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Regensburg (ots) - Im Herzen Bayerns, zwischen Amberg, Regensburg und Kelheim,
faltet sich eine Landschaft auf, die Jahrmillionen gebraucht hat, um so
atemberaubend zu werden: Wacholderheiden liegen zwischen weißen Jurakalkfelsen,
Flüsse formen mäandernd ihr Bett und unter der Erde wächst Tropfen für Tropfen
eine grandiose Märchenwelt, die keine Menschenhand entworfen hat. Sieben
Geheimnisse warten hier auf Familien, für die es sich lohnt, genauer
hinzuschauen.
Erstes Geheimnis: Zwerge, Frösche und ein Schloss aus Stein
Tief im Kalkstein des Bayerischen Jura ruht ein Märchenreich, das niemand gebaut
hat. Die König-Otto-Tropfsteinhöhle bei Velburg öffnet ihre Kammern für
Entdecker jeden Alters - und wer die Augen wandern lässt, entdeckt: Da kauert
ein Frosch, dort zeigt ein Zwerg seinen steinernen Rücken, und weit hinten im
Gewölbe thront ein Schloss, geformt aus Wasser, Kalk und Zeit. Die Adventhalle,
erst 1972 entdeckt, zeigt Stalagmiten und Stalaktiten in reinem Weiß. Das raubt
selbst Erwachsenen den Atem. Die Höhle lebt - Tropfen für Tropfen verändert sie
sich weiter, in einer Geschwindigkeit weit außerhalb menschlicher
Lebenserwartung. Eine Audioführung erlaubt das Staunen im eigenen Tempo.
Zweites Geheimnis: Die Königstochter in der Klosterburg
Kastl empfängt seine Besucher ohne große Ankündigung. Der Markt liegt still, die
Burg thront auf dem Klosterberg, und erst auf den zweiten Blick offenbart sich
das Geheimnis: Im sogenannten Paradies, der Vorhalle der Klosterkirche,
schlummert seit fast 700 Jahren die Mumie der kleinen Prinzessin Anna. Kaiser
Ludwig der Bayer besuchte Kastl im Januar 1319 - seine Tochter erkrankte, starb
und wurde einbalsamiert. Sie ist heute als Mumie zu sehen. Der Zugang zur Kirche
ist frei. Die Burganlage selbst, frisch renoviert und seit fast tausend Jahren
über Kastl wachend, bietet einen Ausblick, der die gesamte Region zu Füßen legt.
Drittes Geheimnis: Skifahren im August
Ein Berg aus 35 Millionen Tonnen feinstem Quarzsand ragt 120 Meter aus der
Oberpfälzer Ebene - und auf ihm fahren Menschen Ski. Mitten im Sommer. Der Monte
Kaolino bei Hirschau ist das einzige Sandskigebiet der Welt mit Liftanlage und
war schon mehrfach Schauplatz von Welt- und Europameisterschaften. Wer kein
Sandski beherrscht, nimmt das Sandboard, den BigFoot oder den Zipflbob - und
landet lachend am Fuß der 200 Meter langen, 40 Grad steilen Piste. Drumherum
wartet ein komplettes Freizeitareal: Sommerrodelbahn, Freibad, Adventure-Golf,
Hochseilgarten. Kinder fragen auf dem Heimweg nicht: "Wann kommen wir an?" Sie
fragen: "Wann kommen wir wieder?"
Viertes Geheimnis: Sieben Täler und ein keltischer Ringwall
Wer Dietfurt an der Altmühl ansteuert, landet mitten in einem geografischen
Kunststück: Sieben Täler laufen hier zusammen - das Tal der Weißen Laber, das
Mühlbachtal, das Ottmaringer Tal und vier weitere. Zwischen ihnen erhebt sich
der Wolfsberg, ein 140 Meter hoher Inselberg mit einem keltischen Ringwall auf
dem Plateau, der vor fast 3.000 Jahren Menschen schützte, Händler kontrollierte
und Feinde abschreckte. Entlang des Main-Donau-Kanals rollen Familienradler
heute über ebene Strecken dahin, laden E-Bike-Akkus in Dietfurt auf und tauchen
auf Wanderwegen mit Erlebnisstationen in Naturschutzgebiete ein, die
Zauneidechsen, Schlingnattern und seltene Schmetterlinge beherbergen. Ein
Nachmittag hier reicht nie.
Fünftes Geheimnis: Die Schlucht und das Nibelungenlied
Von Riedenburg aus führt der Klammwanderweg in ein Naturschutzgebiet, das seinen
Namen verdient: Enge Pfade winden sich durch schattigen Schluchtwald, steinerne
Treppen steigen hinauf zu Felsplateaus. Wer oben ankommt, blickt auf ein
Altmühltal, das wie gemalt aussieht. Auf der anderen Seite des Main-Donau-Kanals
klebt Burg Prunn auf einem senkrechten Jurafelsen - als hätte sie sich aus dem
Kalkstein herausgeschält. Gut so: In ihrem Inneren ruhte einst eine Handschrift
des Nibelungenlieds, entdeckt 1566. Die Wanderung zurück über duftende
Wacholderheiden, auf denen Schafe grasen, macht die Runde zur schönsten
Familientour des Altmühltals.
Sechstes Geheimnis: Wo der Specht im Hirschwald klopft und Fledermäuse durch die
Lüfte tanzen
Rund 7.000 Hektar zusammenhängender Wald - der Hirschwald ist eines der größten
unzerschnittenen Waldgebiete der Region und das Herzstück des gleichnamigen
Naturparks. Schwarzwild schnauft im Gehege am Waldhaus, Damwild äst am Rand von
Kreuth, Rotwild hat einen Hirschpark in Heinzhof. Im Wald leben Schwarzspecht,
Siebenschläfer und Fledermaus. Wer hinter die Fassade schauen will, besucht
freitagabends das Fledermaushaus in Hohenburg: Dort wohnt die letzte Wochenstube
der Großen Hufeisennase in ganz Deutschland - eine der seltensten
Fledermauskolonien Europas. Für Radler öffnen sich der Fünf-Flüsse-Radweg und
der Lauterach-Radweg, gesäumt von Burgen und Klöstern. Die Tiere des Hirschwalds
erzählen sich Legenden, die der Wald aber für sich behält.
Siebtes Geheimnis: Bei Benediktinern im Haus aus Holz und Stroh
Das Kloster Plankstetten liegt erhöht über dem Sulztal zwischen Beilngries und
Berching, und es hat keine Eile. Seit 1129 leben hier Benediktinermönche nach
der Regel des heiligen Benedikt - ora et labora, bete und arbeite. Heute
arbeiten sie ökologisch: Brot, Fleisch, Gemüse und Klosterbier stammen aus
eigener, zertifizierter Biolandwirtschaft und warten im Klosterhofladen auf
Käufer. Das Gästehaus St. Wunibald wurde klimaschonend aus Holz, Stroh und Lehm
gebaut. Familien spazieren durch eine der kunsthistorisch wertvollsten
Klosteranlagen Bayerns, kehren in der Klosterschenke ein und erleben, wie sich
900 Jahre Kontinuität anfühlen. Nichts überfordert hier - alles entschleunigt.
Genau das ist das Geheimnis.
Informationen zu Unterkünften, Erlebnissen, Attraktionen, Rad- und Wanderwegen:
www.bayerischerjura.de (https://bayerischerjura.de/de/)
Pressemitteilung mit weiteren Bildern zum Download unter
https://partner.ostbayern-tourismus.de/inhalte/presse/
Pressekontakt:
Tourismusverband Ostbayern
Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg
Ulrike Eberl-Walter
Tel. +49 (0)941 58539-12
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/133494/6260217
OTS: Tourismusverband Ostbayern e.V.
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