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BPOLP Potsdam: Im Schulterschluss dreier Kontinente gemeinsam gegen Schleusungskriminalität (FOTO) |
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| 3.06.2026 18:40 Uhr |
Bundespolizeipräsidium |
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Potsdam (ots) - Fast 500 verdächtige Dokumente konnten im Rahmen einer
sogenannten EMPACT-Aktion afrikaweit vom 20. Mai bis zum 2. Juni 2026 geprüft
werden. Etliche illegale Einreisen in die EU mit gefälschten Pässen oder
Schengenvisa wurden so im Vorfeld verhindert. Kurios: Auf den Seychellen konnte
im Rahmen der Aktion ein seit Jahren als vermisst gemeldeter Deutscher
"wiedergefunden" werden.
An dem zweiwöchigen Einsatz nahmen 40 Staaten der Afrikanischen Union, die
spanische Nationalpolizei und die Bundespolizei teil. Über die Spanische
Nationalpolizei war außerdem das Kooperationsnetzwerk "Red Atenas", an dem fast
alle Staaten Südamerikas beteiligt sind, mit an Bord.
Mit Unterstützung der Bundespolizei wurde in Algier ein gemeinsamer Helpdesk zur
schnellen Prüfung von Dokumentenfälschungen und Dokumentenmissbrauch aufgebaut.
Dieser stand binnen weniger Minuten den anfragenden Polizisten in fast ganz
Afrika als schnelle Entscheidungshilfe zur Verfügung: "Dokument echt",
"Weiterreise möglich", oder "Dokument falsch oder von falscher Person
vorgezeigt", "Ausreise - oft direkt auch nach Europa - untersagen" - so
beispielhaft die möglichen Fallkonstellationen.
Die Kommunikation erfolgte hierbei über einen von der Bundespolizei den
afrikanischen Staaten zur Verfügung gestellten Polizeimessenger. Dieser
ermöglichte eine schnelle Verbindungsaufnahme direkt aus der Kontrollsituation
heraus. Der Helpdesk wurde von Experten der spanischen Nationalpolizei, Afripol,
verschiedener afrikanischer Staaten und der Bundespolizei bedient.
Hintergrund:
EMPACT ist der gemeinsame Mechanismus der EU-Mitgliedstaaten zur Bekämpfung
schwerer und internationaler Kriminalität (European Multidisciplinary Platform
Against Criminal Threats). Die Bundespolizei leitet dabei für Deutschland den
Prioritätsbereich zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeipräsidium
Telefon: (0331) 97 997 9410
Fax: (0331) 97 997 1010
E-Mail: presse(at)polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6287916
OTS: Bundespolizeipräsidium
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeipräsidium
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