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Hagen (ots) - Im Rahmen eines direktionsübergreifenden Kontrolleinsatzes setzte
die Hagener Polizei am Mittwoch (17.06.) den Fokus auf die Verhinderung von
Verkehrsunfällen sowie auf die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung im Bereich des Hagener Hauptbahnhofs. Polizisten der Direktionen Verkehr
und Gefahrenabwehr/Einsatz führten zahlreiche Kontrollen am Graf-von-Galen-Ring,
der Bahnhofhinterfahrung, der Wehringhauser Straße und der Eckeseyer Straße
durch und ahndeten Straftaten sowie Verstöße.
Die Bilanz:
16 Personen wurden mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen und erhielten ein
Verwarngeld. 12 Personen waren nicht angeschnallt, ebenfalls 12
Verkehrsteilnehmer bedienten ein Handy während der Fahrt. Während der Kontrollen
stoppten die Beamten ein Fahrzeug mit einem Mangel an der Beleuchtungsanlage.
Zwei Fahrer führten ihre Fahrerlaubnis nicht mit. Auch 18 Fußgänger mussten
aufgrund von Verstößen ein Verwarngeld bezahlen.
Auch auf die ordnungsgemäße Sicherung von Ladung achteten die Beamten - mit
Erfolg. In zwei Fällen war Ladung nicht richtig gesichert. Auf der Wehringhauser
Straße hielten die Einsatzkräfte einen Pritschenwagen an, der mit Erdaushub
beladen war. Beim Wiegen stellte sich heraus, dass eine Überladung von 45
Prozent vorlag. Der 28-jährige Fahrer sowie der Halter des Wagens erhielten eine
Ordnungswidrigkeitenanzeige. Beide erwarten ein Bußgeld in Höhe von 235 Euro und
jeweils ein Punkt in Flensburg. Auch ein weiteres Fahrzeug konnte gestoppt
werden, das überladen war. In diesem Fall wurde ebenfalls eine Anzeige
gefertigt.
Bei zwei Personen verliefen während der Kontrolle freiwillige Drogenvortests
positiv. Die Betroffenen mussten eine Blutprobe abgeben und erhielten eine
Anzeige. Zudem erhielt ein 32-jähriger Hagener, der mit seinem Kleinkraftrad
unterwegs war, eine Anzeige aufgrund des Verdachts der Fahrt unter
Drogeneinfluss. In seinen Sachen konnten augenscheinlich Betäubungsmittel
gefunden werden. Bei einer Überprüfung der Höchstgeschwindigkeit seines
Kleinkraftrads stellte sich auf dem Rollenprüfstand zudem heraus, dass das
Fahrzeug zu schnell war. Er erhielt Strafanzeigen aufgrund des Verstoßes gegen
das Pflichtversicherungsgesetz, eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne
Fahrerlaubnis und eine Strafanzeige aufgrund des Drogenfunds.
Gegen 11.20 Uhr flüchtete ein Fahrzeug von der Kontrollstelle. Die Beamten
wurden auf ein Kleinkraftrad aufmerksam, bei dem unter anderem ein Blinker
beschädigt war. Ein Polizist forderte den Fahrer mit deutlichen Anhaltesignalen,
Gesten sowie durch laute Zurufe mehrfach zum Stoppen auf. Der Fahrer ignorierte
die Anweisungen jedoch und flüchtete. Hierbei nutze er absichtlich Wege, die mit
einem Streifenwagen nicht befahrbar waren. Die Einsatzkräfte konnten das
Fahrzeug zunächst wieder am Graf-von-Galen-Ring in Fahrtrichtung Wehringhausen
einholen. Dort stand der Mann an einer roten Ampel. Als die Polizisten den
Streifenwagen vor ihm positionieren wollten, beschleunigte er abrupt, wich den
Polizisten mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit aus und entzog sich erneut der
Kontrolle. Die Flucht setzte der Mann mit einer besonders rücksichtslosen, grob
verkehrswidrigen und gefährdenden Fahrweise durch den Bereich der Innenstadt
fort. Er missachtete Verkehrsregeln, befuhr unzulässige Verkehrsbereiche und
nahm erhebliche Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf. Dem Fahrer
gelang es durch das Umfahren von Pollern, das die Beamten die Verfolgung
schlussendlich nicht mehr fortsetzen konnten. Stellenweise versuchte ein Beamter
die Verfolgung zu Fuß fortzusetzen. Die Ermittlungen dauern an. Bei weiteren
Ermittlungen über das am Fahrzeug angebrachte Kennzeichen stellte sich heraus,
dass dieses im Märkischen Kreis entwendet worden war. Die Ermittlungen bezüglich
der Identität des flüchtigen Fahrers dauern an.
Die integrativen Kontrollen, die wesentlich zur Verkehrssicherheit beitragen und
Leben schützen, wurden von der Bevölkerung positiv wahrgenommen. Die Polizei
Hagen plant bereits weitere Einsätze dieser Art. (arn)
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