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Grenzach-Wyhlen (ots) -
- Ein moderner Behandlungsansatz bei Multipler Sklerose setzt darauf, die
Krankheit von Beginn an weitestmöglich einzudämmen, um unsichtbare
Langzeitschäden zu minimieren.
- Eine aktuelle deutsche Studie legt nahe, dass eine frühe und hochwirksame
Therapie die Arbeitsfähigkeit sowie Lebensqualität von Betroffenen
entscheidend erhält.
- Für Patientinnen und Patienten ist der offene Dialog mit dem medizinischen
Fachpersonal ein wichtiger Schlüssel, um die individuell bestmögliche Therapie
zu erhalten.
In Deutschland leben rund 280.000 Menschen mit Multipler Sklerose (MS), einer
komplexen neurologischen Krankheit, deren Auswirkungen für Außenstehende oft
unsichtbar bleiben.[1]
Die Diagnose Multiple Sklerose trifft Menschen oft mitten im Leben und fühlt
sich an wie ein Schock. Plötzlich sind da Zukunftsängste: Was wird aus meinem
Job? Kann ich für meine Familie da sein? Verliere ich die Kontrolle über meinen
Körper und mein Leben? Diese Fragen verunsichern Betroffene, noch bevor die
Krankheit ihre volle Wirkung entfaltet.
Passend zum diesjährigen Motto "Diagnose MS: Jetzt erst recht!" des
Welt-MS-Tages, den die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) am 30. Mai
2026 ausruft, gibt es eine klare und hoffnungsvolle Botschaft von führenden
Medizinerinnen und Medizinern. Ein Umdenken in der Behandlung stellt die
abwartende Strategie infrage: Statt die Therapie mild zu beginnen und nur bei
anhaltender Krankheitsaktivität zu intensivieren, lautet der moderne Ansatz, bei
mehr Patientinnen und Patienten die MS von Anfang an entschlossen mit einer
hochwirksamen Therapie zu behandeln. Ziel ist es, die unsichtbar
fortschreitenden Schäden der Krankheit weitestmöglich einzudämmen, bevor sie das
Leben nachhaltig beeinträchtigen, und somit langfristig die Lebensqualität zu
erhalten und die negativen Auswirkungen auf Beruf und Privatleben zu minimieren.
CONFIDENCE-Studie: frühe, hochwirksame Therapie bewahrt Arbeitsfähigkeit und
Lebensqualität bei MS
Den Paradigmenwechsel in der MS-Versorgung unterstreichen auch Erkenntnisse aus
der deutschen CONFIDENCE-Studie, der Daten aus dem Versorgungsalltag zugrunde
liegen. Die Studie untersucht, wie sich eine Behandlung mit einer hochwirksamen
Therapie auf die Arbeitsfähigkeit und die Lebensqualität von MS-Patientinnen und
-Patienten auswirkt. Die Real-World-Daten zeigen, dass berufstätige Menschen mit
schubförmiger MS, die eine hochwirksame Therapie erhielten, über einen Zeitraum
von 24 Monaten hinweg signifikante und nachhaltige Verbesserungen ihrer gesamten
Arbeitsproduktivität und ihrer Fähigkeit zur Bewältigung von Alltagsaktivitäten
erfuhren. Die teilnehmenden Personen berichteten über eine spürbare Verringerung
der gesamten Arbeitsbeeinträchtigung, wie weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten
und eine Verbesserung der Produktivität während der Arbeitszeit trotz
MS-Symptomen. Am meisten profitierten dabei Betroffene, die gleich zu Beginn
ihrer Behandlung eine hochwirksame Therapie erhielten.[2] "Unsere Daten zeigen
eindrücklich, was das für den einzelnen Menschen bedeuten kann", so einer der
Studienleiter Prof. Dr. med. Mathias Buttmann. "Wenn wir früh und entschlossen
handeln, erhöhen wir nicht nur die Chance auf eine Bewahrung der
Arbeitsfähigkeit, sondern wir erhalten ein ganzes Stück Lebenszukunft. Wir geben
den Betroffenen ein entscheidendes Werkzeug an die Hand, um der Krankheit von
Anfang an die Stirn zu bieten und ihr nicht das Feld zu überlassen."
Selbst aktiv werden und im Dialog bleiben
Die neuen Therapie-Möglichkeiten bedeuten auch, dass Patientinnen und Patienten
heute eine aktivere Rolle einnehmen können. Die DMSG ermutigt Betroffene mit dem
diesjährigen Motto, sich über die Umsetzung von Zielen im Leben mit MS
auszutauschen, Herausforderungen anzunehmen und ihre Ziele selbstbewusst zu
verfolgen. Das gilt auch für die eigene Behandlung. Im engen Austausch mit den
behandelnden Ärztinnen und Ärzten gilt es, alle verfügbaren Behandlungsoptionen
zu besprechen, um gemeinsam den individuell besten Therapieweg zu finden.
Weiterführende Informationen rund um das Leben mit MS, Diagnose und Behandlung
bieten die DMSG und die Community trotz ms unter anderem auf Instagram, Tik Tok
und http://www.trotz-ms.de .
Referenzen
[1] Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.: Was ist MS?;
Verfügbar unter: https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-infos/was-ist-ms/
(aufgerufen am 14.08.2025)
[2] Buttmann M. et al.: Poster Session. P864. Presented at ECTRIMS Congress;
September 24-26, 2025; Barcelona, Spain.
Was ist Multiple Sklerose?
Multiple Sklerose (MS) ist eine bislang unheilbare, chronisch-entzündliche
Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die in Deutschland etwa 280.000
Menschen betrifft. Sie wird auch als "Krankheit der 1.000 Gesichter" bezeichnet,
da sich MS bei jedem Betroffenen anders zeigen kann. Durch Entzündungen in
Gehirn und Rückenmark werden Reize nicht mehr richtig weitergeleitet und
verarbeitet. Das führt zu zahlreichen Beschwerden, darunter
Lähmungserscheinungen, extreme Müdigkeit (Fatigue), Koordinations- und
Sehstörungen.
Über trotz ms
Die " trotz ms "-Kampagne wurde im September 2017 unter dem Namen " trotz ms
Träume wagen" ins Leben gerufen. Mit dem Welt-MS-Tag am 30.05.2020 wurde sie zu
"ich bleibe ich - trotz ms " weiterentwickelt und legt den Fokus auf das
Empowerment von Betroffenen. Um der Power der MS-Community und jedes einzelnen
Betroffenen gerecht zu werden, steht trotz ms seit Juni 2024 unter dem Motto
"MEIN LEBEN PLUS". Die Botschaft lautet: "Power, die unter die Haut geht". Damit
wird der Fokus noch intensiver auf die Stärkung von Betroffenen gerichtet und
soll aufzeigen, dass Patientinnen und Patienten informiert und entschlossen
selbstbestimmte Entscheidungen nach der MS-Diagnose treffen können. Seit 2025
ist die bekannte Moderatorin, Autorin und zweifache Mutter Anna Kraft
Schirmherrin und Gesicht der trotz ms Kampagne. Anna lebt seit 2025 selbst mit
der Diagnose MS und macht sich öffentlich für ein besseres Verständnis der
Erkrankung stark. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.trotz-ms.de
und https://www.trotz-ms.de/MeinLebenplus .
M-DE-00030969
Pressekontakt:
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Faten Gaber
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mailto:grenzach.communications@roche.com
Tel. 07624 / 14-4000
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OTS: Roche Pharma AG
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