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Plettenberg (ots) - Helm gestohlen - Falscher Banker - E-Mail-Account geknackt
Am Mittwoch zwischen 14 und 19.45 Uhr wurde in der Brauckstraße ein an einem
Roller befestiger Helm entwendet.
"Spielen Sie Lotto?" Mit dieser Frage brachte ein angeblicher Bank-Mitarbeiter
am Mittwoch einen 38-jährigen Plettenberger durcheinander. Der angebliche
Bank-Mitarbeiter meldete sich telefonisch und behauptete, eine
Lotto-Gesellschaft wolle einen hohen Geldbetrag vom Konto des Plettenbergers
abbuchen. Um das Guthaben auf seinem Konto "in Sicherheit" zu bringen, wies ihn
der angebliche Banker an, sein Geld umgehend per Sofortüberweisung auf ein ganz
anderes, fremdes Konto zu überweisen. Das tat der Plettenberger. Erst nach dem
Gespräch und dieser Überweisung überkamen ihn Zweifel und er rief seine Bank an.
Der Schwindel flog auf. Der Plettenberger erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die warnt immer wieder vor solchen Anrufen: Am Telefon kann sich jeder für alles
und jeden ausgeben. Geschickte Täter brauchen nur wenige Informationen, um ihre
Opfer von allen möglichen Dingen zu überzeugen. Banken warnen immer wieder
davor, am Telefon Zugangsnamen, PIN oder Tans zu nennen. Wer sicher gehen will,
ob wirklich nichts an einer solchen Behauptung wie im Plettenberg Fall dran ist,
der sollte seine Bank unter einer bekannten Ruf- oder Servicenummer anrufen und
um Aufklärung bitten.
Ein 46-jähriger Plettenberger wunderte sich am Dienstag über Mails in seinem
E-Mail-Fach, die ihn über Passwortänderungen informierten. Kurz darauf verlor er
den Zugang zu seinem elektronischen Postfach. Mit einigen Mühen konnte er sein
Passwort zurücksetzen. Inzwischen hatte ein Unbekannter jedoch bereits über das
Mailfach die Kennworte weiterer Online-Dienste geändert, versucht, Reisen zu
buchen und einen Zahlungsdienstleister zu Transaktionen veranlasst. Es entstand
ein geringer Schaden. Am Mittwoch erstattete der Plettenberger Anzeige bei der
Polizei.
Die versucht nun zu klären, wie der Täter auf das Mailfach zugreifen konnte. Die
Polizei warnt: Oft machen es die Opfer den Betrügern sehr leicht, indem sie
einfache Passwörter verwenden. "12345" gehört immer noch zu beliebtesten
"Geheimwörtern". Doch im Internet ist das wie Haustürschlüssel unter der
Fußmatte: ein völlig vergeblicher "Schutz". Viele sind sich der Gefahren und
Folgen nicht bewusst, die solche Kennwörter haben können. Die Meinerzhagenerin
wurde schnell auf die Bewegungen in ihrem Konto aufmerksam. Doch nicht jeder
behält solche Transaktionen im Blick. Wenn Betrüger mit fremden Namen und Konten
agieren, so richten sich später möglicherweise Schadensersatzforderungen und
polizeiliche Ermittlungen gegen den Konto-Inhaber. Selbst wenn er oder sie ihre
Unschuld beweisen können, so haben sie doch zunächst die Arbeit.
Eine besondere Rolle kommt dem E-Mail-Fach zu. Bekommen Betrüger Zugang zu dem
elektronischen Postfach, ist das eine Art Generalschlüssel: Die Täter sehen,
welche weiteren Online-Konten bestehen und können bei diesen Diensten
Passwort-Änderungen veranlassen - so wie im Fall des Plettenbergers. Sichere
Passwörter sollten aus minimal zwölf Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen
und Zahlen bestehen. Merksätze sind leichter zu behalten als sinnlose
Kombinationen. Wenn möglich, sollte man Zwei-Faktor-Authentifizierungen nutzen.
Dabei muss der Nutzen das Einloggen zusätzlich auf einem anderen Gerät (zum
Beispiel dem Handy) oder System bestätigen. (cris)
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