben sie mit mehr Beute
gerechnet und das Ehepaar hatte einfach Glück, dass die Betrüger keine so
ergiebige Beute mitnehmen konnten.
Bei den Vorbereitungen prüfen Betrüger oftmals telefonisch anhand illegal
erworbener Kundendaten, ob die späteren Opfer die Bücher noch besitzen und
machen sie mit Aussagen zum angeblich hohen Wert der Bücher neugierig, diese
womöglich verkaufen zu wollen. Danach spähen Betrüger und Diebe am Ort selbst
zunächst Häuser und ihre Bewohner aus - dabei sind auch Häuser "gefragt", die
nicht direkt an der Straße stehen und schwer einsehbare Grundstücke haben. Bei
vermeintlichen Verkaufsgesprächen spähen die Betrüger dann das Innere des Hauses
aus, um dann kurze Zeit später tatsächlich einzubrechen und die Wertgegenstände
zu stehlen.
Wie kann man sich schützen?
- keine Angaben zu Wertgegenständen oder Büchersammlungen - weder
telefonisch noch an der Haustür
- angebliche Ankäufer von Buchsammlungen oder Vertriebsmitarbeiter
niemals ins Haus lassen
- bei echtem Verkaufsinteresse: eigene Internetrecherche zum
tatsächlichen Wert der Bücher durchführen und über seriöse Händler
oder Plattformen verkaufen
- Weitere Bücher kaufen, um die Sammlung wertvoller zu machen?
Geld zahlen an Vertriebsleute, damit sie die Bücher verkaufen? Das
ist niemals der richtige, seriöse Weg!
Wer Besuch von solchen ominösen Ankäufern hatte: äußere Merkmale der Personen
und ggf. zu Fahrzeugen merken und mit diesen Informationen sofort die Polizei
unter 110 verständigen!
Rückfragen bitte an:
Für Medienvertreter:
Claudia Berndt
Polizeipräsidium Neubrandenburg
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