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POL-NH: Erpressungen und Brandstiftungen: Polizei nimmt ersten Tatverdächtigen fest und hat Arbeitsgruppe eingerichtet; Hinweise erbeten |
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| 9.09.2026 15:55 Uhr |
Polizeipräsidium Nordhessen |
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Kassel (ots) - Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel
und des Polizeipräsidiums Nordhessen
Kassel:
Die Kasseler Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Kassel ermitteln aktuell
in drei mutmaßlichen Erpressungsfällen, bei denen eine Tätergruppe von
verschiedenen Geschäftsinhabern Geldsummen forderten oder anderenfalls mit
Brandanschlägen auf deren Geschäfte drohten. In zwei Fällen flogen später
tatsächlich Glasflaschen mit Brandsätzen, wobei Polizei und Staatsanwaltschaft
in einem der Fälle inzwischen sogar wegen eines versuchten Tötungsdelikts
ermitteln. Am Montagabend konnte die Polizei schließlich in der Kasseler
Innenstadt in einem dritten Fall einen ersten Tatverdächtigen festnehmen, dessen
Verbindungen zu den anderen Erpressungen ebenfalls intensiv geprüft wird. Die
Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zur Aufklärung der Fälle wurde bei der
Kriminalpolizei die Arbeitsgruppe "Bistro" eingerichtet.
Erste Brandsetzung in Bistro in Innenstadt
Zu der ersten Tat war es nach derzeitigem Ermittlungsstand am Samstag, dem 28.
August 2026, gegen 2:15 Uhr, in der Kurt-Schumacher-Straße gekommen. Zuvor
hatten unbekannte Täter über das Internet Kontakt zu dem Inhaber eines Bistros
aufgenommen und von ihm unter Androhung eines Brandanschlags einen höheren
Geldbetrag gefordert. Zur Tatzeit flog schließlich eine Glasflasche mit
Brandsatz, umgangssprachlich auch Molotow-Cocktail genannt, durch die geöffnete
Eingangstür in das Bistro. Der entstandene Brand konnte durch anwesende Personen
jedoch schnell gelöscht werden. Personenschäden oder größere Sachschäden blieben
aus.
Zweiter Fall im Ostring: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikt
Der zweite Fall, der nach derzeitigem Ermittlungsstand auf das Konto derselben
Tätergruppe gehen dürfte, ereignete sich in der Nacht zum vergangenen Freitag im
Kasseler Ostring. Das Polizeipräsidium Nordhessen berichtete hierzu bereits in
einer Pressemitteilung unter
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6345879. In diesem Fall laufen
die Ermittlungen inzwischen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts,
da der gegen 4:15 Uhr von einem unbekannten Täter geworfene Brandsatz einen
23-Jährigen nur knapp verfehlt haben soll. Auch in diesem Fall war offenbar die
Erpressung eines dort ansässigen Imbissbetreibers mit entsprechender
Geldforderung vorangegangen.
Festnahme von 21-Jährigen bei Geldabholung
Im Rahmen der weiteren intensiven Ermittlungen zu den beiden Erpressungsfällen
und Brandsatzwürfen wurde bei der Kasseler Kriminalpolizei die AG Bistro
eingerichtet. In der Folge gewannen die Ermittler Erkenntnisse, dass es einen
weiteren Erpressungsfall zum Nachteil eines Kasseler Geschäftsbetreibers gibt,
bei dem es zu einer Geldübergabe kommen könnte. Schließlich gelang der Polizei
am Montagabend gegen 21:00 Uhr die Festnahme des 21-jährigen Tatverdächtigen aus
Kassel im Innenstadtbereich. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden
die Ermittler zudem eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln. Der
21-Jährige wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft inzwischen einem
Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Hinweise und Videos erbeten
Die Ermittlungen der AG Bistro zu allen drei Erpressungsfällen dauern weiterhin
an und laufen auf Hochtouren. Mögliche Verbindungen des festgenommenen
21-Jährigen zu den anderen Taten werden intensiv geprüft, wenngleich er nach
derzeitigem Kenntnisstand offenbar nicht der Initiator der Erpressungen und
Geldforderungen selbst war. Zur Aufklärung der Fälle und zur Identifizierung
weiterer Tatverdächtiger suchen die Ermittler weiterhin nach Zeugen.
Darüber hinaus bitten sie auch darum, dass möglicherweise vorhandene Videos im
Kontext der Brandanschläge oder der Flucht der Täter von den beiden Tatorten,
der Polizei übermittelt werden. Hierzu wurde ein Portal zum Upload von
sachdienlichen Video- oder Fotodateien eingerichtet.
Zeugenhinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 0561 - 9100
entgegen.
Tatrelevante Videos oder Fotos können über den Link
https://chronos.polizei-nordhessen.de/s/ARQYD97L87zzmM4 oder den angehängten
QR-Code (Passwort: Leserhinweis) hochgeladen werden.
Matthias Mänz
Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen Tel. 0561 - 910 1020
Moritz Teschner
Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel Tel. 0561 - 912 2759
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle
Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6348889
OTS: Polizeipräsidium Nordhessen
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Nordhessen
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