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Berlin (ots) - Wenn die Berliner am kommenden Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus
wählen, wird ein Thema besonders entscheidend sein: das bezahlbare Wohnen in der
Bundeshauptstadt. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Repräsentanz
Transparente Gebäudehülle (RTG) gaben zwei Drittel der Befragten an, dass dieses
Thema wichtig für die Entscheidung sei, welcher Partei sie ihre Stimme geben.
Besonders deutlich fällt das Urteil über die bisherige Wohnungsbaupolitik aus:
45 Prozent der befragten Berliner stellen ihrer Landesregierung hier die Note
Sechs aus, 26 Prozent geben eine Fünf. Insgesamt 21 Prozent vergeben Dreien und
Vieren. Einsen und Zweien sucht man fast vergeblich. Die Bewertung fällt in eine
Zeit, in der der Senat seine selbst gesetzte Zielmarke von jährlich bis zu
20.000 neuen Wohnungen deutlich verfehlt hat. So wurden im Jahr 2025 laut Amt
für Statistik Berlin-Brandenburg lediglich 11.000 Wohnungen fertiggestellt. Hohe
Mieten und Kaufpreise, ein knappes Wohnungsangebot, die Sorge vor Verdrängung
und schlechte Chancen auf Eigentum prägen weiterhin die Situation auf dem
Berliner Wohnungsmarkt.
Wohnungsbaupolitik muss mit Entwicklung Berlins Schritt halten
"Die Zahlen sind ein deutliches Signal an die Berliner Politik: Bezahlbares
Wohnen ist für die Menschen eine zentrale Wahlfrage. Berlin braucht mehr
Wohnungen und bessere Bedingungen, um den vorhandenen Gebäudebestand
zukunftsfähig zu modernisieren. Es müssen mehr Neubauten errichtet,
Investitionen angereizt und Verfahren weiter beschleunigt werden. Gerade bei der
Bauförderung ist noch Luft nach oben, auch wenn die Landesregierung in den
vergangenen Jahren nicht untätig war", sagt Thomas Drinkuth, Leiter der
Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG).
Um der angespannten Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt entgegenzuwirken,
hat der Senat in den vergangenen Monaten mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht.
So beschloss er in diesem Frühjahr das "Einfacher-Bauen-Gesetz" und bereits Ende
2024 das "Schneller-Bauen-Gesetz". Diese Gesetze sollen Verfahren beschleunigen
und rechtliche Hürden abbauen. Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus wurde
deutlich angehoben. Bis diese Maßnahmen ihre Wirkung vollständig entfalten und
zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen können, dürfte jedoch noch
einige Zeit vergehen.
Aus Sicht der RTG muss die nächste Landesregierung sowohl den Mietwohnungsbau
als auch die Herstellung selbstgenutzten Wohneigentums entschlossen
vorantreiben. Günstiges Bauland sowie attraktive Zuschüsse und Förderkredite
können helfen, das Bauen schneller wieder anzuschieben. Auch
eigenkapitalersetzende Maßnahmen für Wohnungsunternehmen sind wichtig. "Neben
dem Neubau sollten auch Potenziale im Bestand, etwa durch Aufstockung,
Dachausbau oder Umbauten, stärker genutzt werden. Die Mittel gegen die
Wohnungsbaukrise liegen auf dem Tisch. Der neue Senat muss sie aber entsprechend
priorisieren", so Drinkuth.
Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der Repräsentanz Transparente
Gebäudehülle (RTG) vom Meinungsforschungsinstitut Civey vom 14. bis 16.
September 2026 durchgeführt.
Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des
Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung
Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen
mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema sowie
den Kooperationspartnern Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz und EPPA
Deutschland. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und
Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.
Pressekontakt:
Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
Florian Beißwanger, Senior Manager Public Relations / Public Affairs
E-Mail: mailto:beisswanger@rtg-politik.de
Tel.: +49 30 700 140 247
Unter den Linden 10
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159102/6354614
OTS: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
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