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Heist (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Itzehoe und der
Polizeidirektion Bad Segeberg:
Am Samstag, den 27.06.2026, kam es in Heist zu einem sexuellen Missbrauch zweier
Mädchen, die jedoch fliehen und den Notruf verständigen konnten. Die Polizei
ermittelte den Tatverdächtigen bereits und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
Nach Angaben der beiden 9 und 10 Jahre alten Mädchen hielten sie sich am
Samstagabend zwischen 19 und 20 Uhr in der Uetersener Innenstadt in der Straße
"An der Klosterkoppel" an einer Bushaltestelle auf, an der kurz darauf ein Mann
mit seinem Pkw hielt und die Mädchen fragte, ob er sie mitnehmen könne.
Nach anfänglichem Zögern seien die Mädchen eingestiegen. Der Mann sei daraufhin
mit ihnen in die bewaldete Straße "Zum Haselauer Moor" in Heist gefahren und
habe sie aufgefordert sich auszuziehen. Als die Mädchen daraufhin aus dem
Fahrzeug fliehen wollten, habe der Tatverdächtige eines der Mädchen kurzzeitig
an der Flucht gehindert und sie festgehalten. Dabei habe er sie an das Gesäß
gefasst. Schlussendlich konnten sich jedoch beide aus der Gewalt des Mannes
befreien und die Polizei über 110 informieren. Beamte der Polizeistation
Uetersen trafen die beiden Mädchen kurz darauf an.
Aufgrund der guten Beschreibung nahmen Einsatzkräfte den 35 Jahre alten
deutschen Tatverdächtigen im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung wenig
später in Moorrege widerstandslos vorläufig fest. Er wurde für weitere
kriminalpolizeiliche Maßnahmen zum Polizeirevier Pinneberg verbracht. Polizei
und Staatsanwaltschaft leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen sexuellen
Missbrauchs von Kindern ein, die intensiven Ermittlungen dauern an.
Sollte es Zeugen geben, die das Ansprechen der Mädchen durch den Tatverdächtigen
in der Straße "An der Klosterkoppel" in Uetersen beobachtet haben, werden diese
gebeten sich unter der Rufnummer 04101-2020 zu melden oder ihre Mitteilungen
schriftlich an SG1.pinneberg.ki@polizei.landsh.de zu senden.
Wir möchten in diesem Zusammenhang folgende Verhaltenstipps für Eltern zum
Schutz ihrer Kinder geben:
- Im besten Fall sprechen Sie regelmäßig ohne konkreten Anlass mit
Ihrem Kind darüber, dass es nicht mit fremden Personen mitgehen
oder in fremde Fahrzeuge einsteigen darf. Klären Sie Ihr Kind
über mögliche Gefahren auf, ohne es zu verängstigen. Ein
selbstbewusst auftretendes Kind, das sich traut, auch zu
Erwachsenen "nein" zu sagen, wirkt auf potenzielle Täter
abschreckend.
- Verdeutlichen Sie Ihrem Kind, dass es nur dann mit anderen
Menschen mitgehen darf, wenn Sie es ausdrücklich genehmigt
haben.
- Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es Ihnen darüber berichtet,
wenn es zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert wurde.
- Erklären Sie Ihrem Kind, dass es nicht an fremde Fahrzeuge
herantreten oder sich hineinbeugen sollte: Machen Sie Ihrem Kind
klar, dass es in Ordnung ist einfach weiterzugehen, falls es von
Fremden angesprochen wird.
- Wichtig ist auch, dass Ihrem Kind klar sein sollte, dass nicht
jeder Autofahrer, der nach dem Weg fragt, eine mögliche Gefahr
darstellt.
- Üben Sie ruhig mit Ihrem Kind höflich auf bestimmte Fragen zu
antworten: "Fragen Sie einen Erwachsenen, ich weiß das nicht!",
bevor es einfach weiter geht.
- Sagen Sie Ihrem Kind, dass es sich sofort und energisch wehren
und laut schreien darf, wenn jemand das Kind festhält und
mitnehmen will. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es in so einem
Fall versuchen soll, Hilfe zu holen (bei Passanten oder in
Geschäften / Wohnhäusern).
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Bad Segeberg
- Pressestelle -
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg
Niklas Stäß
Telefon: 04551-884-2020
E-Mail: niklas.staess@polizei.landsh.de
oder
Staatsanwaltschaft Itzehoe
- Pressestelle -
Feldschmiedekamp 2
25524 Itzehoe
Peter Müller-Rakow
Telefon: 04821-66-0
E-Mail: pressestelle@staiz.landsh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/19027/6304562
OTS: Polizeidirektion Bad Segeberg
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