Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Hamburg

Top-News



Hamburg, Freie und Hansestadt
Fläche: 755,16 km²
Einwohner: 1.726.363
PLZ: 20038

POL-HH: 260807-4. Medizinischer Notfall nach mutmaßlichem Drogenkonsum: Mann im psychischen Ausnahmezustand wird reanimationspflichtig und verstirbt zwei Tage später im Krankenhaus

7.08.2026 16:40 Uhr Polizei Hamburg

Hamburg (ots) - Zeit: 02.08.2026, 13:16 Uhr

Ort: Hamburg-Billstedt, Edvard-Munch-Straße

Am frühen Sonntagnachmittag kam es in Billstedt zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein 33-jähriger, offenbar unter Drogeneinfluss stehender Mann in einem psychischen Ausnahmezustand in Gewahrsam genommen wurde. Bei seiner Einlieferung in ein Krankenhaus erlitt der Mann einen Kreislaufstillstand, am Dienstag verstarb er in dem Krankenhaus.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der 33-Jährige im Treppenhaus der Wohnanschrift seiner nicht zu Hause befindlichen Ex-Partnerin randaliert und sich wiederholt unberechtigt Zutritt zu deren Wohnung verschafft. Anwohner hatten die Polizei verständigt. Bereits etwa eine halbe Stunde zuvor hatte es dort einen Polizeieinsatz gegeben, bei dem sich der Mann allerdings noch unauffällig und ruhig verhalten und einem ihm erteilten Platzverweis Folge geleistet hatte. Bei dem erneuten Polizeieinsatz war der 33-Jährige verbal nicht steuerbar und stand augenscheinlich auch unter Drogeneinfluss. Er schrie fortwährend und machte zusammenhanglose und wirre Angaben. Um ihm Hilfe zuteilwerden zu lassen, wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Dabei kam es zu erheblichen Widerstandshandlungen. Sowohl zu seinem eigenen Schutz als auch zur Verhinderung von Angriffen auf die Einsatzkräfte wurde der Mann fixiert und an Händen und Füßen gefesselt. Weil er fortwährend um sich spuckte, legten die Beamten ihm auch eine Spuckschutzhaube an. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen fanden die Polizisten bei ihm eine geringe Menge einer rauschgiftverdächtigen Substanz, mutmaßlich Kokain.

Nach unmittelbarer Hinzuziehung einer Rettungswagenbesatzung wurde er vom Einsatzort aus in ein Krankenhaus transportiert. Auch während der Fahrt unterließ der gefesselte Mann seine Gegenwehr nicht. Im Krankenhaus erlitt er nach der Einlieferung einen Kreislaufstillstand. Erste Wiederbelebungsmaßnahmen erfolgten unverzüglich durch Polizeikräfte, dem medizinischen Personal gelang in der Folge die Stabilisierung des Mannes. Am Dienstagnachmittag ist er in dem Krankenhaus verstorben.

Polizeisprecher Florian Abbenseth: "Gerade solche Polizeieinsätze im Umgang mit psychisch höchst auffälligen, nicht steuerbaren, aggressiven und unter Drogen stehenden Personen stellen eine besondere Herausforderung dar. In diesen Fällen besteht immer wieder eine Gefahr für die Person selbst, aber auch für Unbeteiligte. Unsere Einsatzkräfte sind es, die im Alltag unter Inkaufnahme des Risikos, selbst verletzt zu werden, immer wieder gefordert sind, Maßnahmen zu deren Schutz zu veranlassen und dafür Sorge zu tragen, dass betroffenen Menschen die notwendige Hilfe zuteilwird. Um dem Mann schnellstmöglich die beste Hilfe zukommen zu lassen, haben wir auf den Vollzug des Gewahrsams an einem Polizeikommissariat verzichtet und ihn unverzüglich in ein Krankenhaus transportieren lassen. Dass der Mann trotz erfolgreicher Reanimation zwei Tage später verstorben ist, macht uns betroffen."

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln jetzt standardmäßig in einem Todesermittlungsverfahren zur Todesursache. Es bestehen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten der Einsatzkräfte. Insbesondere wird jetzt geprüft, inwieweit eine Drogenintoxikation todesursächlich gewesen sein könnte.

Abb.

Rückfragen der Medien bitte an:

Polizei Hamburg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Florian Abbenseth Telefon: +49 40 4286-56201 E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de www.polizei.hamburg

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6329315 OTS: Polizei Hamburg


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Hamburg
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung