|
Plauen (ots) - In Plauen entsteht ein Modell dafür, wie Künstliche Intelligenz
künftig unter eigener Kontrolle entwickelt und in Unternehmen und Verwaltung
eingesetzt werden kann: Das KI Institut - AI Fabric und die Duale Hochschule
Sachsen (DHSN) haben heute eine Hochschulallianz unterzeichnet.
Ziel ist es, KI nicht nur anzuwenden, sondern eigene KI-Modelle, Anwendungen und
Kompetenzen in Deutschland aufzubauen - auf Basis kontrollierter Daten,
wissenschaftlicher Forschung und konkreter Anwendungsfälle.
Die Unterzeichnung fand im Beisein des Sächsischen Staatsministers für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Sebastian Gemkow, in der Hempelschen Fabrik
in Plauen statt.
"Deutschland braucht nicht nur Strategien für Künstliche Intelligenz. Wir
brauchen Orte, an denen KI unter eigener Verantwortung praktisch wird", sagt
Rainer Gläß, Geschäftsführer des KI Instituts. "Genau daran arbeiten wir: Wir
schaffen einen gemeinwohlorientierten Arbeitsraum, in dem Unternehmen,
Verwaltung, Hochschule und Gesellschaft KI verstehen, erproben und in konkrete
Anwendungen überführen können."
Warum das KI Institut jetzt relevant ist
Künstliche Intelligenz wird zur Schlüsseltechnologie für Wirtschaft, Verwaltung
und Bildung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz,
Nachvollziehbarkeit und Datensouveränität. Viele Unternehmen und öffentliche
Einrichtungen sind heute auf externe KI-Plattformen angewiesen - und geben damit
Kontrolle über Daten und Anwendungen ab.
Das KI Institut setzt hier an: Es schafft einen kontrollierten Arbeitsraum, in
dem KI auf Basis regionaler Daten entwickelt, getestet und angewendet werden
kann - mit dem Ziel, technologische Abhängigkeiten zu reduzieren und eigene
Handlungsfähigkeit aufzubauen.
Wie KI konkret in die Anwendung kommt
Das KI Institut verbindet Infrastruktur, Forschung, Praxis und Ausbildung zu
einem System, das Künstliche Intelligenz direkt in die Anwendung bringt.
Kernbestandteile sind:
- Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur als technologisches Rückgrat für
Modelltraining und Anwendungen
- Praxisprojekte: Umsetzung konkreter KI-Anwendungen direkt in Unternehmen und
Verwaltung
- Forschung & Entwicklung: Entwicklung nachvollziehbarer und übertragbarer
KI-Modelle
- Bildung: Aufbau von Fachkräften, die KI nicht nur nutzen, sondern verstehen
und weiterentwickeln
Das KI Institut bündelt Infrastruktur, Forschung, Praxis und Ausbildung zu einer
Einheit, die Künstliche Intelligenz aus der Entwicklung direkt in die Anwendung
überführt.
Hochschulallianz stärkt das KI Institut als Lern- und Umsetzungsraum
Die Kooperation mit der Dualen Hochschule Sachsen erweitert das KI Institut
gezielt um Forschung, Lehre und Fachkräfteentwicklung und verankert es damit
noch stärker in der Region.
"Mit der Hochschulallianz schaffen wir die Grundlage, um Forschung, Lehre und
Anwendung im Bereich Künstliche Intelligenz enger miteinander zu verzahnen",
sagt Prof. Dr.-Ing. Frank Schweitzer, kommissarischer Rektor der Dualen
Hochschule Sachsen. "Studierende und Forschende arbeiten hier an realen
Problemstellungen und bringen ihre Ergebnisse direkt in die Praxis."
Die DHSN entwickelt zudem einen internationalen Studiengang für Angewandte KI,
der gezielt Fachkräfte für diese neue Infrastruktur ausbilden soll.
Bedeutung für Sachsen und darüber hinaus
Die Initiative zeigt exemplarisch, wie Regionen im Strukturwandel eigene
technologische Kompetenz aufbauen können - mit Relevanz weit über Südwestsachsen
hinaus.
"Mit dieser Art der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gehen
wir ganz neue Wege. Über die Hochschulallianz zwischen der Dualen Hochschule und
den Software- und KI-Experten des KI Instituts - AI Fabric verknüpfen wir
Forschung & Entwicklung sowie Lehre zielgerichtet mit der Anwendung und einem
konkreten Produkt. Hier wird der viel beschworene Einsatz von KI auch in kleinen
und mittleren Unternehmen konkret. Davon kann und wird vor allem hier in
Südwestsachsen und auch darüber hinaus die Wirtschaft profitieren, weil sich die
Arbeit des KI Instituts eng an den Möglichkeiten und Anforderungen von
Unternehmen orientiert", sagt Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus.
Was souveräne KI konkret bedeutet
Souveräne KI bedeutet:
- Daten kontrolliert nutzen
- Systeme nachvollziehbar betreiben
- Technologien offen und prüfbar gestalten
- Verantwortung sichtbar beim Menschen belassen
Für Unternehmen bedeutet das: bessere Prozesse, schnellere Entscheidungen und
mehr Kontrolle über eigene Daten. Für Verwaltungen: mehr Struktur, Transparenz
und bessere Entscheidungsgrundlagen.
"Gute KI macht die Welt nicht simpel. Sie macht Komplexität beherrschbar", sagt
Dr. Jens Krüger, Vorsitzender des Beirates des KI Instituts und CEO von Newwork
Software.
"Verwaltungen können so Anfragen schneller strukturieren und Entscheidungen
besser vorbereiten. Mittelständische Unternehmen werden in die Lage versetzt,
komplexe Kundenanfragen, Angebote, Wissen oder Prozesse besser zu koordinieren."
Über das KI Institut
Das KI Institut - AI Fabric ist eine gemeinnützige Initiative für souveräne,
offene und praktisch nutzbare Künstliche Intelligenz. Ziel ist es,
Infrastruktur, Forschung und Anwendung in einem regionalen Arbeitsraum zu
verbinden und technologische Handlungsfähigkeit aufzubauen.
Weitere Informationen zum KI Institut sind unter
https://www.ki-institut-aifabric.ai/ verfügbar.
Über die Duale Hochschule Sachsen (DHSN)
Theorie trifft Praxis. An der Dualen Hochschule Sachsen kooperieren Wissenschaft
und Wirtschaft in über 60 marktorientierten Studienangeboten in den Bereichen
Wirtschaft, Technik und Sozial-/Gesundheitswesen.
An insgesamt sieben Akademie-Standorten in Sachsen wird ein dreijähriges duales
Studium mit curricular abgestimmten Theorie- und Praxisphasen angeboten, das
Studierende optimal auf eine berufliche Tätigkeit vorbereitet.
Pressekontakt:
Steffen Fritzsche
Sieber Advisors GmbH
0160 / 5342032
mailto:steffen.fritzsche@sieber-advisors.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182531/6272149
OTS: KI Institut - AI Fabric
|