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POL-MFR: (715) Polizeibeamter bei Geschwindigkeitsmessung von Pkw erfasst |
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| 5.08.2026 13:11 Uhr |
Polizeipräsidium Mittelfranken |
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Roth (ots) - Am späten Dienstagabend (04.08.2026) erfasste ein Pkw-Fahrer einen
Polizeibeamten, der in Roth (Lkrs. Roth) Geschwindigkeitsmessungen mittels eines
Laser-Handmessgeräts durchführte. Der Polizist schleuderte mehrere Meter durch
die Luft, trug jedoch glücklicherweise nur leichtere Verletzungen davon.
Gegen 22:15 Uhr führten mehrere Beamte der Polizeiinspektion Roth in der
Allersberger Straße Verkehrskontrollen durch. Hierbei nahmen sie zudem
Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Laser-Handmessgeräts vor. Bei der
Messstelle (innerorts) handelte es sich um eine Staatsstraße mit Begrenzung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h.
Der im weiteren Verlauf geschädigte Polizeibeamte (39) fungierte an der
Kontrollstelle als Anhalter. Hierzu trug er an der beleuchteten Straße eine
Warnweste und führte einen Anhaltestab (umgangssprachlich Kelle) mit Licht mit
sich.
Als der spätere Beschuldigte mit rund 50 km/h (laut Messung) auf die Messstelle
zufuhr, signalisierte der Beamte dem Pkw-Fahrer mittels des Anhaltestabs die
Anhaltung zur Verkehrskontrolle. Der Fahrer (33, rumänischer Staatsangehöriger)
des Pkw (Skoda) reagierte hierauf nicht und passierte die Messstelle, an der
sich zwei weitere Beamte, ein uniformierter Streifenwagen sowie das aufgestellte
Laserstativ befanden.
Der Polizeibeamte, welcher die Anhaltung anzeigte, befand sich zu diesem
Zeitpunkt einige Meter hinter der Messstelle und versuchte mittels des
beleuchteten Anhaltestabs auf sich aufmerksam zu machen. Der Pkw-Fahrer
reagierte auch hierauf nicht und fuhr stattdessen, ohne seine Geschwindigkeit zu
reduzieren, auf den Beamten zu. Dieser versuchte noch dem Pkw auszuweichen,
wurde jedoch von diesem erfasst und rund fünf bis sechs Meter durch die Luft auf
einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert.
Der Skoda-Fahrer hielt daraufhin unmittelbar an. Die anwesenden Beamten leiteten
sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der Polizist wurde durch den Rettungsdienst an
der Unfallstelle erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Nach
bisherigem Erkenntnisstand trug er nur leichtere Verletzungen davon, wurde
jedoch zur Beobachtung auf der Intensivstation aufgenommen.
Ein Atemalkoholtest beim Beschuldigten ergab 0,0 mg/l. Durchgeführte Tests auf
drogentypische Ausfallerscheinungen verliefen ebenfalls negativ. Nach
derzeitigem Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass der 33-Jährige
den Beamten aus bislang ungeklärten Gründen nicht wahrgenommen hatte.
Anhaltspunkte, die auf eine vorsätzliche Tat schließen lassen, liegen nicht vor.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Hilpoltstein. Sie
leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung im
Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall gegen den Beschuldigten ein.
Erstellt durch: Janine Mendel
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