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Berlin (ots) - Der Produktivitätsrückstand am Bau entspricht rechnerisch
Wohnraum für rund 4,3 Millionen Menschen. Am stärksten trifft es den Ausbau, zu
dem Elektro, Sanitär und Heizung gehören.
Hätte der Bau seit 1991 so an Produktivität zugelegt wie die Gesamtwirtschaft,
hätte er mit derselben Arbeit rechnerisch rund 2,3 Millionen Wohnungen mehr
bauen können. Das ist Wohnraum für rund 4,3 Millionen Menschen , mehr als Berlin
Einwohner hat.
Das zeigt eine Auswertung amtlicher Daten durch Benetics AI
(https://benetics.ai) , die das Unternehmen gemeinsam mit dem Bundesverband
Digitales Bauwesen (BDBau) (https://bdbau.org) zur Eröffnung der gedatec
vorgestellt hat. Vor der Messe Berlin enthüllten beide am Dienstag ein gelbes
Ortsschild für eine Stadt, die es nie gab: Hättehausen.
Wo der Rückstand sitzt
Grundlage sind die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen
Bundesamts (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Ge
samtrechnungen-Inlandsprodukt/_inhalt.html) (Rechenstand Mai 2026). Neu an der
Auswertung ist der Blick in die einzelnen Bereiche des Baus. Die
Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem entwickelte sich von 1991 bis 2019 so:
- Ausbau (u. a. Elektro, Sanitär, Heizung, Trockenbau): minus 28 Prozent
- Hochbau: plus 7 Prozent
- Tiefbau: plus 30 Prozent
- Gesamtwirtschaft zum Vergleich: plus 28 Prozent
Im Ausbau arbeiten drei von vier Erwerbstätigen am Bau. Je Arbeitsstunde
gerechnet erwirtschaftete das gesamte Baugewerbe 2019 real rund 12 Prozent
weniger als 1991, die Gesamtwirtschaft rund 44 Prozent mehr.
Die Auswertung endet 2019, weil die Jahre danach stark von Preis- und
Nachfrageeffekten geprägt sind. Nach vorläufigen Zahlen ist der Abstand seither
weiter gewachsen.
"Die Zeit geht zwischen Baustelle und Büro verloren"
Roland Gerwing, Geschäftsführer des Elektro- und SHK-Betriebs Gerwing Söhne aus
Bonn, kennt das aus dem Alltag: "Auf unseren Baustellen arbeiten gute Leute. Die
Zeit geht nicht beim Arbeiten verloren, sondern zwischen Baustelle und Büro:
beim Dokumentieren, Suchen, Nachfragen und Nacharbeiten, weil ein Plan veraltet
war. Genau da hilft uns Benetics AI."
Ein Hebel liegt in den Betrieben
Vieles am Rückstand liegt außerhalb der Betriebe, etwa Regulierung,
Genehmigungsverfahren und der Fachkräftemangel. Die Zahlen sind deshalb kein
Urteil über die Menschen auf der Baustelle. Einen Teil haben die Betriebe aber
selbst in der Hand, nämlich wie Informationen zwischen Baustelle und Büro
fließen.
"KI darf kein Bürothema bleiben", sagt Ferdinand Metzler, Gründer und CEO von
Benetics AI . "Sie öffnet den Menschen auf der Baustelle einen neuen Zugang zur
Digitalisierung, und dort liegt der Produktivitätshebel."
"Digitalisierung am Bau wird oft mit BIM und Großprojekten gleichgesetzt", sagt
Roland Riethmüller, geschäftsführender Vorstand des BDBau . "Dabei zeigen die
Zahlen, wo die Digitalisierung tatsächlich am dringendsten benötigt wird: in den
ausführenden Gewerken. Dort haben digitale Werkzeuge das größte Potenzial, diese
allgemeine Entwicklung zu korrigieren. Wichtig ist nur, dass sie auch im Alltag
ankommen."
Daten und Gesprächspartner
Fotos und Grafik in Druckauflösung, honorarfrei zur Berichterstattung:
https://benetics.pro/presse . Bildnachweis: Benetics AI / Stephan Falk
Die vollständige Auswertung mit Jahrestabelle, Quellen und Grenzen steht unter
www.haettehausen.de (https://www.benetics.ai/haettehausen) . Hättehausen ist
eine Rechengröße, keine Zahl verhinderter Wohnungen. Daten und Grafiken sind mit
Quellenangabe frei verwendbar, Gespräche mit Ausbaubetrieben vermittelt Benetics
AI.
Über Benetics AI
Benetics AI ist ein KI-Softwareunternehmen für die ausführenden Gewerke am Bau.
Die App bringt Pläne, Aufgaben und Kommunikation auf die Baustelle und hält
Baustelle und Büro auf demselben Stand. Berichte und Mängel erfassen die Teams
per Sprache, unterstützt von einem KI-Assistenten. Mehr als 500 Unternehmen
setzen die Software ein. Benetics AI wurde 2022 gegründet und ist Mitglied im
Bundesverband Digitales Bauwesen. https://www.benetics.ai
Über den Bundesverband Digitales Bauwesen (BDBau)
Der Bundesverband Digitales Bauwesen e.V. (BDBau) ist die bundesweite
Interessenvertretung für digitale Innovationen im Bauwesen. Mit rund 160
Mitgliedern fördert er ConstructionTech-Lösungen, vernetzt Startups mit
etablierten Marktakteuren und treibt die Digitalisierung der Bauwirtschaft
voran. Gemeinsam mit Partnern veranstaltet der BDBau Pitch-Events und vernetzt
seine Mitglieder zu unternehmensübergreifenden digitalen Prozessketten für die
Planung, den Bau und den Betrieb von Gebäuden. www.bdbau.org (https://bdbau.org)
Pressekontakt:
Benetics AI
Tobias Händler
E-Mail: mailto:presse@benetics.ai
Telefon: +49 163 3199763
Bundesverband Digitales Bauwesen e. V.
Roland Riethmüller
E-Mail: mailto:roland.riethmueller@bdbau.org
Telefon: +49 175 1021221
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/177338/6370766
OTS: Benetics AG
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