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Berlin (ots) - Aktuelle Buchungsdaten von PiNCAMP zeigen: Camper reagieren auf
veränderte klimatische Bedingungen. Sie weichen auf kühlere Reiseziele aus und
verlagern ihre Urlaube in das Frühjahr und den Herbst.
Steigende Temperaturen und veränderte klimatische Bedingungen beeinflussen
zunehmend die Reiseplanung europäischer Camper. Die aktuelle Saisonanalyse von
PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, wertet Buchungen für die Reisejahre 2023
bis 2026 aus und zeigt einen klaren Trend: Die Nachfrage verteilt sich stärker
über das Jahr und über mehrere Regionen Europas. Während Südeuropa weiterhin den
Großteil der deutschen Campingreisen auf sich vereint, gewinnen kühlere
Reiseziele im Norden sowie Reisen außerhalb der klassischen Sommerferien an
Bedeutung.
Pressemappe: Grafiken, Tabellen und Bildmaterial - hier herunterladen. (https://
drive.google.com/drive/folders/1SM5Qx7_CGwd52aYvL7J7ii2nPggf4L18?usp=sharing)
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick
Buchungsentwicklung für Camping-Reisen im Juli/August 2026 gegenüber dem Vorjahr
(Stand: Juni 2026):
- Nordeuropa: +15 %
- Mitteleuropa: +6 %
- Südeuropa: -2 %
Südeuropa bleibt das Traumreiseziel - verliert im Sommer jedoch an Dynamik
Trotz veränderter Reisegewohnheiten bleibt Südeuropa das Traumreiseziel für
deutsche Camper. Frankreich, Italien, Spanien, Kroatien und Portugal vereinen im
Hochsommer insgesamt 67% des Buchungsvolumens aller betrachteten Länder auf
PiNCAMP.
Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Verteilung der Nachfrage auf
verschiedene Regionen Europas. Während die Zahl der Buchungen für südeuropäische
Länder für den Sommer noch leicht unter Vorjahresniveau (-2 %) liegt, wachsen
kühlere Destinationen in Mitteleuropa (+6%) und Nordeuropa (+15%) stärker.
"Südeuropa bleibt das Traumreiseziel des europäischen Campingtourismus.
Gleichzeitig beobachten wir, dass Camper ihre Mittelmeerreisen zunehmend
differenzierter planen als noch vor wenigen Jahren. Die Hauptsaison stagniert,
die Nachfrage verlagert sich immer häufiger in die Nebensaison" , sagt Uwe
Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP (https://www.pincamp.de/)
, dem Campingportal des ADAC.
Wärmere Sommer und hohe Reisekosten verändern die Nachfrage
Die Entwicklung fällt zeitlich mit einer zunehmenden Hitzebelastung in Europa
zusammen. Laut dem aktuellen Klimabericht European State of the Climate 2025 (ht
tps://eu-space.europa.eu/news/observer-esotc-2025-record-heat-melting-ice-and-co
ntinent-under-pressure) des EU-Klimadienstes Copernicus ist Europa der sich am
schnellsten erwärmende Kontinent der Erde. Seit Mitte der 1990er-Jahre steigen
die Temperaturen um rund 0,6 Grad Celsius pro Jahrzehnt - mehr als doppelt so
schnell wie im globalen Durchschnitt. Im Sommer 2025 wurde Europa von mehreren
außergewöhnlichen Hitzewellen erfasst. Allein die Hitzewelle im Juli 2025
dauerte 25 Tage und zählt zu den schwersten seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch
im Mai 2026 wurden bereits Rekordwerte in Frankreich (38 Grad) und Portugal (40
Grad) gemessen.
Parallel zu den klimatischen Veränderungen hat auch die Preisentwicklung einen
Einfluss auf die Reiseplanung der Camper. Die Campingdestinationen mit den
höchsten Preisen liegen überwiegend im Süden Europas. Laut PiNCAMP Preisanalyse
2026 (https://www.pincamp.de/unternehmen/camping-statistik/grosser-pincamp-preis
vergleich-europa/) , kostet eine Campingnacht in der Hochsaison für eine Familie
in Kroatien durchschnittlich 73 EUR, in Italien 63 EUR und in Spanien 58 EUR. In
Norwegen (38 EUR), Schweden (40 EUR) und Deutschland (41 EUR) liegen die
Durchschnittspreise deutlich niedriger.
"Wo hohe Sommertemperaturen und hohe Reisekosten zusammenkommen, beobachten wir
eine erste Veränderung in der Nachfrage, hier besteht Offenheit für alternative
Reiseziele oder Reisezeiträume", sagt Frers.
Nord- und Mitteleuropa profitieren vom Trend zur "Coolcation"
Von dieser Entwicklung profitieren im Hochsommer vor allem Regionen mit milderen
klimatischen Bedingungen. Das Phänomen der "Coolcation" - das gezielte
Ausweichen in kühlere Urlaubsregionen während der Sommermonate - schlägt sich
erstmals spürbar in den aktuellen Buchungsdaten von PiNCAMP nieder.
Die nordeuropäischen Länder Dänemark, Schweden und Norwegen verzeichnen im Juli
und August insgesamt ein Wachstum von 15 % gegenüber dem Vorjahr. Noch
deutlicher wird der Trend im langfristigen Vergleich: Seit 2023 ist die
Nachfrage nach Campingurlauben in Skandinavien während der Sommermonate um 68 %
gestiegen.
Auch Mitteleuropa entwickelt sich positiv, besonders stark legen die Niederlande
(+22 %) und Deutschland (+10 %) zu.
"Der Trend zur sogenannten Coolcation wird zunehmend sichtbar. Urlauber suchen
nicht weniger Sonne, sondern angenehmere Bedingungen während der heißesten
Wochen des Jahres", sagt Frers.
Die Campingsaison wird länger
Die größten Veränderungen zeigen sich jedoch bei den Reisezeiträumen. Sowohl im
Frühjahr als auch im Herbst wachsen die Buchungen deutlich stärker als in den
klassischen Sommerferien.
Buchungsentwicklung Frühjahr (April bis Juni) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
- Nordeuropa: +53 %
- Mitteleuropa: +25 %
- Südeuropa: +18 %
Buchungsentwicklung Herbst (September bis Oktober) im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum
- Nordeuropa: +47 %
- Mitteleuropa: +5 %
- Südeuropa: +4 %
Besonders die traditionellen Urlaubsländer in Südeuropa profitieren davon, dass
sich die Nachfrage zunehmend auf Frühjahr und Herbst verteilt. Angenehmere
Temperaturen außerhalb der Hochsommermonate sowie eine größere zeitliche
Flexibilität vieler Campingurlauber machen Reisen nach Südeuropa über das ganze
Jahr hinweg attraktiver.
Die Urlaubslandkarte wird nicht kleiner - sie entzerrt sich
Die Daten zeigen damit keine Abkehr von einzelnen Urlaubsregionen, sondern eine
stärkere zeitliche und geografische Verteilung der Nachfrage.
"Die Urlaubslandkarte entzerrt sich zeitlich. Statt einer extremen Konzentration
auf wenige Sommerwochen sehen wir die Entwicklung hin zu einer längeren
Campingsaison. Südeuropa wird zum Ganzjahresreiseziel für Camper. Davon
profitieren Urlauber ebenso wie viele Tourismusregionen in Europa", sagt Frers.
Methode
Die Analyse basiert auf anonymisierten Buchungsdaten von PiNCAMP für die
Reisejahre 2023 bis 2026 (Stand: Juni 2026).
Für die Auswertung wurden drei Regionen betrachtet:
- Nordeuropa: Dänemark, Schweden, Norwegen
- Mitteleuropa: Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande
- Südeuropa: Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Kroatien
Für bereits abgeschlossene Reisezeiträume wurden tatsächliche Buchungsdaten
ausgewertet. Für noch bevorstehende Reisezeiträume basiert die Analyse auf dem
aktuellen Buchungsstand und dient als Trendindikator für das laufende Reisejahr.
Die Ergebnisse spiegeln das Buchungsverhalten auf PiNCAMP wider und sind als
Plattformtrends zu verstehen. Sie lassen sich nicht unmittelbar auf den gesamten
europäischen Campingmarkt übertragen.
Die vollständigen Daten sind in der Pressemappe (https://drive.google.com/drive/
folders/1SM5Qx7_CGwd52aYvL7J7ii2nPggf4L18?usp=sharing) verfügbar.
Pressekontakt:
Anja Borngässer
PR & Kommunikation PiNCAMP
Telefon: +49 151 72187416
E-Mail: mailto:presse@pincamp.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/143896/6299864
OTS: PiNCAMP powered by ADAC
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