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Berlin/Potsdam (ots) - Künstliche Intelligenz bietet große Chancen, Arbeit neu
und besser zu gestalten - für Mitarbeitende ebenso wie für Versicherte und
Rentnerinnen und Rentner. Die Deutsche Rentenversicherung Bund setzt diese
Technologie daher gezielt und strategisch ein: als Werkzeug zur Modernisierung
digitaler Services, zur Unterstützung der Beschäftigten und als Antwort auf die
Herausforderungen des demografischen Wandels. Auf der heute in Potsdam tagenden
Vertreterversammlung erläutert Dr. Matthias Flügge, Direktor der Deutschen
Rentenversicherung Bund, den aktuellen Stand.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) verfolgt beim Einsatz von
Künstlicher Intelligenz (KI) einen systematischen und nachhaltigen Ansatz. Eine
umfassende KI-Strategie legt die Grundlage für den effektiven und langfristigen
Aufbau von KI entlang zentraler Handlungsfelder wie Daten, Infrastruktur,
Kultur, Regulatorik und Organisation. Ein eigenes KI-Labor mit spezialisierten
Fachkräften sowie ein interdisziplinär besetztes KI-Board zur Steuerung von
Einsatz und Weiterentwicklung ergänzen dieses Fundament. So stellt die DRV Bund
sicher, dass KI nicht um seiner selbst willen eingesetzt wird, sondern dort, wo
sie echten Mehrwert schafft. "Wir betrachten Künstliche Intelligenz nicht als
Heilsbringerin, aber sie birgt große Chancen, Arbeit neu und besser zu
gestalten. Mit und für Menschen", erklärt Flügge.
Künstliche Intelligenz im Kundenkontakt
Ein zentrales Anwendungsfeld ist der Einsatz KI-gestützter Lösungen im digitalen
Kundenkontakt. Versicherte sowie Rentnerinnen und Rentner sollen künftig in der
Lage sein, komplexe Fragen rund um Rente und Altersvorsorge einfach, schnell und
verständlich beantwortet zu bekommen - ohne aufwändiges Studium verschiedener
Dokumente. Dafür entwickelt die DRV Bund Anwendungen, bei denen Sprachmodelle
(Large Language Models, LLMs) speziell auf den umfangreichen Informationsbestand
der Organisation trainiert werden. Die Modelle greifen dabei auf geprüfte,
aktuell gehaltene Inhalte zurück, können Rückfragen stellen und verständliche
Antworten mit Verweisen auf die jeweiligen Quellen liefern. "Wir verfügen über
zahlreiche Datenschätze. Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, diese Daten
viel besser zu nutzen, um daraus neue Erkenntnisse, Prognosen oder
Hilfestellungen zu generieren", betont Flügge.
Schutz sensibler Daten als oberstes Gebot
Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten ist für die DRV Bund nicht
verhandelbar. Alle KI-Anwendungen - insbesondere solche, die Mitarbeitende im
direkten Umgang mit Versichertendaten unterstützen - werden ausschließlich
innerhalb sicherer, kontrollierter IT-Infrastrukturen betrieben. Klare
Richtlinien regeln den Umgang mit personenbezogenen und vertraulichen
Informationen. Die DRV Bund entwickelt KI stets im Einklang mit dem geltenden
Rechtsrahmen und nach ethischen Grundsätzen.
KI als strategische Antwort auf den Fachkräftemangel
Der demografische Wandel stellt auch die DRV Bund vor wachsende personelle
Herausforderungen. KI bietet hier eine wichtige strategische Option:
Intelligente Assistenzsysteme können Beschäftigte bei aufwändigen Recherche- und
Analyseaufgaben unterstützen - etwa bei der Suche nach rechtlichen Vorschriften
oder internen Verfahrensregelungen. So lassen sich vorhandene Kapazitäten
effizienter einsetzen und Freiräume für anspruchsvollere Tätigkeiten schaffen.
Gleichzeitig trägt KI dazu bei, Prozesse zu automatisieren und Aufwände
dauerhaft zu reduzieren.
Gemeinsam in die digitale Zukunft
Die DRV Bund begreift den Weg zur KI-versierten Organisation als gemeinsamen
Prozess - unter Einbeziehung aller Beteiligten, mit Transparenz, offener
Kommunikation und klarem Fokus auf Praxistauglichkeit. KI soll integraler
Bestandteil des Berufsalltags der Mitarbeitenden werden und gleichzeitig die
digitalen Serviceangebote für Versicherte und Rentner kontinuierlich
weiterentwickeln. Flügge bringt es auf den Punkt: "Die Revolution KI werden wir
in unserer Deutsche Rentenversicherung Bund evolutionär und
verantwortungsbewusst einsetzen - zum Nutzen unserer Beschäftigten,
Versicherten, Rentnerinnen und Rentner."
Der vollständige Bericht von Dr. Matthias Flügge an die Vertreterversammlung
kann auf www.deutsche-rentenversicherung-bund.de
(https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/DE/Home/home_node.html)
abgerufen werden.
Pressekontakt:
Una Großmann
Tel. 030 865-89178
Fax. 030 865-27379
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OTS: Deutsche Rentenversicherung Bund
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