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Hamburg (ots) - Zeit: 04.06.2026, ab 14:00 Uhr
Ort: Hamburger Stadtgebiet
Zivilfahnderinnen und -fahnder haben gestern mehrere Personen überprüft, die im
Verdacht stehen, im Rahmen eines Lieferdienstes für Betäubungsmittel und
Cannabis entsprechende Rauschmittel verkauft zu haben. Bereits am Dienstagabend
nahmen Einsatzkräfte einen 41-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest, der
ebenfalls im Verdacht steht, in dieser Hinsicht mit Cannabis gehandelt zu haben.
Hierbei stellten die Einsatzkräfte Marihuana in nicht geringer Menge sicher.
Unter der Führung der Abteilung für Rauschgiftdelikte des Landeskriminalamtes
(LKA 68) überprüften Einsatzkräfte des LKA sowie der Schutzpolizei bei den
gestrigen Kontrollen im Hamburger Stadtgebiet insgesamt elf Personen, die
verdächtigt werden, im Rahmen eines Rauschmittellieferdienstes tätig geworden zu
sein.
Während des rund achtstündigen Einsatzes durchsuchten die Polizistinnen und
Polizisten vier Fahrzeuge sowie elf Wohnungen und stellten hierbei rund 190
Gramm Marihuana, knapp 20 Gramm Haschisch, gut 12 Gramm Kokain, rund 8.900 Euro
mutmaßliches Dealgeld, zwei Schreckschusswaffen, ein Messer sowie diverse
Verpackungsmaterialien und Mobiltelefone sicher.
Die Einsatzkräfte identifizierten im Zusammenhang mit den Maßnahmen insgesamt 13
Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren (neun Deutsche, zwei Türken sowie jeweils
ein Italiener und ein Syrer) sowie eine 31-jährige Frau (deutsch). Gegen elf der
Männer wird wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln
beziehungsweise Cannabis, gegen die übrigen wegen des Erwerbs von Kokain oder
Cannabis ermittelt.
Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen - bei
sieben mutmaßlichen Rauschmittelhändlern erfolgte unter anderem eine
erkennungsdienstliche Behandlung - entlassen. Ein 18-jähriger deutscher
Tatverdächtiger stand bei dem Ausliefern der Drogen offenbar unter dem Einfluss
von THC. Da der Mann hierbei einen E-Scooter genutzt hatte, wurde ihm eine
Blutprobe entnommen.
Im Rahmen der gestrigen Maßnahmen kam es beispielhaft zu folgender Besonderheit:
Nachdem Zivilfahnderinnen und Zivilfahnder im Stadtteil Barmbek-Süd um kurz nach
20:00 Uhr zunächst einen 20-jährigen mutmaßlichen Kokainhändler vorläufig
festgenommen und im weiteren Verlauf auch seine Wohnung in Dulsberg durchsucht
hatten, ergaben sich den Ermittlerinnen und Ermittlern Hinweise auf einen
weiteren mutmaßlichen Drogenhändler.
Als die Polizistinnen und Polizisten den 26-jährigen Mann im Bereich Neuköllner
Ring (Rahlstedt) lokalisiert hatten und kontrollieren wollten, flüchtete dieser
zunächst mit seinem Pkw Mercedes AMG vor den Einsatzkräften. Dabei fuhr der Mann
mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und überfuhr dabei auch Gehwege. Die
Beamtinnen und Beamten verfolgten das Fahrzeug, stoppten es in der Ebeersreye
(Farmsen-Berne) und nahmen den deutschen Staatsangehörigen vorläufig fest. Neben
knapp zwei Gramm Kokain und 50 Euro mutmaßlichem Dealgeld beschlagnahmten die
Einsatzkräfte auch das Fahrzeug sowie den Führerschein des Mannes. Gegen ihn
wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handels mit
Betäubungsmitteln sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts
eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.
Bereits am Dienstagabend überprüften zivile Einsatzkräfte des
Polizeikommissariats 38 den Fahrer eines Peugeot und erhielten vor Ort Hinweise
darauf, dass der Mann berauschende Mittel an Personen verkauft und ausliefert.
Im Kofferraum des Autos fanden die Beamtinnen und Beamten rund zwei Kilogramm
Marihuana und stellten diese sicher. Der 41-jährige Deutsche führte darüber
hinaus 5.500 Euro Bargeld mit sich.
Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs, für die die
Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Hamburg einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt
hatte, stellten die Polizeikräfte zudem 100 Gramm Haschisch und weitere rund
8.000 Euro Bargeld sicher.
Im Rahmen der Durchsuchung der Wohnung des 41-Jährigen stellten die
Polizistinnen und Polizisten etwa 40 Kilogramm Marihuana, rund 1,3 Kilogramm
Ketamin, circa 500 Gramm Haschisch sowie diverses Verpackungsmaterial und
Mobiltelefone sicher.
Der Tatverdächtige steht zudem im Verdacht sein Fahrzeug unter dem Einfluss
berauschender Mittel geführt zu haben. Er wurde nach einer Blutprobenentnahme
und seiner erkennungsdienstlichen Behandlung dem Untersuchungsgefängnis
zugeführt. Dort erließ ein Haftrichter inzwischen einen Haftbefehl.
Die Ermittlungen werden nun durch das LKA 68 in enger Abstimmung mit der
Staatsanwaltschaft Hamburg geführt und dauern an.
Wen./Zim.
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