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Kirchheimbolanden (ots) - Im Dienstgebiet der Polizeiinspektion
Kirchheimbolanden ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in 2025 um 6,2 % (75
Fälle) angestiegen und erreicht mit 1.277 Unfällen den höchsten Wert der letzten
fünf Jahre. Besonders innerorts zeigt sich ein deutlicher Zuwachs, was auf eine
steigende Verkehrsdichte und ein erhöhtes Konfliktpotenzial im Alltagsverkehr
hinweist.
Trotz steigender Unfallzahlen ist die Schwere der Unfallfolgen rückläufig. Die
Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden sank um 4,9 % (6 Fälle) auf 117
Fälle und erreicht damit den niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre. Im Jahr
2025 wurde kein Verkehrstoter registriert. Auch die Zahl der Schwerverletzten
ging zurück, während die Leichtverletzten nahezu konstant blieben.
Die Zahl der verunglückten Personen stieg im Jahr 2025 leicht um 5,2 % (8 Fälle)
auf 163 an. Dieser Anstieg ist jedoch ausschließlich auf eine Zunahme der
Leichtverletzten zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurde kein tödlich verunglückte
Person registriert. Die Zahl der Schwerverletzten sank, was die positive
Entwicklung hinsichtlich der Unfallfolgen weiter unterstreicht. Die Daten
zeigen, dass Verkehrsunfälle zwar häufiger auftreten, jedoch weniger gravierende
Folgen nach sich ziehen.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei den Verkehrsunfällen mit
unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Mit 263 Fällen stieg im Vorjahresvergleich
die Anzahl der Fälle um 9,1 % (22 Fälle) und erreichte dadurch den höchsten Wert
im Fünfjahresvergleich. Zugleich war ein Rückgang der Aufklärungsquote um 5,2 %
(5 Fälle) festzustellen. Diese Entwicklung ist typisch für innerörtliche
Bereiche mit hoher Verkehrsdichte.
Die Analyse der Risikogruppen verdeutlicht ein heterogenes Bild. Während die
Unfallzahlen bei Kindern mit 4 Fällen niedrig bleiben, stieg die Zahl der
verunglückten Kinder auf 11 Kinder an, was ihre besondere Schutzbedürftigkeit
unterstreicht. Bei jungen Fahrenden ist mit 217 Fällen ein deutlicher Rückgang
der Unfallzahlen um 12,1 % (30 Fälle) festzustellen und erreicht den niedrigsten
Stand in den letzten fünf Jahren. Seniorinnen und Senioren sind mit 265 Fällen
um 5,2 % (13 Fälle) häufiger in Unfälle verwickelt. Die
Verkehrsunfallbeteiligung von Seniorinnen und Senioren erreicht damit den
höchsten Stand der letzten fünf Jahre. Die Anzahl registrierter Personenschäden
bei Seniorinnen und Senioren bleibt mit 24 Fällen im fünf Jahres Vergleich
konstant. In Anbetracht gestiegener Gesamtzahlen bei der
Verkehrsunfallbeteiligung sinkt die Häufigkeit fesgestellter Personenschäden und
zeigt einen positiven Trend zu einer geringeren Verletzungsschwere.
Besonders relevant bleibt die Risikogruppe der motorisierten Zweiradfahrenden:
Insgesamt waren 30 Fälle zu verzeichnen. Die Gesamtzahl reduzierte sich um 14,3
% (5 Fälle) auf den niedrigsten Stand im fünf Jahres Vergleich. Die Unfallzahlen
gingen zwar zurück, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Schwerverletzten auf
9 und damit um 28,6% (2 Fälle).
In 2025 waren die häufigsten Unfallursachen - Fehler beim Abbiegen, Wenden oder
Rückwärtsfahren mit 207 Fällen, Vorfahrtsmissachtung mit 74 Fällen,
Geschwindigkeit mit 68 Fällen und Abstand mit 61 Fällen. Die klassischen
Unfallursachen dominieren damit weiterhin das Unfallgeschehen. Geschwindigkeit
bleibt dabei die zentrale Ursache schwerer Verkehrsunfälle, insbesondere
außerorts und im Zusammenhang mit motorisierten Zweirädern. Die Unfallursache
"Ablenkung" zeigt eine leicht steigende Tendenz, was bundesweiten Entwicklungen
entspricht und insbesondere auf die Nutzung mobiler Endgeräte zurückzuführen
ist. Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss reduzierten sich um 10% (2 Fälle) auf
18 Fälle. Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss reduzierten sich um 60 % (3
Fälle) auf 2 Fälle.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Kirchheimbolanden
Telefon: 06352-9110
Website: https://s.rlp.de/91y7WiU
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/117702/6271578
OTS: Polizeidirektion Worms
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