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Bezahlbares Wohnen prägt Wahlentscheidung von zwei Dritteln der Berliner / Umfrage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeigt große Unzufriedenheit mit der Wohnungsbaupolitik (FOTO)

18.09.2026 13:16 Uhr Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR

Berlin (ots) - Wenn die Berliner am kommenden Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus wählen, wird ein Thema besonders entscheidend sein: das bezahlbare Wohnen in der Bundeshauptstadt. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) gaben zwei Drittel der Befragten an, dass dieses Thema wichtig für die Entscheidung sei, welcher Partei sie ihre Stimme geben.

Besonders deutlich fällt das Urteil über die bisherige Wohnungsbaupolitik aus: 45 Prozent der befragten Berliner stellen ihrer Landesregierung hier die Note Sechs aus, 26 Prozent geben eine Fünf. Insgesamt 21 Prozent vergeben Dreien und Vieren. Einsen und Zweien sucht man fast vergeblich. Die Bewertung fällt in eine Zeit, in der der Senat seine selbst gesetzte Zielmarke von jährlich bis zu 20.000 neuen Wohnungen deutlich verfehlt hat. So wurden im Jahr 2025 laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg lediglich 11.000 Wohnungen fertiggestellt. Hohe Mieten und Kaufpreise, ein knappes Wohnungsangebot, die Sorge vor Verdrängung und schlechte Chancen auf Eigentum prägen weiterhin die Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Wohnungsbaupolitik muss mit Entwicklung Berlins Schritt halten

"Die Zahlen sind ein deutliches Signal an die Berliner Politik: Bezahlbares Wohnen ist für die Menschen eine zentrale Wahlfrage. Berlin braucht mehr Wohnungen und bessere Bedingungen, um den vorhandenen Gebäudebestand zukunftsfähig zu modernisieren. Es müssen mehr Neubauten errichtet, Investitionen angereizt und Verfahren weiter beschleunigt werden. Gerade bei der Bauförderung ist noch Luft nach oben, auch wenn die Landesregierung in den vergangenen Jahren nicht untätig war", sagt Thomas Drinkuth, Leiter der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG).

Um der angespannten Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt entgegenzuwirken, hat der Senat in den vergangenen Monaten mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht. So beschloss er in diesem Frühjahr das "Einfacher-Bauen-Gesetz" und bereits Ende 2024 das "Schneller-Bauen-Gesetz". Diese Gesetze sollen Verfahren beschleunigen und rechtliche Hürden abbauen. Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus wurde deutlich angehoben. Bis diese Maßnahmen ihre Wirkung vollständig entfalten und zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen können, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen.

Aus Sicht der RTG muss die nächste Landesregierung sowohl den Mietwohnungsbau als auch die Herstellung selbstgenutzten Wohneigentums entschlossen vorantreiben. Günstiges Bauland sowie attraktive Zuschüsse und Förderkredite können helfen, das Bauen schneller wieder anzuschieben. Auch eigenkapitalersetzende Maßnahmen für Wohnungsunternehmen sind wichtig. "Neben dem Neubau sollten auch Potenziale im Bestand, etwa durch Aufstockung, Dachausbau oder Umbauten, stärker genutzt werden. Die Mittel gegen die Wohnungsbaukrise liegen auf dem Tisch. Der neue Senat muss sie aber entsprechend priorisieren", so Drinkuth.

Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) vom Meinungsforschungsinstitut Civey vom 14. bis 16. September 2026 durchgeführt.

Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema sowie den Kooperationspartnern Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz und EPPA Deutschland. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.

Pressekontakt:

Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR Florian Beißwanger, Senior Manager Public Relations / Public Affairs E-Mail: mailto:beisswanger@rtg-politik.de Tel.: +49 30 700 140 247 Unter den Linden 10 10117 Berlin

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/159102/6354614 OTS: Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
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