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Düsseldorf (ots) - YSL Beauty (https://www.yslbeauty.de/abuse-is-not-love.html)
kündigt heute eine entscheidende Erweiterung seiner globalen Initiative Abuse Is
Not Love - im deutschsprachigen Raum Liebe ohne Gewalt - an, um aktiv gegen den
Anstieg digitalisierter Partnerschaftsgewalt (Technology-Facilitated Intimate
Partner Violence, TFIPV) vorzugehen. Gestützt auf das anhaltende Engagement für
die Förderung von Thought Leadership und evidenzbasierter sozialer
Wirkungsforschung, wird der jüngste Schwerpunkt der Marke durch einen
wegweisenden Kommentar untermauert, der im Stanford Journal of Trust and Safety
veröffentlicht wurde. Der von der Forschungsberaterin und Psychologin Dr. Nina
Jane Patel verfasste Beitrag mit dem Titel " Abuse Is Not Love: Failure To
Recognize Technology Facilitated Intimate Partner Violence
(https://tsjournal.org/index.php/jots/article/view/362) " legt dar, wie die
rasante digitale Entwicklung, elterliche Überwachungsgewohnheiten und
aufkommende KI-Tools die Grenzen zwischen Fürsorge und zwanghafter Kontrolle für
junge Erwachsene weltweit verschwimmen lassen. Basierend auf tiefgehenden
qualitativen Analysen mit führenden NGO-Expertinnen und -Experten aus zehn
Ländern - darunter Frankreich, Spanien, den USA, dem Vereinigten Königreich,
Schweden, Südafrika, Indonesien, Griechenland, Brasilien und der Tschechischen
Republik - zeigt die Publikation, dass TFIPV eine eskalierende globale
Herausforderung ist. Da die Fallzahlen im Bereich digitaler Gewalt weltweit um
über 62 % gestiegen sind, sind junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren nach
wie vor am stärksten gefährdet und gleichzeitig am wenigsten in der Lage, diese
Gefahren zu benennen.
DIE KERNERGEBNISSE: DIE UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN LIEBE UND DIGITALER KONTROLLE
Dr. Patels Kommentar beschreibt vier grundlegende systemische Barrieren, die
junge Menschen daran hindern, digitale Gewalt zu erkennen, ergänzt durch eine
alarmierende fünfte, neu entstehende Bedrohung:
- Normalisierung von digitaler Kontrolle: Standortfreigabe, digitale Check-ins
und die Forderung nach Passwörtern sind so zur Routine geworden, dass
Jugendliche sie nicht mehr hinterfragen. Das Fehlen physischer Anzeichen macht
diese psychologische Gewalt weitgehend unsichtbar.
- Vorbildfunktion von Eltern und Bezugspersonen: Gut gemeintes Tracking durch
Eltern vermittelt eine frühe Lektion: "Wenn du mich liebst, hast du nichts zu
verbergen." Dieses Verhalten wird später von Partnern als Liebesbeweis
eingefordert.
- Die Sprachlücke: Junge Menschen spüren die tiefgreifende Angst einer ständigen
digitalen Überwachung, verfügen jedoch nicht über das Vokabular, um sie zu
definieren. Kontrollierendes Verhalten wird als "Intensität",
"Beschützerinstinkt" oder "Eifersucht" statt als partnerschaftliche Gewalt
umgedeutet.
- Versagen der Rechtsdurchsetzung: Trotz bestehender rechtlicher
Rahmenbedingungen gibt es oft eine Lücke im praktischen Umgang mit
digitalisierter partnerschaftlicher Gewalt. Standardratschläge, wie "Blockiere
den Täter einfach" oder "Geh offline", isolieren und beschuldigen das Opfer
letztlich.
- KI als Verstärker von Schaden: Das rasante Aufkommen generativer KI begünstigt
Deepfake-Erpressung (Undress-Apps), KI-generierte täuschende Nachrichten und
KI-Chatbots, die toxisches Kontrollverhalten aktiv validieren.
DIE NEUN WARNSIGNALE, ANGEPASST AN DIE DIGITALE WELT
YSL Beauty hat Liebe ohne Gewalt im Jahr 2020 ins Leben gerufen, um
partnerschaftliche Gewalt zu verhindern und zu bekämpfen. Das Programm basiert
auf vier Hauptsäulen - interne Schulungen, Partnerschaften mit gemeinnützigen
Organisationen, akademische Vordenkerrolle und öffentliche Aufklärung - und
konzentriert sich auf Prävention, indem es das Bewusstsein für die frühen
Warnzeichen von partnerschaftlicher Gewalt schärft, bevor diese eskaliert. Um
den komplexen und oft unsichtbaren Formen digitaler Gewalt zu begegnen, denen
junge Menschen heute ausgesetzt sind, hebt YSL Beauty nun hervor, wie sich diese
wichtigen Warnzeichen in der digitalen Landschaft manifestieren. Das Ziel ist
es, jungen Menschen die Sprache an die Hand zu geben, ihre alltägliche digitale
Realität zu entschlüsseln und gleichzeitig einen wichtigen kulturellen Wandel
hin zu sicheren, gesunden Beziehungen anzustoßen.
1. Ignoranz: Absolutes Ignorieren von Nachrichten oder Abschalten von
Benachrichtigungen als Form digitaler Bestrafung durch Schweigen.
2. Erpressung: Drohungen, private Screenshots, Fotos oder KI-generierte
Deepfakes zu teilen, um Gehorsam zu erzwingen.
3. Demütigung: Veröffentlichung peinlicher Inhalte oder Bewertung/Beschämung
eines Partners auf öffentlichen Social-Media-Kanälen.
4. Manipulation: Verwendung schuldinduzierender Formulierungen wie "Wenn du mich
lieben würdest, würdest du mir dein Passwort geben".
5. Eifersucht: Verhör eines Partners wegen Social-Media-"Likes", -Abos oder
-Stories.
6. Kontrolle: Diktieren, wem ein Partner folgen oder wen er blockieren darf,
oder was er online posten darf.
7. Eingriff in dein Leben: Fordern von Passwörtern, Durchsuchen von
Direktnachrichten und Verfolgen von Standorten in Echtzeit.
8. Isolation: Erzwingen der Löschung von Social-Media-Konten, des Blockierens
von Freunden oder des Verlassens von Gruppenchats.
9. Einschüchterung: Überschüttung des Partners mit ständigen fordernden
Nachrichten oder Nutzung von Lesebestätigungen, um verzögerte Antworten zu
bestrafen.
Das Bild- und Pressematerial ist unter
https://www.picdrop.com/yslbeauty/LiebeOhneGewalt verfügbar.
Die Studie steht Ihnen hier zur Verfügung:
https://tsjournal.org/index.php/jots/article/view/362
Pressekontakt:
GOSSIP+ Public Relations: Vanessa de Silva - desilva@gossipplus.de I Joelle
Wörtche - woertche@gossipplus.de
Yves Saint Laurent Beauty: Marco Krenn - marco.krenn@loreal.com I Frederick
Müller - frederick.mueller@loreal.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/134317/6362869
OTS: YSL Beauty
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