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POL-H: Neustadt am Rübenberge: Polizei nimmt falschen Polizisten nach Schockanruf fest

10.08.2026 15:25 Uhr Polizeidirektion Hannover

Hannover (ots) - Die Polizei hat am Freitagabend, 07.08.2026, in Neustadt am Rübenberge einen 55 Jahre alten Mann nach einem sogenannten Schockanruf festgenommen, nachdem dieser versucht hatte, eine hohe Bargeldsumme von einer Seniorin zu erpressen. Die Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover dauern an.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover erhielt eine 87 Jahre alte Frau aus Neustadt am Rübenberge am Freitagabend einen Anruf. Am Telefon gab sich ein unbekannter Mann als Staatsanwalt aus und behauptete, der Enkel der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um angebliche strafrechtliche Folgen abzuwenden, sollte die 87-Jährige eine hohe Bargeldsumme zahlen.

Nach dem Telefonat wandte sich die Frau umgehend an einen ihr bekannten Polizisten des Polizeikommissariats Neustadt. Dieser erkannte den Erpressungsversuch und informierte seine Kolleginnen und Kollegen. Als sich der vermeintliche Staatsanwalt erneut meldete, vereinbarte die 87-Jährige zum Schein die Übergabe einer hohen Bargeldsumme.

Kurz darauf kündigte der falsche Staatsanwalt einen ebenso falschen Polizisten an, der das Geld vor Ort entgegennehmen sollte. Einsatzkräfte der Polizei warteten bereits in der Nähe und nahmen einen 55 Jahre alten Mann aus Bielefeld fest. Sie brachten ihn anschließend in das Polizeigewahrsam.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei dem 55-Jährigen um den mutmaßlichen falschen Polizisten. Die Ermittlungen richten sich insbesondere auch gegen mutmaßliche weitere Tatbeteiligte im Hintergrund, die den Schockanruf organisiert und gesteuert haben könnten. Die Identifizierung dieser Personen sowie ihrer jeweiligen Tatbeiträge ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Der Zentrale Kriminaldienst Hannover ermittelt wegen des Verdachts der versuchten banden- und gewerbsmäßigen Erpressung.

Weitere Tipps und Informationen zu Schockanrufen sowie weiteren Betrugsmaschen sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe/

Hinweis für Medienvertretende: Zum Schutz von Geschädigten nimmt die Polizei keine Vermittlung von Kontakten vor. /ms, ef

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Hannover Marcus Schmieder Telefon: 0511 109-1040 E-Mail: pressestelle@pd-h.polizei.niedersachsen.de https://www.pd-h.polizei-nds.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/66841/6330462 OTS: Polizeidirektion Hannover


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeidirektion Hannover
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