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Hamburg (ots) - Zeit: 02.08.2026, 13:16 Uhr
Ort: Hamburg-Billstedt, Edvard-Munch-Straße
Am frühen Sonntagnachmittag kam es in Billstedt zu einem Polizeieinsatz, bei dem
ein 33-jähriger, offenbar unter Drogeneinfluss stehender Mann in einem
psychischen Ausnahmezustand in Gewahrsam genommen wurde. Bei seiner Einlieferung
in ein Krankenhaus erlitt der Mann einen Kreislaufstillstand, am Dienstag
verstarb er in dem Krankenhaus.
Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der 33-Jährige im Treppenhaus der
Wohnanschrift seiner nicht zu Hause befindlichen Ex-Partnerin randaliert und
sich wiederholt unberechtigt Zutritt zu deren Wohnung verschafft. Anwohner
hatten die Polizei verständigt. Bereits etwa eine halbe Stunde zuvor hatte es
dort einen Polizeieinsatz gegeben, bei dem sich der Mann allerdings noch
unauffällig und ruhig verhalten und einem ihm erteilten Platzverweis Folge
geleistet hatte. Bei dem erneuten Polizeieinsatz war der 33-Jährige verbal nicht
steuerbar und stand augenscheinlich auch unter Drogeneinfluss. Er schrie
fortwährend und machte zusammenhanglose und wirre Angaben. Um ihm Hilfe
zuteilwerden zu lassen, wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Dabei kam es zu
erheblichen Widerstandshandlungen. Sowohl zu seinem eigenen Schutz als auch zur
Verhinderung von Angriffen auf die Einsatzkräfte wurde der Mann fixiert und an
Händen und Füßen gefesselt. Weil er fortwährend um sich spuckte, legten die
Beamten ihm auch eine Spuckschutzhaube an. Im Verlauf der polizeilichen
Maßnahmen fanden die Polizisten bei ihm eine geringe Menge einer
rauschgiftverdächtigen Substanz, mutmaßlich Kokain.
Nach unmittelbarer Hinzuziehung einer Rettungswagenbesatzung wurde er vom
Einsatzort aus in ein Krankenhaus transportiert. Auch während der Fahrt
unterließ der gefesselte Mann seine Gegenwehr nicht. Im Krankenhaus erlitt er
nach der Einlieferung einen Kreislaufstillstand. Erste Wiederbelebungsmaßnahmen
erfolgten unverzüglich durch Polizeikräfte, dem medizinischen Personal gelang in
der Folge die Stabilisierung des Mannes. Am Dienstagnachmittag ist er in dem
Krankenhaus verstorben.
Polizeisprecher Florian Abbenseth: "Gerade solche Polizeieinsätze im Umgang mit
psychisch höchst auffälligen, nicht steuerbaren, aggressiven und unter Drogen
stehenden Personen stellen eine besondere Herausforderung dar. In diesen Fällen
besteht immer wieder eine Gefahr für die Person selbst, aber auch für
Unbeteiligte. Unsere Einsatzkräfte sind es, die im Alltag unter Inkaufnahme des
Risikos, selbst verletzt zu werden, immer wieder gefordert sind, Maßnahmen zu
deren Schutz zu veranlassen und dafür Sorge zu tragen, dass betroffenen Menschen
die notwendige Hilfe zuteilwird. Um dem Mann schnellstmöglich die beste Hilfe
zukommen zu lassen, haben wir auf den Vollzug des Gewahrsams an einem
Polizeikommissariat verzichtet und ihn unverzüglich in ein Krankenhaus
transportieren lassen. Dass der Mann trotz erfolgreicher Reanimation zwei Tage
später verstorben ist, macht uns betroffen."
Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln jetzt standardmäßig in einem
Todesermittlungsverfahren zur Todesursache. Es bestehen derzeit keine
Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten der Einsatzkräfte. Insbesondere wird jetzt
geprüft, inwieweit eine Drogenintoxikation todesursächlich gewesen sein könnte.
Abb.
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Polizei Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Florian Abbenseth
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