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München (ots) - Die internationale Personalberatung Heidrick & Struggles
analysiert jährlich im Rahmen ihrer Studie "Route to the Top" Muster bei der
CEO-Besetzung führender Konzerne. In Europa wurden neben einer quantitativen
Auswertung 299 Topmanagerinnen und -manager befragt, welche Herausforderungen
die Unternehmenslenker zu bewältigen haben und wie sie darauf vorbereitet sind.
Geopolitische und wirtschaftliche Volatilität beschleunigen sich und
technologische Disruptionen nehmen zu. Dabei sind Unternehmen, die die
CEO-Berufungen an eine Vielzahl strategischer Szenarien ausrichten, besser
positioniert, um Disruptionen zu meistern, grundlegende Veränderungen umzusetzen
und die Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmen aufrechtzuerhalten. Dies ist ein
Ergebnis der aktuellen "Route to the Top"(RTTT)-Studie von Heidrick & Struggles.
Nicolas von Rosty, Deutschlandchef von Heidrick & Struggles , erläutert:
"Europäische Wirtschaftsführer müssen derzeit mit einem Zusammentreffen von
Zwängen umgehen, für die es in der jüngeren Vergangenheit kaum Präzedenzfälle
gibt." Das Wachstum der europäischen Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr
voraussichtlich nur 1,1 Prozent betragen. Der Krieg im Iran hat die Furcht vor
Engpässen in der Energieversorgung neu entfacht, gerade als die Abhängigkeit von
russischem Öl und Gas überwunden zu sein schien. Und die fortlaufende
Neuausrichtung der Beziehungen Europas zu den USA und China schafft ein Umfeld,
das von der Unternehmensführung ein bedachtes Urteilsvermögen und strategische
Klarheit erfordert. Mitten in diesen turbulenten Zeiten benötigt Künstliche
Intelligenz (KI) die volle Aufmerksamkeit der Leitungsgremien. Nicolas von Rosty
sagt: "Es überrascht nicht, dass vor diesem Hintergrund laut unserer aktuellen
Umfrage unter 299 europäischen Topmanagern 90 Prozent davon ausgehen, dass sich
Strategie und Geschäftsmodell ihres Unternehmens in naher Zukunft ändern wird,
wobei die Hälfte bedeutende Veränderungen erwartet."
Angesichts der außergewöhnlichen Herausforderungen haben die Aufsichtsräte der
größten börsennotierten Konzerne in Europa darauf reagiert. Sie berufen CEOs,
die ihre Fähigkeiten bewiesen haben. Fast die Hälfte der aktuellen CEOs hatte
bereits zuvor CEO-Positionen inne. Das Durchschnittsalter der amtierenden CEOs
ist seit 2011 stetig von 56 auf heute 57,5 Jahre gestiegen.
Erfahrung allein ist jedoch nicht ausreichend, um die richtigen Topmanagerinnen
und -manager für das heutige und künftige Umfeld auszuwählen. Nicolas von Rosty
erklärt: "In unseren Interviews berichten 38 Prozent der Befragten von einer
Diskrepanz zwischen dem, was sie für den Erfolg ihres Unternehmens in den
nächsten zwei bis drei Jahren für am wichtigsten halten, und den Stärken der
aktuellen CEOs." Dieser Befund zeigt, so Nicolas von Rosty weiter, "dass die
Nachfolgeplanung für die CEO-Position des Unternehmens noch immer zu reaktiv ist
und die Suche nach dem nächsten CEO zu sehr auf Ersatz und nicht auf Voraussicht
basiert."
Die Lücke zwischen den aktuellen Fähigkeiten und zukünftigen strategischen
Anforderungen an Vorstandsvorsitzende wirft ein Licht auf eine grundlegende
Schwäche der CEO-Nachfolgeplanung. Das Problem ist nicht nur , wen die
Aufsichtsgremien für die Vorstandsnachfolge auswählen, sondern ob sie ständig
neu bewerten, ob die Führungspassung mit den Veränderungen in den strategischen
Anforderungen weiterhin mithält. Ein CEO, der vor einigen Jahren für die
Strategie des Unternehmens geeignet war, ist möglicherweise nicht der Richtige
für die aktuelle oder künftige Ausrichtung. Nicolas von Rosty sagt: "Das
Anforderungsprofil des CEOs muss kontinuierlich weiterentwickelt werden, um den
künftigen Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden." Unsere Analysen
zeigen, wie sehr die Strategie des CEOs mit der Rendite der Aktionäre
zusammenhängt. Die Nachfolgeplanung auf allen Ebenen ist dabei am effektivsten,
wenn sie eng mit der Geschäftsstrategie in Einklang steht. Die Ergebnisse
verbessern sich weiter, wenn die Nachfolgepraktiken konsequent und ganzheitlich
in der gesamten Organisation umgesetzt werden. Die RTTT-Studie zeigt auch, dass
eine derartige Ausrichtung der Nachfolgeplanung in weniger als der Hälfte der
europäischen Unternehmen gegeben ist.
Aber selbst Unternehmen, die eine durchgängige und abgestimmte Nachfolgeplanung
verfolgen, haben Verbesserungspotenzial. Nur ein Drittel dieser Unternehmen
behandelt laut unserer Befragung Nachfolgeplanung als Priorität und 8 von 10 der
befragten CEOs und Aufsichtsräte geben an, sie fürchten potenzielle künftige
Führungskräfte ihres Unternehmens nicht zu identifizieren. Nicolas von Rosty
rät: "Unternehmen würden davon profitieren, heute in die Nachfolgeplanung zu
investieren, um morgen den richtigen CEO und das passende Führungsteam zu haben.
Neben einer Auswahl an internen Kandidaten für künftige Spitzenpositionen
sollten gleichzeitig externe Benchmarks im Blick behalten werden, um bei
künftigen Besetzungen eine möglichst große Wahlfreiheit zu haben."
Die Heidrick & Struggles Studie kommt zu dem Schluss, dass die Auswahlgremien
für CEOs folgende vier Fragen mit "ja" beantworten müssen, um messbar besser für
die Zukunft positioniert zu sein.
- Sind wir uns über die zukünftigen CEO-Anforderungen des Unternehmens im
Klaren?
- Wissen wir, wer die potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten in unserer
Organisation sind?
- Entwickeln wir bewusst zukünftige Führungspersönlichkeiten?
- Spiegelt unser Nachfolgeplan die Bandbreite der Strategien wider, die wir
künftig brauchen könnten?
Methodik
Heidrick & Struggles analysiert seit vielen Jahren Elemente der Lebensläufe der
CEOs der größten börsennotierten Unternehmen. In diesem Jahr flossen Daten aus
24 führenden Wirtschaftsnationen in die Studie "Route to the Top" ein.
Zusätzlich nahmen im ersten Quartal 2026 weltweit 1.033 CEOs und Aufsichtsräte
an einer Online-Befragung von Heidrick & Struggles teil, darunter 299 aus
Europa.
Über Heidrick & Struggles
Heidrick & Struggles ist der weltweit führende Leadership-Berater, der die
Performance seiner Klienten durch erstklassige Beratungsleistungen im Bereich
Human Capital Leadership steigert. Seit mehr als 70 Jahren schaffen wir für
unsere Klienten einen Mehrwert, indem wir Unternehmen mit unserer einzigartigen
Expertise dabei unterstützen, herausragende Führungskräfte und Teams zu finden
und zu befähigen. Erfahren Sie mehr unter http://www.heidrick.com/ .
Ansprechpartner
Dr. Nicolas von Rosty
Managing Partner Deutschland
mailto:nvonrosty@heidrick.com
Pressekontakt:
Für Presseanfragen
Dr. Klaus Westermeier Medienbüro
+49 172 843 3232
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32539/6300097
OTS: Heidrick & Struggles GmbH & Co. KG
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