Köln
Top-News
Köln, Stadt
Fläche: 405,15 km²
Einwohner: 967.940
PLZ: 50667
|
dbb: Rente muss auch in Zukunft den Lebensstandard sichern |
 |
| 23.06.2026 11:16 Uhr |
dbb beamtenbund und tarifunion |
|
|
Berlin (ots) - Der Bericht der Rentenkommission enthält interessante Ansätze,
teilweise sieht der dbb die Empfehlungen aber sehr kritisch.
"Eine pauschale Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir ab. In vielen
Berufen schaffen es die Kolleginnen und Kollegen gesundheitlich schon heute kaum
bis zum regulären Renteneintritt", sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer
am 23. Juni 2026 nach der Vorstellung der Empfehlungen der Rentenkommission in
Berlin. "Wenn überhaupt, ist das nur machbar mit entsprechend großzügigen
Ausnahmen nach einer Gesundheitsprüfung, wie sie im Kommissionsbericht angedacht
sind. Hier wird es also auf die konkrete Ausgestaltung ankommen."
Zum von der Kommission vorgeschlagenen "Schwedischen Modell" einer teilweisen
Kapitaldeckung der Rentenansprüche sagte Geyer: "Das ist eine interessante Idee,
aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Die Regierung spricht dauernd
davon, die Belastungen für Beschäftigte und Wirtschaft senken zu wollen. Das
Gegenteil würde aber beim angedachten Kapitaldeckungsmodell passieren. Die
Lohnnebenkosten würden weiter erhöht. Für unsere Kolleginnen und Kollegen würde
das also bedeuten, dass noch weniger netto vom brutto bleibt. So geht das
nicht." Für den dbb sei klar: Bei allen angedachten Maßnahmen - auch
hinsichtlich des Rentenniveaus - müsse sichergestellt werden, dass der
Lebensstandard aktueller sowie künftiger Rentnerinnen und Rentner gewahrt werde.
Hinsichtlich des Berufsbeamtentums sieht sich der dbb durch die Empfehlungen
weitestgehend bestätigt. "Die Kommission hält eine Einbeziehung der Beamtinnen
und Beamten in die Gesetzliche Rentenversicherung für nicht sinnvoll. Wie wir.
Die Kommission empfiehlt, dass Bund und Länder verpflichtend Vorsorge für
zukünftige Pensionszahlungen treffen müssen. Wie wir. Die Kommission sieht die
Notwendigkeit, dass Änderungen im Rentenrecht systemgerecht auf die Versorgung
übertragen werden müssen. Das ist bereits heute im Wesentlichen gängige Praxis",
erklärte Geyer.
"Wir werden nun alle Vorschläge einzeln und in ihrer Gesamtheit im Detail prüfen
und bewerten", so der dbb-Chef.
Pressekontakt:
dbb - beamtenbund und tarifunion
Dr. Frank Zitka
Telefon: 030.4081-5510
Fax: 030.4081-5599
Email: zitka@dbb.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7034/6300001
OTS: dbb beamtenbund und tarifunion
|
|
Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - dbb beamtenbund und tarifunion
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung
|