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DPolG Niedersachsen: Schüsse in Göttingen: Kriminelle Strukturen klar benennen und Rechtsstaat konsequent durchsetzen / DPolG Niedersachsen bekräftigt Forderung nach persönlicher Trauma-Ausstattung |
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| 16.06.2026 18:25 Uhr |
DPolG Niedersachsen |
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Hannover (ots) - Hannover/Göttingen, 16.06.2026 - Nach den Schüssen am Göttinger
Weender Tor sind die Gedanken der DPolG Niedersachsen weiterhin bei dem schwer
verletzten Polizeibeamten, seiner Familie sowie seinen Kolleginnen und Kollegen.
Der Beamte befindet sich nach aktuellem Stand auf der Intensivstation, ist aber
glücklicherweise nicht mehr in Lebensgefahr.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 16-jähriger Tatverdächtiger während einer
abgesetzt stattfindenden gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei
rivalisierenden Großfamilien Schüsse abgegeben und dabei den einschreitenden
Polizeibeamten schwer verletzt haben. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags
mit einem Europäischen Haftbefehl gefahndet. Die abschließende Klärung des
Tatablaufs bleibt Aufgabe der Ermittlungsbehörden.
"Wir müssen endlich aufhören, solche Strukturen sprachlich weichzuzeichnen. Wenn
kriminelle Gruppen glauben, ihre Konflikte mit Schusswaffen austragen und dabei
sogar einschreitende Polizeikräfte schwer verletzen zu können, ist das kein
jugendlicher Leichtsinn. Es ist eine massive Bedrohung für die Allgemeinheit und
ein Angriff auf unseren Rechtsstaat", erklärt der Landesvorsitzende der DPolG
Niedersachsen, Patrick Seegers.
Die DPolG Niedersachsen erwartet eine vollständige Aufklärung und bei einer
Verurteilung die konsequente Ausschöpfung des gesetzlich möglichen Strafrahmens.
"Wer bei einer Auseinandersetzung zwischen kriminellen Gruppen eine Waffe
einsetzt und dabei einen Polizeibeamten schwer verletzt, braucht keine
gesellschaftliche Verharmlosung und keine romantisierte Täterbiografie. Der
braucht die volle Konsequenz des Rechtsstaates", so Seegers. "Der Schutz der
Allgemeinheit und unserer Kolleginnen und Kollegen muss eindeutig Vorrang haben.
Wenn aufenthaltsrechtliche Maßnahmen rechtlich möglich sind, müssen alle
Voraussetzungen geprüft und die daraus folgenden Konsequenzen konsequent
umgesetzt werden."
Erst wenige Tage zuvor hatte die DPolG Niedersachsen gefordert, operativ
eingesetzte Polizeikräfte mit einem persönlichen, körpernah getragenen IFAK
auszustatten und die taktische Erstversorgung regelmäßig zu trainieren.
"Wir kennen weder die konkrete Verletzung noch die Einzelheiten der
Erstversorgung und werden darüber nicht spekulieren", betont der
stellvertretende Landesvorsitzende und Rettungsassistent Christian-Tobias
Gerlach. "Traurigerweise hat die Aktualität der Ereignisse unsere Forderung
innerhalb weniger Tage eingeholt. Wer für die Sicherheit aller einschreitet,
muss für die ersten entscheidenden Minuten bestmöglich geschützt, ausgestattet
und ausgebildet sein."
Die DPolG Niedersachsen fordert erneut ein landesweit einheitliches Konzept für
persönliche IFAK, verbindliche Trainings zur taktischen Erstversorgung sowie die
konsequente Aufklärung und Bekämpfung krimineller Strukturen.
Wir wünschen dem verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung und
den Ermittlungs- und Fahndungskräften weiterhin viel Erfolg.
Rückfragen bitte an:
DPolG Niedersachsen
Patrick Seegers
Telefon: 0162-2093935
E-Mail: kontakt@dpolg.org
https://www.dpolg.org/
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/162835/6295739
OTS: DPolG Niedersachsen
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - DPolG Niedersachsen
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