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Halver, Stadt
Fläche: 77,37 km²
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PLZ: 58553
POL-MK: Teure Rechnung von falschen Schädlingsbekämpfern |
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Halver (ots) - Allein für die Anfahrt eines Schädlingsunternehmens hat eine
Halveranerin am Montag eine vierstellige Summe gezahlt. Die Frau machte sich
Sorgen wegen eines Wespennestes am Haus und fand im Internet vermeintliche
Hilfe. Telefonisch vereinbarte sie einen Termin. Am Montagnachmittag stand der
angebliche Kammerjäger vor der Haustür. Bevor er das Nest entfernen könne, müsse
er für die Anfahrt 249 Euro kassieren, teilte der Unbekannte mit. Die Frau
zahlte mit Karte, ohne allerdings die Summe an dem Gerät zu überprüfen.
Angeblich hatte die Zahlung nicht funktioniert, doch beim zweiten Versuch gab
die Frau bewusst eine falsche PIN ein. Darauf packte der Mann seine Sachen und
fuhr wieder. Erst danach stellte die Kundin fest, dass ihr eine niedrige
vierstellige Summe vom Konto abgebucht wurde. Sie erstattete Anzeige bei der
Polizei wegen Betrugs und will versuchen, das Geld über ihre Bank
zurückzufordern. Die Polizei warnt ausdrücklich vor falschen Handwerkern, die
bewusst Notsituationen ausnutzen und völlig überhöhte Geldforderungen für
schlechte Arbeit in Rechnung stellen. Die Opfer stoßen meist im Internet auf die
Angebote zum Beispiel von Schlüsseldiensten, Schädlingsbekämpfern oder anderen
Handwerkern. Sie erwecken den Anschein, als kämen sie aus der näheren Umgebung.
Tatsächlich reisen sie jedoch meist aus dem Ruhrgebiet an. Oftmals fehlende
Qualifikationen machen solche Tätigkeiten in manchen Fällen gefährlich oder
illegal. Wespennester dürfen beispielsweise gar nicht so ohne weiteres entfernt
werden. Lediglich zertifizierte Schädlingsbekämpfer dürfen an die Nester der
unter Naturschutz stehenden Insekten. Bei unqualifizierten Arbeiten an Strom-
oder Wasserinstallationen können große Schäden entstehen. Die "schwarzen Schafe"
unter den Notdiensten bieten auch keinerlei Gewähr: Oft leisten sie nur
Schein-Dienste oder sie prüfen das Problem lediglich, verweisen dann an einen
anderen Fachmann und stellen trotzdem hohe Forderungen. In Notsituationen
sollten örtliche Dienste bevorzugt werden. Wichtig ist es, die Qualifikation der
Anbieter zu überprüfen. Im Vorfeld sollten am Telefon klare Preisabsprachen
getroffen werden. Die Arbeitszeit lässt sich im Vorfeld natürlich nicht immer
einschätzen, aber Anfahrtspauschalen, Stundenlohn oder Zuschläge für Nacht und
Wochenende lassen sich durchaus im Vorfeld vereinbaren. Lassen Sie sich nicht
unter Druck setzen. Verlangt der Handwerker vor Ort völlig überhöhte Preise,
sollte die Polizei hinzugezogen werden. Verlangen Sie auf jeden Fall eine
ordentliche Rechnung mit Ausweis der Mehrwertsteuer, dem Namen des Unternehmers,
seiner Adresse und Kontaktdaten. (cris) |
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| Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung |
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