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Hannover (ots) - Die Landeshauptstadt Hannover und die Polizeidirektion Hannover
haben heute (Mittwoch, 12. August) den gemeinsamen Sicherheitsbericht 2025
vorgestellt. Der Bericht bündelt neben der Entwicklung der Kriminalität auch
Informationen zur Arbeit der Polizei und den kommunalen Ordnungsbehörden sowie
zur Entwicklung in den Bereichen Sauberkeit und Abfallentsorgung. Damit macht
der Bericht das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren sichtbar, die
maßgeblich zur Sicherheit und Lebensqualität im öffentlichen Raum beitragen. Die
Bilanz zeigt eine positive Entwicklung der Kriminalitätslage, zugleich bleiben
insbesondere Gewaltkriminalität und Messerangriffe zentrale Herausforderungen
der Sicherheitsbehörden. Der Bericht macht außerdem deutlich: Sicherheit,
Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Raum können nur im gemeinsamen
Zusammenwirken funktionieren und gewährleistet werden. "Sicherheit ist eine
Gemeinschaftsaufgabe und sie beginnt für uns als Stadt dort, wo Menschen ihren
Alltag erleben: auf Straßen und Plätzen, in unseren Quartieren, an Haltestellen
und in der Innenstadt. Deshalb setzen wir auf sichtbare Präsenz, konsequentes
Handeln, gute Prävention und eine saubere Stadt. Wir wollen nicht nur, dass
Hannover sicher ist, wir wollen, dass die Menschen diese Sicherheit auch jeden
Tag spüren. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit Polizei, aha und vielen weiteren
Partnern", sagt Oberbürgermeister Belit Onay. Die objektive Sicherheitslage hat
sich 2025 in wesentlichen Bereichen verbessert: Die Anzahl der in der
Polizeilichen Kriminalstatistik für Hannover erfassten Straftaten ging von
72.317 auf 67.087 zurück. Damit wurden rund 5.000 Straftaten weniger erfasst als
im Vorjahr - ein Rückgang um 7,2 Prozent. Hierdurch liegt die Gesamtkriminalität
auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig stieg
die Aufklärungsquote von 59 auf 61 Prozent. Die Gewaltkriminalität sank um rund
neun Prozent, die Zahl der Messerangriffe um rund acht Prozent. Auch die
Jugendgewalt ging deutlich zurück: von 461 tatverdächtigen Jugendlichen auf 341,
ein Rückgang um 26 Prozent. "Die positive Entwicklung der Kriminalitätslage ist
ein wichtiges Signal und zeigt, dass unsere gemeinsame Arbeit Wirkung entfaltet.
Gleichzeitig dürfen wir uns auf diesen Ergebnissen nicht ausruhen. Insbesondere
die Bekämpfung der Gewaltkriminalität und der Messerangriffe bleiben
Schwerpunkte unseres Handelns, denen wir weiterhin mit aller Konsequenz
begegnen", sagte Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten bei der heutigen
Vorstellung.
Mehr Präsenz und moderne Verkehrsüberwachung
Die Stadt hat den Städtischen Ordnungsdienst personell verstärkt. Die Zahl
seiner Kontrollen stieg 2025 von 12.439 auf 21.905, was einem Plus von 76,1
Prozent entspricht. Zum 1. Juli 2025 nahmen zudem die Ordnungsbotschafterinnen
und Ordnungsbotschafter ihre Arbeit auf. Der Sicherheitsbericht weist darauf
hin, dass die höheren Zahlen auch auf die deutlich gestiegene Kontrolldichte und
die verbesserte Erfassung zurückzuführen sind. Auch bei der Parkraumüberwachung
setzt die Landeshauptstadt auf Digitalisierung. Scan-Cars sollen perspektivisch
eine deutlich höhere Kontrolldichte ermöglichen. Nach Angaben des Berichts
können mit einem Scan-Fahrzeug in derselben Zeit etwa zehnmal so viele Fahrzeuge
überprüft werden wie bei herkömmlichen Fußkontrollen. Die Einführung erfolgt
schrittweise; mögliche Verstöße werden weiterhin durch Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter geprüft.
Gemeinsames Handeln für mehr Sicherheit
Im Umfeld des Hauptbahnhofs und in der Innenstadt arbeiten Stadt, Polizei,
Bundespolizei, DB Sicherheit, aha und weitere Partner eng zusammen. Gemeinsame
Streifen, Schwerpunktkontrollen und ein kontinuierlicher Austausch ermöglichen
ein abgestimmtes Vorgehen. Im Mittelpunkt stehen auch hier unter anderem
Raubdelikte, Körperverletzungen und Messerangriffe. "Mehr Präsenz, schnellere
Reaktionswege und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern stärken die
Sicherheit in Hannover. Der Städtische Ordnungsdienst, die
Ordnungsbotschafter*innen und die Kolleg*innen der Stadtreinigung leisten dazu
jeden Tag einen sichtbaren und wichtigen Beitrag. Unser Ziel ist ein Hannover,
das Sicherheit und Sauberkeit für die Menschen erlebbar macht in allen
Stadtteilen und im täglichen Miteinander", sagt Ordnungsdezernet Axel von der
Ohe.
Sauberkeit als Teil von Sicherheit und Lebensqualität
Seit 2023 fließt auch die Jahresbilanz von aha in den gemeinsamen
Sicherheitsbericht ein. Hintergrund ist der Zusammenhang zwischen der Sauberkeit
des öffentlichen Raums, der Aufenthaltsqualität und dem subjektiven
Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger. Der Bericht macht damit einmal
mehr deutlich, dass Sicherheit im öffentlichen Raum über die Verhinderung und
Verfolgung von Straftaten hinausgeht: auch ein attraktives, gepflegtes und
geordnetes Umfeld leistet einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit und
Lebensqualität. 2025 wurden rund 1.484 Tonnen illegaler Abfälle entsorgt und an
29.156 Stellen Abfallablagerungen beseitigt. Die Müllmelde-App nutzten 67.108
Menschen. "Stadtsauberkeit ist ein wesentlicher Bestandteil für das
Sicherheitsgefühl in unserer Stadt, daher arbeiten wir Hand in Hand mit Stadt
und Polizei zusammen. Wenn Straßen und Plätze gepflegt sind, steigt die
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum spürbar. Unsere Teams arbeiten täglich,
um Müll schnell zu beseitigen und Hannover sauber zu halten, denn ein
ordentliches Umfeld stärkt das Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger", sagt
Simon Grabow, Leiter der Stadtreinigung bei aha.
Der komplette Sicherheitsbericht ist unter: https://www.pd-h.polizei-nds.de/krim
inalitaet/kriminalitatsverteilung-in-hannover-2020-bis-2025-vorstellung-des-acht
en-sicherheitsberichts-115041.html abrufbar.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Hannover
Anastasia Polonewicz
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OTS: Polizeidirektion Hannover
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