|
Meschede-Grevenstein (ots) -
- Autoren mit großem Gespür für bewegende Momente
- Herausragende Leistungen in Wort, Bild und Video
- Festakt in Berlin mit politischer Würdigung
Die Jury hat entschieden, die Urkunden sind übergeben: Aus mehr als 150
Einsendungen wurden sechs Gewinner für den 23. Veltins-Lokalsportpreis
ausgewählt. Mehr als 70 Prozent der Einsendungen wurden in der Kategorie "Wort"
eingereicht, dort war der Wettbewerb am intensivsten. Umso schwerer hatte es die
Jury, die zwei Gewinner festzulegen. Michaela Widder ist es mit ihrem Beitrag in
der Sächsischen Zeitung gelungen, sich durchzusetzen. Sie belegt mit ihrem Text
"Nach dem Suizid ihres Mannes: Wie Katrin Beck zurück ins Leben läuft" den
ersten Platz in der Kategorie "Wort". Worum geht es: Die Tragödie um den
Radebeuler Immobilienmakler sorgt im Mai 2024 für Schlagzeilen in der Region.
Starke Depressionen beeinträchtigten seinen Alltag schon lange, als er infolge
einer juristischen Auseinandersetzung den Entschluss fasst, seinem Leben ein
Ende zu setzen. Er hinterlässt keinen Abschiedsbrief, aber einen Eintrag im
Terminkalender. Sehr einfühlsam, aber zugleich auch detailreich blickt die
Autorin Michaela Widder nach dem Jury-Urteil auf das damalige Geschehen zurück
und lässt die Leserinnen und Leser teilhaben an der Trauer der Witwe. Die
46-Jährige berichtet über ihren Entschluss, dass der Sport ihr helfen solle,
zurück ins Leben zu finden. Sie beginnt wieder mit dem Laufen, geht schließlich
gegen den Rat ihrer Ärzte beim Chicago-Marathon an den Start und absolviert die
42,195 Kilometer in 4 Stunden und 18 Minuten. Die Autorin Michaela Widder
verknüpft in ihrem Beitrag das Thema Depression und die Folgen für Betroffene
und Angehörige mit dem Hobby Sport als Mutmacher für alle, die sich in einer
ähnlichen Situation befinden.
Investigative Recherche in der Kreisliga
Den zweiten Platz in der Kategorie belegt Michael Schwartz. Er berichtet in der
Kreiszeitung Böblinger Bote über den "Wettskandal in der Kreisliga". Weltweite
Geldwetten auf Fußballspiele des Letzten gegen den Vorletzten in der untersten
möglichen Liga - gibt es nicht? Gibt es sehr wohl! Lokalsportredakteur Michael
Schwartz hat anhand zweier konkreter aktueller Beispiele aus der Kreisliga
darüber aufgeklärt, war live bei der Erfassung eines Datenscouts dabei und hat
recherchiert, warum die Polizei trotz Gesetzesverstoßes nicht eingegriffen hat.
So brachte der Autor ein Thema, das nahezu niemand auf dem Schirm hatte, weil es
so absurd klingt, in die Öffentlichkeit und hat auch bei Vereinen ein
Bewusstsein dafür geschaffen, wie sie helfen können, den Amateurfußball vor
illegalen Wetten zu schützen. Eine sehr gelungene, aufwändige Recherchearbeit,
wie die Jury findet. "Sachen gibt's, die gibt's nicht", so hatte Michael
Schwartz den ersten Teil der insgesamt dreiteiligen Berichterstattung
überschrieben. Dabei beschreibt er, warum die Gefahr von Manipulationen im
Amateurbereich besonders groß ist.
Dynamik im Fokus der Kamera
Auch zahlreiche Fotoeinsendungen hatte die Jury zu sichten und zu bewerten.
Gewonnen hat schließlich Thorsten Richter, der mit seinem Bild "Fahrturnier" in
der Oberhessischen Presse den ersten Platz in der Kategorie "Bild" belegt.
Thorsten Richter hatte das Fahrturnier ins Ebsdorf fotografisch begleitet und
eine spektakuläre Aufnahme eingereicht. Das Foto fängt einen besonderen Moment
des Fahrsports ein. Auf dem Foto zu sehen ist Lars Bergmoser vom RFV Wollmartal,
der beim Geländefahren mit seinem Pferde-Zweispänner durchs Wasser ging. Das
Wasser ist hier ein wesentliches Element, das durch die Wucht der Hufe und Räder
in eine hochexplosive Skulptur verwandelt wird. Fotograf Thorsten Richter ist es
gelungen, mit seinem Foto das Zusammenspiel aus purer Kraft und technischer
Präzision einzufangen.
Eine Symbiose aus Sport und Architektur
Rudi Penk belegt mit seinen Fotos der beiden Kunstradfahrer Torben Staudenmaier
und Sonja Stalter, erschienen in der Heidenheimer Zeitung, den zweiten Platz in
der Kategorie "Bild". Die Fotos zeigen die beiden Kunstradfahrer in
spektakulären Posen an ungewöhnlichen Orten, darunter vor der Orgel der
Heidenheimer Michaelskirche oder im Kunstmuseum Heidenheim. Sie vermitteln, so
die Jurybegründung, die besondere Ästhetik der puristischen Sportfotografie.
Rudi Penk bricht mit der allgemeinen Erwartung und platziert den dynamischen,
hocheleganten Sport des Kunstradfahrens in die kühle, geometrische sowie sakrale
Architektur von Museum und Kirche. Die Bilder verbinden Sport und Kultur und
machen deutlich, dass beides auch hervorragend zusammen funktioniert.
Innovative Formate erobern das Netz
Auch in der Onlinekategorie war die Konkurrenz groß, immerhin werden die
Redaktionen immer kreativer, verknüpfen verschiedene Kanäle miteinander, sind in
den sozialen Medien präsent, nutzen Video-, Ton-, Foto- und Textmaterial, um den
Leserinnen und Lesern des Lokalsports spannenden Content zu liefern. Immer
wieder entwickeln sie neue Formate, die in ihren Dimensionen über die Grenzen
der klassischen Lokalsportberichterstattung im Zeitungsformat hinausgehen.
"Amateurfußball schreibt die besten Geschichten - und wir wollen sie erzählen!"
So umschreiben Franziska Donauer, Marcel Storch, Tobias Manges, Philipp Durillo,
Benedikt Palm, Theresa Eickhoff und Felix Rehm von der Verlagsgruppe Rhein Main
(VRM) ihr Video-Projekt "Kreisliga Royal", für das sie den ersten Platz in der
Kategorie "Online" geholt haben. Sie nehmen sich verschiedener Themen aus dem
Amateurfußball in Rheinhessen, Wiesbaden, Südhessen und Mittelhessen an und
berichten in kurzweiligen Videos darüber. Egal, ob es sich dabei um Krisen,
Erfolge, Skurriles oder Porträts handelt.
Eine emotionale Reise hinter die Kulissen
Viel Engagement und Einsatz bewies auch Marko Aleksic mit seiner Dokumentation
"Playoffs", für die er sich den zweiten Platz in der Kategorie "Online"
sicherte. Nachdem der Volontär der OVB-Heimatzeitungen mit der
U17-Eishockey-Mannschaft der Starbulls Rosenheim zu einem
Halbfinal-Playoff-Spiel in Mannheim gefahren und mit vielen Fotos und Videos
zurückgekommen ist, entstand die Idee eines Films. Dafür begleitete er die
Mannschaft bis zum Ende der Playoffs auf Schritt und Tritt. Herausgekommen ist
ein dreißigminütiges Video, das Aleksic in Eigenregie erstellte und die
Zuschauer hinter die Kulissen eines jungen, ambitionierten Teams mitnimmt. Zu
sehen sind unter anderem die Kabinenansprachen des Trainers, Actionszenen und
die Vor- und Nachbereitung der Spiele.
Qualität als härteste Währung im Lokalsport
Seit nunmehr 23 Jahren zeichnet der Veltins-Lokalsportpreis deutschlandweit
Lokalsportredaktionen für herausragende journalistische, fotografische und
multimediale Arbeiten aus. Um innovative Konzepte, tiefgründige Serien und
Beiträge zu unterstützen, die weit über die alltägliche
Ergebnisberichterstattung hinausgehen, schreiben der Verband Deutscher
Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) und die Brauerei C. & A. Veltins
alljährlich diesen renommierten Preis aus. Seit der Erstausschreibung im Jahr
2004 erhielt die Jury bereits mehrere tausend Einreichungen - ein Beleg für die
ungebrochene Vitalität des Ressorts. "Der Lokalsport ist das Herzstück der
regionalen Identität. Mit dem Veltins-Lokalsportpreis wollen wir jene
Journalistinnen und Journalisten stärken, die mit Leidenschaft und
handwerklicher Exzellenz die Geschichten hinter den Ergebnissen erzählen",
betont Ulrich Biene, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Brauerei C. &
A. Veltins. Der Jury des Veltins-Lokalsportpreises 2026 gehören Christina Aicher
(Heimatsportredakteurin bei der Passauer Neuen Presse), Ulrich Biene (Brauerei
C. & A. Veltins), Alfred Büllesbach (VISUM Agentur für Bildjournalismus), Ralf
Leineweber (Chefredakteur der Celleschen Zeitung) sowie Professor Christof
Seeger (Hochschule der Medien, Stuttgart) an. "In einer digitalen Medienwelt ist
Qualität die härteste Währung. Der Wettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie
modern und crossmedial lokaler Sportjournalismus heute gedacht wird", ergänzt
Professor Christof Seeger.
Pressekontakt:
Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL):
Daniela Braun, Telefon: 030 39805167, daniela.braun@lokalpresse.de
Weitere Information z. Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL)
www.lokalpresse.de und zum Veltins Lokalsportpreis www.lokalsportpreis.de
Brauerei C. & A. VELTINS:
Ulrich Biene, Telefon: 02934 - 959 325, ulrich.biene@veltins.de
Weitere Informationen der Brauerei C. & A. VELTINS im Internet verfügbar:
www.bierpresse.de, www.veltins.de, www.vplus.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24351/6270968
OTS: Brauerei C. & A. VELTINS GmbH & Co. KG
|