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Hamburg (ots) - Mit dem Bau einer neuen U-Bahnlinie realisiert die HOCHBAHN U5
Projekt GmbH das derzeit größte U-Bahn-Bauprojekt Deutschlands. Auf einer
Gesamtstrecke von 29 Kilometern entstehen 24 neue Haltestellen, die ganze
Stadtteile wie Bramfeld und Osdorf erstmals an das Hamburger Schnellbahnnetz
anbinden. Vollautomatisch und im bis zu 90-Sekunden-Takt soll die fahrerlose
U-Bahn über 315.000 Fahrgäste täglich von A nach B bringen. Das auf Bau,
Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer
SE verantwortet die Bauoberleitung und die Fachbauüberwachung beim Ausbau der
U5-Haltestelle City Nord und dem zugehörigen Tunnelabschnitt. Die Inbetriebnahme
des Teilabschnitts ist für Ende 2029 geplant.
Hamburg wächst seit Jahren langsam, aber stetig. Einer Prognose des
Statistikamts Nord zufolge wird die Hansestadt im Jahr 2030 voraussichtlich
erstmals die Marke von zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern
überschreiten. Dieser Zuwachs macht sich schon heute bemerkbar: Die Straßen sind
vielerorts stark belastet und der öffentliche Personennahverkehr stößt zunehmend
an seine Kapazitätsgrenzen. Die neue U-Bahnlinie U5 soll den innerstädtischen
Verkehr spürbar entlasten und gleichzeitig die Mobilitätswende hin zu grünen
Verkehrsmitteln vorantreiben.
Mithilfe modernster Technik können die Züge nachfrageorientiert und in hoher
Taktung eingesetzt werden und den Fahrgästen somit ein komfortables Fahrerlebnis
bieten. Durch die Anbindung von Wohnorten und wichtigen Standorten, wie der
Universität Hamburg, dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) oder dem
Volksparkstadion mit der vollautomatischen U5 können viele Menschen zum Umstieg
vom Auto auf die U-Bahn bewegt werden. Das bedeutet weniger Autoverkehr, mehr
Raum in der Stadt und eine spürbare Entlastung der Straßen.
Emissionen verringern durch effiziente Planung
Neben einem verbesserten Mobilitätsangebot spielen beim Bau der U5 auch
Nachhaltigkeitsaspekte eine zentrale Rolle. Die neue Linie wird künftig
vollständig mit Ökostrom betrieben. Bereits in der Bauphase senken
klimaschonende Zemente und Stähle sowie effizientere Planungs- und Bauprozesse
die CO2-Emissionen um bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Bauweisen. Wie
sich Bauabläufe beschleunigen lassen, weiß Jan Marquis, Projektleiter bei Drees
& Sommer. Zusammen mit seinem Team verantwortet er die Bauoberleitung für die
U5-Haltestelle City Nord sowie den angrenzenden Tunnelabschnitt. Dabei übernimmt
er unter anderem die Koordination aller beteiligten Gewerke sowie die Kontrolle
von Qualität, Kosten und Terminen.
"Die Bauarbeiten sollen im Sinne einer effizienten Bauzeit im Mehrschichtbetrieb
ausgeführt werden", erklärt der Bauingenieur. "Gleichzeitig müssen Abstimmungen,
Protokolle, Berichte und Genehmigungsprozesse in deutlich kürzerer Zeit
bewältigt werden. Unsere Aufgabe ist es deshalb, hier eine klare und effiziente
Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherzustellen und das Teilprojekt
innerhalb des vereinbarten Termin- und Kostenrahmens zu halten." Das Team von
Drees & Sommer dokumentiert dabei sämtliche Besprechungen, Baufortschritte und
Entscheidungen systematisch mit einem eigens entwickelten Live-Dashboard. "So
wissen alle Projektbeteiligten jederzeit, wo das Projekt steht. Wenn es an einer
Stelle zu Verzögerungen kommt, können wir früh reagieren und gezielt
gegensteuern", sagt Marquis.
Schritt für Schritt zum vollautomatischen Betrieb
Der Neubau der Linie U5 erfordert einen hohen technischen Anspruch: "Die U5
fährt vollautomatisch und erreicht damit den höchsten Automatisierungsgrad, den
sogenannten GoA4-Standard", erklärt Jan Marquis. Zum Sicherheitskonzept gehören
automatische Bahnsteigtüren, die Bahnsteig und Gleisbereich voneinander trennen.
"Das stellt besondere Anforderungen an die Gebäudeautomation, die
Energieversorgung und die Kommunikationstechnik." Auch architektonisch setzt die
U5 neue Maßstäbe: In der Haltestelle City Nord wird erstmals das
Gestaltungskonzept des renommierten Hamburger Architekten Hadi Teherani
umgesetzt, das als Vorlage für die weiteren Stationen der Linie dient.
Damit später alle Systeme reibungslos zusammenspielen, müssen die einzelnen
Bauabschnitte technisch exakt aufeinander abgestimmt sein. "Wir werden deshalb
in engen Austausch mit dem Team für Systemtechnik treten, um alle technischen
Standards zu erfüllen und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten", betont
Marquis. An der neuen U5-Haltestelle City Nord und dem angrenzenden
Tunnelabschnitt laufen die Bauarbeiten bereits auf Hochtouren. Beides sind Teile
des ersten Bauabschnitts der U5, der eine Länge von 5,8 Kilometern und fünf
Haltestellen umfasst. Der Bund beteiligt sich mit bis zu 75 Prozent an den
förderfähigen Kosten. Nach dem geplanten Start des Probebetriebs im Jahr 2027
soll der Streckenabschnitt zwischen City Nord und Sengelmannstraße Ende 2029 für
Fahrgäste öffnen. 2033 folgt dann die Eröffnung des gesamten ersten
Bauabschnitts zwischen City Nord und Bramfeld.
[i] Bevölkerungsprognose für die Hamburger Stadtteile - Statistik Nord (https://
www.statistik-nord.de/presse-veroeffentlichungen/presseinformationen/presseinfor
mationen-bevoelkerung/dokumentenansicht/bevoelkerungsprognose-fuer-die-hamburger
-stadtteile-65464)
[ii] Die U5 für Hamburg | Hamburger Hochbahn AG
(https://www.hochbahn.de/de/projekte/u-bahn-ausbau/die-u5-fuer-hamburg)
Pressekontakt:
mailto:presse@dreso.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/134210/6265934
OTS: Drees & Sommer SE
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