Rendsburg
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Rendsburg, Stadt
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PLZ: 24768
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POL-NMS: 20260529-1-PDNMS-Rendsburg - Festnahme und Inhaftierung eines Betrügers nach Schockanruf |
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| 29.05.2026 15:11 Uhr |
Polizeidirektion Neumünster |
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Rendsburg (ots) - Am Mittwoch (27.05.2026) gelang es der Polizei Rendsburg einen
mutmaßlichen Betrüger nach einem sogenannten "Enkeltrick" vorläufig
festzunehmen. Ein aufmerksamer Nachbar des Geschädigten wurde zufällig Zeuge der
Geldübergabe und informierte die Polizei. Der Festgenommene befindet sich
gegenwärtig in einer Justizvollzugsanstalt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Rendsburg erhielt ein
84-jähriger Mann gegen Mittag einen Anruf. Am Telefon habe zunächst eine Frau
geweint. Im weiteren Verlauf des Telefonats soll eine vermeintliche Kommissarin
aus Kiel erklärt haben, dass es sich bei der weinenden Frau um die
Schwiegertochter des Geschädigten handeln würde, die soeben einen schweren
Verkehrsunfall verursacht habe und nun die Zahlung einer Kaution notwendig sei.
Andernfalls müsse die Schwiegertochter ins Gefängnis.
Die vermeintliche Kommissarin habe mit dem Geschädigten eine Übergabe der
Kaution vor dessen Wohnhaus vereinbart. Tatsächlich erschien um kurz vor 13:00
Uhr eine männliche Person als Kurier am vereinbarten Übergabeort und nahm eine
niedrige fünfstellige Bargeldsumme sowie einige Goldmünzen entgegen.
Ein 48-jähriger Nachbar des Geschädigten wurde auf das Geschehen aufmerksam und
informierte umgehend über den Notruf 110 die Polizei. In der Folge gelang es
einer zügig alarmierten Streifenwagenbesatzung vom Polizeirevier Rendsburg den
schwarzen Kleinwagen an der Kreuzung Kieler Straße/Röhlingsweg aufzustoppen und
den 29-jährigen Fahrer, einen ukrainischen Staatsbürger, vorläufig festzunehmen.
Im Rahmen einer anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs konnten Beweismittel
aufgefunden und sichergestellt werden. Der mutmaßliche Täter wurde dem
polizeilichen Gewahrsam in Rendsburg zugeführt.
Nach Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel wurde der Tatverdächtige am Donnerstag
beim Amtsgericht in Kiel vorgeführt. Der zuständige Ermittlungsrichter beim
Amtsgericht Kiel erließ einen Untersuchungshaftbefehl und der Beschuldigte wurde
einer Justizvollzugsanstalt zugeführt.
Die weiteren Ermittlungen zu der gewerbs- und bandenmäßigen Betrugstat führt das
Sachgebiet 3 der Kriminalpolizei Rendsburg.
Hinweise der Polizei:
Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei auch hier ausdrücklich vor betrügerischen
Anrufen.
Derartige Anrufe sind ein bundesweites Phänomen, das oftmals durch überörtliche
Täter begangen wird. Unbekannte Anrufer versuchen immer wieder mittels dieser
und ähnlicher Maschen an Bargeld und Wertgegenstände zu kommen.
Die Anrufer versuchen sich durch vermeintliches Detailwissen zum Sachverhalt
Vertrauen zu erschleichen. Nicht selten werden detaillierte Abläufe der
angeblichen Tat und deren Opfer geschildert. Es werden angebliche Aktenzeichen
und Namen der Verfahrensbeteiligten genannt. Die Telefonate mit dem den
Geschädigten dauern des Öfteren mehrere Stunden und verunsichern die betroffenen
Opfer enorm.
Die Polizei ruft daher insbesondere ältere Menschen dazu auf, bei derartigen
Anrufen hellhörig zu werden und umgehend die Polizei zu informieren. Darüber
hinaus rät die Polizei jüngeren Familienangehörigen, ihre lebensälteren
Verwandten und Bekannten für das Thema zu sensibilisieren.
Zudem können sich besorgte Bürgerinnen und Bürger bei bestehender Unsicherheit
im Umgang mit derartigen Anrufen an jede örtliche Polizeidienststelle oder
gleichermaßen an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Neumünster unter
der Rufnummer 04321 945-2140 wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber
auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute, entsprechende
Hinweise.
Wertvolle Sicherheitstipps für Senioren sind dem Bereich der Prävention der
Homepage der Landespolizei Schleswig-Holstein unter
https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZ
EI/Praevention/Senioren/_artikel/sicherheitstipps_artikel.html
sowie der Internetpräsenz der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und
des Bundes unter
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/
unmittelbar zu entnehmen.
Tipps für Ihre Sicherheit:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer
auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte
Personen.
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den
Anruf.
- Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter 110 (ohne
Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie
nicht die Rückruftaste.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Neumünster
Pressestelle
Telefon: 04321-945 2222
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/47769/6284545
OTS: Polizeidirektion Neumünster
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeidirektion Neumünster
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