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"Dreist": Umweltminister Meyer kritisiert Kanzler wegen Atom-Projekt im Emsland / Bundesregierung hat weiterhin keine Sicherheitsbedenken - Start wird "demnächst" genehmigt |
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| 5.10.2026 17:45 Uhr |
Neue Osnabrücker Zeitung |
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Osnabrück (ots) - Der niedersächsische Umweltminister kritisiert die Antwort der
Bundesregierung auf seinen Brief zum geplanten Atom-Projekt in Zusammenarbeit
mit dem russischen Staatskonzern Rosatom im Emsland. "Dass sich an der Bewertung
der Sicherheitslage durch die russische Bedrohung seit Februar 2026 nichts
geändert haben soll, ist dreist und widerspricht allen öffentlichen Aussagen",
sagte Meyer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz).
Angesichts der Russland zugeschriebenen Drohnenattacke am Leiziger Flughafen und
Warnungen vor verschärfter russischer Sabotage und Spionage auf kritische
Infrastruktur halte er es für "naiv, dass die Bundesregierung in der engen
Kooperation Russlands zur Brennelementefertigung in Lingen kein
Sicherheitsproblem sieht", sagte Meyer noz. "Dass die komplette Bundesregierung
von Bundeskanzler Merz die Kooperation mit Russlands Atomkonzern in Lingen
bedenkenlos hinnimmt und keine veränderte Sicherheitslage sieht, irritiert und
erstaunt mich sehr."
Bundeskanzler Merz müsse nun endlich erklären, was er mit dem französischen
Präsidenten Emmanuel Macron zur Brennelementefabrik in Lingen und den Geschäften
mit Putins Atomkonzern vereinbart habe. "Ich erwarte dazu ein klares Wort vom
Bundeskanzler und dem Auswärtigen Amt, warum jetzt russischen Atomkonzernen in
Deutschland enge Kooperationen bei kritischer Infrastruktur geöffnet werden. Ich
halte dies weiterhin für falsch und bin wie viele Menschen irritiert, über den
Bundeskanzler und seine Haltung", so der Minister.
Auf Grundlage der Sicherheitseinschätzung des Bundes werde man dem Antrag auf
Sofortvollzug "demnächst stattgeben", teilte das niedersächsische
Umweltministerium mit.
+++ joko +++
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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