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POL-PB: Opfer von Telefonbetrügern übergeben Geld - Polizei sucht Zeugen

23.04.2026 11:40 Uhr Polizei Paderborn

Kreis Paderborn (ots) - (mh) Im Kreis Paderborn ist es im Laufe des Mittwochs, 22. April, zu mehreren Betrugsanrufen am Telefon gekommen. Zweimal kam es zu Geldübergaben.

Die Geschichte, welche die Telefonbetrüger den Opfern erzählten, ähnelten sich. Es meldete sich jeweils ein angeblicher Polizeibeamter, der die Angerufenen über einen Unfall eines Familienangehörigen informierte. Damit diese Person nicht ins Gefängnis müsse, beziehungsweise damit eine Operation für das Unfallopfer bezahlt werden könne, werde Geld benötigt. Eine Besonderheit war, dass die Opfer jeweils in russischer Sprache angerufen wurden. Vereinzelt meldete sich auch ein angeblicher Bankmitarbeiter bei den Opfern und erzählte, dass Wertgegenstände sichergestellt werden müssten.

Ein 83-jähriger und eine 92-jährige Betroffene aus dem Kreis Paderborn fielen auf den Betrug am Telefon herein. Sie vereinbarten jeweils Übergabetermine mit einem Abholer bei sich zuhause und gaben diesem einmal eine niedrige fünfstellige und einmal eine niedrige vierstellige Geldsumme. Der Abholer soll dabei jeweils schwarz gekleidet und etwa 25 bis 30 Jahre alt sowie von osteuropäischer Herkunft gewesen sein. Auch er sprach russisch. Erst als die Betrogenen im Anschluss mit Angehörigen darüber sprachen, fiel der Betrug auf und sie erstatteten Anzeige bei der echten Polizei.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Abholer und einem möglichen Fluchtfahrzeug geben können, sich über die Rufnummer 05251 306-0 zu melden.

Die Polizei Paderborn warnt bereits seit einiger Zeit durch ihre Kampagne "Geschockt am Telefon? Auflegen!" vor dem Betrug am Telefon oder in Messenger-Diensten. Angerufene sollten sofort auflegen und keine Gespräche mit den gut geschulten Telefonbetrügern führen. Diese sind in der Lage, Geschichten glaubwürdig erscheinen zu lassen und somit für den beschriebenen Schockeffekt zu sorgen. Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte oder Banken fragen nicht am Telefon nach Geld oder sonstigen Wertgegenständen im Haus. Dabei handelt es sich immer um Betrug. Opfer eines Telefonbetrugs sollten sich jeweils über die ihnen bekannten Nummern bei ihren Angehörigen informieren und die Polizei verständigen.

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Kreispolizeibehörde Paderborn - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Telefon: 05251 306-1313 E-Mail: pressestelle.paderborn@polizei.nrw.de

Außerhalb der Bürozeiten:

Leitstelle Polizei Paderborn Telefon: 05251 306-1222

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/55625/6261007 OTS: Polizei Paderborn


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Paderborn
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