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Berlin (ots) - Evaluation des Deutschen Zentrums für Altersfragen zeigt: Die
Silbernetz-Hotline erreicht hoch belastete und oft schwer erreichbare ältere
Menschen. Schon kurze Gespräche können Einsamkeit spürbar lindern.
Einsamkeit im Alter ist nicht nur ein persönliches Problem, sondern eine
gesamtgesellschaftliche Herausforderung mit Folgen für Gesundheit und
gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade für ältere Menschen ist es oft schwer,
Einsamkeit aus eigener Kraft zu überwinden. Zwar gibt es inzwischen zahlreiche
Angebote gegen Einsamkeit, bislang ist jedoch wissenschaftlich nur begrenzt
abgesichert, welche dieser Maßnahmen sozial besonders belastete Menschen
tatsächlich erreichen und in welchem Ausmaß sie Einsamkeit reduzieren können.
Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im
Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
(BMBFSFJ) die Silbernetz-Hotline evaluiert. Silbernetz ist ein anonymes und
niedrigschwelliges Gesprächsangebot für ältere Menschen, das täglich telefonisch
erreichbar ist. Die Hotline richtet sich insbesondere an Menschen, die sich
einsam fühlen und sich Austausch und ein offenes Ohr wünschen.
Bundesfamilienministerin Karin Prien: "Einfach mal reden kann für einsame
Menschen einen großen Unterschied machen. Die Studienergebnisse belegen
eindrücklich, wie wirksam vermeintlich kleine Gesten gegen Einsamkeit sein
können. Sie ermutigen uns alle aufmerksam zu sein und hinzuschauen in unserem
Umfeld. Ich danke dem Deutschen Zentrum für Altersfragen und dem Silbernetz e.
V. für dieses wertvolle Projekt. Mit der Evaluation stärken wir das Wissen über
die Wirksamkeit von Angeboten gegen Einsamkeit. Mit der Allianz gegen Einsamkeit
wollen wir helfen, solche Erkenntnisse zu sammeln, um Einsamkeit ganz konkret zu
bekämpfen."
Dr. Oliver Huxhold (Deutsches Zentrum für Altersfragen ): "Unsere Ergebnisse
zeigen, wie wertvoll anonyme und niedrigschwellige Gesprächsangebote wie
Silbernetz gerade für sozial stark belastete Menschen sein können. Dass bereits
kurze Gespräche von etwa 20 Minuten spürbar entlasten können, ist besonders
bemerkenswert. Zugleich sehen wir die Silbernetz-Hotline nicht nur als
unmittelbare Unterstützung, sondern auch als möglichen Türöffner für
weitergehende Hilfen."
Die Ergebnisse auf Basis von 208 Anrufenden im Alter von 50 bis 93 Jahren
zeigen: Menschen, die erstmals bei Silbernetz anrufen, sind im Durchschnitt
emotional und sozial einsamer als etwa 95 Prozent der gleichaltrigen
Bevölkerung. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass bereits kurze Gespräche von
rund 20 Minuten Einsamkeit bedeutsam verringern können. Trotz dieser
Verbesserungen bleibt das Einsamkeitsniveau der Anrufenden hoch.
Die Ergebnisse unterstreichen damit zweierlei: Die Silbernetz-Hotline erreicht
Menschen, die besonders schwer erreichbar sind, und kann mit kurzen Gesprächen
erste wichtige Impulse auf dem Weg aus der Einsamkeit setzen.
Die Ergebnisse des Projekts "Reichweite und Wirkung der Silbernetz-Hotline"
(ReWiSil Projektseite: https://ots.de/LHA9qJ ) werden am 24. Juni 2026 im Rahmen
der Aktionswoche "Gemeinsam aus der Einsamkeit" in Berlin vorgestellt (Link zum
Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=FU5L4pai-gM ) und sind in der
Broschüre "Einfach mal reden - Reichweite und Wirkung der Silbernetz-Hotline
gegen Einsamkeit" nachzulesen ( https://doi.org/10.60922/nfbv-gz74 ).
Das Deutsche Zentrum für Altersfragen ist Mitglied in der Allianz gegen
Einsamkeit ( https://ots.de/SQcKZJ )
Pressekontakt:
Stefanie Hartmann
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
https://www.dza.de/presse.html
mailto:stefanie.hartmann@dza.de
Tel.: 030 / 260 740 25
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/131425/6299956
OTS: Deutsches Zentrum für Altersfragen
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