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Kierspe (ots) - Eine Kiersperin ist auf ein verlockendes Job-Angebot auf
Facebook hereingefallen. Statt schnell und leicht viel Geld zu verdienen, hat
sie binnen zwei Tagen viel Geld verloren.
Am vergangenen Montag war sie in dem sozialen Netzwerk auf eine Werbeanzeige
aufmerksam geworden, in der es ums "Geldverdienen im Internet" ging. Über einen
Link kam es zu einem Kontakt per WhatsApp mit einer Unbekannten. Die schilderte
die mögliche Tätigkeit: Die Kiersperin sollte Produkte "liken", beispielsweise
ein Hotel im Reiseportal bewerten - natürlich, ohne es je persönlich gesehen zu
haben. Der Lohn schien äußerst lukrativ. Die Kiersperin willigte ein, begann
ihre Tätigkeit und bekam sogar sehr schnell per PayPal kleinere Provisionen. Die
nächste größere Aufgabe lautete, Konten bei Finanzdienstleistern und
Kryto-Händlern zu eröffnen. Im Internet lässt sich soetwas binnen weniger
Minuten und ohne große Überlegungen erledigen.
Wie gefordert, überwies sie von ihrem privaten Girokonto Geld. Weil mehr
gefordert wurde, lieh sie sich noch mehr Geld und zahlte alles ein. Ihre
vermeintlichen Auftraggeber übten massiven Druck aus, drohten mit einer
Millionen-Klage, falls sie ihren Job nicht erledigen würde. Erst nach einer
ganzen Reihe von Transaktionen zog sie die Reißleine, offenbarte sich
Verwandten, ging zu ihrer Bank in der Hoffnung, Überweisungen rückgängig machen
zu können, und erstattete am Mittwoch Anzeige bei der Polizei.
Die warnt immer wieder vor solchen angeblich lukrativen Job-Angeboten: Ohne den
Auftraggeber jemals persönlich getroffen zu haben und ohne irgendeine
Information zur Seriosität dieser Firmen liefern arglose Opfern Betrüger eine
Menge sensible Daten. Mit denen können Betrüger noch Jahre später großen Schaden
anrichten. Immer wieder geraten arglose Jobsuchende so in den Fokus der
Strafverfolgungsbehörden, weil mit ihrem guten Namen beispielsweise Geld
gewaschen wurde. Die angebliche Konto-Eröffnung zu Testzwecken ist ein typisches
Beispiel. Die Polizei mahnt: Im Internet oder auch am Telefon kann sich jeder
für alles ausgeben. Die Täter agieren oft vom außereuropäischen Ausland aus und
leiten ihre Beute über diverse Konten und Finanzdienste. Wenn sie einmal ein
Opfer gefunden haben, üben sie hohen Druck aus, um auch den letzten Cent
abzukassieren. Im Verdachtsfall sollten Opfer schnellstmöglich Anzeige erstatten
und alle betroffenen Stellen, wie zum Beispiel Banken, informieren. (cris)
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