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Köln (ots) - 260626-1-K Dreiste Taten in Kölner Wohnungen - Trickdiebe passen
ihre Maschen an
Die Polizei Köln warnt vor Trickdiebstählen im gesamten Stadtgebiet. Während
aufmerksame Bürgerinnen und Bürger in der Nacht von gestern auf heute (26. Juni)
mehrere Betrugsversuche durch sogenannte "Schockanrufe" (vorgespielte tödliche
Verkehrsunfälle oder Krankenhausaufenthalte) sowie falsche Polizisten am Telefon
frühzeitig durchschaut haben, verzeichnen die Ermittler über die Woche verteilt
eine hohe Anzahl vollendeter Taten an der Haustür.
Neben den bekannten Maschen wie dem falschen Handwerker oder dem
"Glas-Wasser-Trick" verwenden die Täter aktuell offenbar neue Legenden.
Die Polizei Köln bittet Angehörige und Freunde, lebensältere Menschen dringend
zu sensibilisieren.
Die Maschen:
1. Der falsche Einbruchschutz-Prüfer (Versicherung & Polizei)
Vorgeblicher Versicherungsmitarbeiter:
Am 22. Juni klingelte ein Täter bei einer 89-Jährigen und gab vor, im Auftrag
der Versicherung den Einbruchschutz der Wohnung überprüfen zu müssen. Als die
misstrauische Frau ihn beim Aufhebeln eines Wandschranks ertappte, behauptete
er, die Versicherung komme für den Schaden auf, und flüchtete mit Schmuck und
Bargeld.
Falscher Polizist mit Sackkarre:
In einem weiteren Fall gab sich ein Täter bei einer 88-Jährigen an der Haustür
als Polizist aus, der ebenfalls den Einbruchschutz prüfen wolle. Er brachte
sogar eine Sackkarre mit, angeblich um den Tresor der Frau abzutransportieren.
Als sie sich weigerte, den Safe zu öffnen, verschwand er. Am Folgetag erschien
jedoch ein weiterer falscher Polizist. Er nutzte einen Moment aus, in dem die
Seniorin durch ein Telefonat abgelenkt war, öffnete den Tresor und entnahm
Schmuck, Bargeld sowie eine Geldbörse. Einen Tag später kam es bei der
89-jährigen Schwester der Geschädigten zu einem ähnlichen Vorfall mit gleicher
Täterbeschreibung.
2. Ausnutzen tatsächlicher Termine
Zwei Unbekannte verschafften sich Zutritt zur Wohnung eines 87-Jährigen, indem
sie vorgaben, die Rauchmelder überprüfen zu wollen. Der Senior schöpfte keinen
Verdacht, da er tatsächlich ein Schreiben für eine Neumontage am 1. Juli
erhalten hatte. Während einer der Täter den Mann in ein Gespräch verwickelte,
stahl der Komplize den Schmuck der verstorbenen Ehefrau.
Die Ermittler gegenaktuell davon aus, dass die Täter beispielsweise Aushänge zu
solchen Terminen zu ihren Gunsten nutzen.
3. Der Pizza-Trick mit EC-Karten-Diebstahl
Zwei Täterinnen gaben sich gegenüber einem 82-Jährigen als Bekannte aus,
betraten seine Wohnung und bestellten eine Pizza. Als der Lieferant eintraf,
sollte der Senior mit seiner EC-Karte zahlen. Die Täterinnen täuschten Probleme
mit dem Lesegerät vor. Eine von ihnen nahm die Karte, hielt sie an das Gerät und
ließ den Senior die PIN eingeben. Nach dem Essen verschwanden die Frauen samt
der unbemerkt entwendeten EC-Karte. Innerhalb kurzer Zeit wurde bereits ein
vierstelliger Betrag abgehoben.
4. Die "Gartenbesuch"-Masche
Eine Betrügerin klingelte bei einer 93-Jährigen und gab an, zu den im
Nachbargarten spielenden Kindern zu wollen. In der Annahme, es handele sich um
die Mutter, ließ die Seniorin die Frau ein. In der Wohnung täuschte die Täterin
plötzlich Unwohlsein vor und bat darum, die Toilette nutzen zu dürfen. Kurz
nachdem sie die Wohnung verlassen hatte, bemerkte die Dame den Diebstahl ihres
Schmucks aus ihrem Schlafzimmer.
Die Polizei Köln empfiehlt
Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Ziehen Sie bei unbekannten Besuchern
immer eine Vertrauensperson (Nachbarn, Angehörige) hinzu.
Polizei und Versicherungen prüfen keinen Einbruchschutz unangekündigt zu Hause.
Rufen Sie im Zweifel bei der entsprechenden Behörde oder Firma unter der Ihnen
bekannten (nicht der vom Anrufer genannten) Nummer an.
Geben Sie niemals Ihre PIN an Dritte weiter und lassen Sie Ihre Bankkarte bei
Bezahlvorgängen nicht aus den Augen.
Sprechen Sie mit Ihren älteren Verwandten und Nachbarn über diese konkreten,
neuen Maschen.
Wählen Sie beim geringsten Verdacht sofort den Notruf 110.
Hinweise zu den beschriebenen Taten nimmt das Kriminalkommissariat 25 unter der
Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de
entgegen. (as/ts)
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Polizeipräsidium Köln
Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-6
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OTS: Polizei Köln
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